Breitenauer See ist für Badegäste nicht mehr zugänglich

Breitenauer See gesperrt: Kritik an Verwaltung wird immer lauter

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Der Breitenauer See bei Heilbronn ist für Besucher gesperrt. Nun werden die kritischen Stimmen auch aus der Politik immer deutlicher.

  • Nach einem Massenandrang ist der Breitenauer See bei Heilbronn gesperrt worden.
  • Die Kritik an der harten Maßnahme ist groß – auch aus der Politik.
  • Jetzt werden Lockerungen am Breitenauer See gefordert.

Breitenauer See bei Heilbronn gesperrt: Deutliche Kritik an Verwaltung

Update vom 13. August: War die Sperrung des Breitenauer Sees in Obersulm bei Heilbronn wirklich unausweichlich? Um eine Ausbreitung des Coronavirus möglichst zu verhindern, ist die Maßnahme, den Badesee bis weit in den Herbst hinein zu sperren, nicht die optimale Lösung. Das finden nicht nur viele Menschen und potenzielle Badegäste, die den Breitenauer See gerade bei dem derzeitigen Hochsommer-Wetter gerne genutzt hätten. Denn nun wird auch aus der Politik die Kritik an der Obersulmer Verwaltung sowie am Bürgermeister von Löwenstein, Klaus Schifferer, immer lauter.

Reinhold Gall, Landtagsabgeordneter von Baden-Württemberg aus Obersulm, wirft der Verwaltung aufgrund der kompletten Sperrung des Breitenauer Sees nun "politischen Unwillen" vor. Das vermeldet die Heilbronner Stimme. Für den SPD-Politiker ist vielmehr ein Kompromiss die zielführendere Lösung, der sowohl den geltenden Vorsichtsmaßnahmen gegen Covid-19 Rechnung trägt als auch die Bedürfnisse der Bürger und der Badegäste berücksichtigt. So sollten sich die Verantwortlichen etwa an den Freibädern orientieren. Schließlich sei dort unter entsprechenden Regeln zumindest ein eingeschränktes Badevergnügen möglich. Und dieses Konzept solle laut Gall - zumindest stückweise - auch am Breitenauer See im Landkreis Heilbronn umsetzbar sein, um damit eine Komplettsperrung des großen und beliebten Badesees zu umgehen.

Weitere Seen im Landkreis Heilbronn - der Mühlbacher See sowie der Elsenzer See in den Eppinger Stadtteilen und die Ehmetsklinge in Zaberfeld - sollen am kommenden Wochenende für eine begrenzte Menge von Badegästen weiterhin zugänglich sein.

Breitenauer See gesperrt: Tourismusverband fordert Lockerungen – so ist die Reaktion

Update vom 30. Juli: Seit einer Woche ist der Breitenauer See gesperrt – und trotz teils heftiger Kritik bleibt er weiterhin dicht! Das haben der Naherholungszweckverband und das Gesundheitsamt des Landratsamtes Heilbronn deutlich gemacht: Lockerungen wird es vorerst nicht geben. 

Konkret betrifft die Sperrung die Liegewiesen, Spiel- und Sportflächen, Parkplätze sind geschlossen und es herrscht ein Badeverbot. Sollten sich die allgemeinen Corona-Regeln des Landes Baden-Württemberg nicht ändern, gilt die Allgemeinverfügung bis Ende Oktober – die Badesaison am Breitenauer See ist damit gelaufen.

Trotz teils heftiger Kritik bleibt der Breitenauer See bei Obersulm gesperrt.

Sorge um Tourismus am Breitenauer See – aber die Sperrung bleibt

Die Schließung des beliebten Badesees hat auch Auswirkungen auf den Tourismus: dem Campingplatz und Gastronomen in der Umgebung bleiben die Gäste fern. Wie der SWR berichtet, hatte der Verband "Tourismus im Weinsberger Tal" deswegen vorgeschlagen, im Internet Eintrittskarten für den See zu verkaufen. 

Das lehnen der Zweckverband Breitenauer See und das Gesundheitsamt aber ab. Die Begründung: Es gebe keine Eingänge, die klar abgegrenzt und kontrolliert werden könnten.

Sperrung des Breitenauer Sees: Polizei kündigt Kontrollen an

Vor dem heißen Wochenende ist auch die Polizei wachsam. Gemeinsam mit Angestellten des Ordnungsdienstes und Security-Mitarbeitern werde man das Gebiet überwachen und Verbote durchsetzen, kündigt Polizeisprecher Gerald Olma an. Er geht allerdings davon aus, dass die Menschen sensibilisiert sind und nicht zum Breitenauer See pilgern werden. 

Aber der Fokus liegt nicht nur auf dem Breitenauer See bei Obersulm. Verantwortliche der Badeseen in der Region – wie die Ehmetsklinge oder der Katzenbachsee – befürchten großen Besucherandrang am Wochenende und ziehen auch hier Sperrungen als letzte Maßnahme in Betracht

Hammer-Entscheidung: Der Breitenauer See bei Heilbronn macht ab heute dicht!

Update vom 24. Juli: Nachdem es letztes Wochenende zu einem riesigen Besucherandrang beim Breitenauer See kam und die Coronagerechten Abstände nicht mehr eingehalten werden konnten, hat sich die Kommune Obersulm wie auch die Stadt Löwenstein in Absprache mit polizeilichen Behörden den See ab dem heutigen Freitag komplett gesperrt! Ohne Ausnahmegenehmigung darf niemand das Gelände des Sees betreten. Laut 7aktuell.de kontrollieren Sicherheitsleute die Anordnung der Kommunen an jedem Eingang des Sees.

Kommunen greifen durch: Breitenauer See seit heute gesperrt - Weitgehende Absperrung des Geländes. 

Breitenauer See bei Heilbronn macht zu - Minister äußert sich zur Hammer-Entscheidung!

Update, 22. Juli, 17.15 Uhr: Der Breitenauer See wird dichtgemacht!  Nach dem riesigen Ansturm am vergangenen Sommer-Wochenende trafen die zuständigen Behörden die Entscheidung. Heißt: Einer der beliebtesten Badeorte der Region um Heilbronn steht für Wasserratten nicht mehr zur Verfügung

Eine harte Entscheidung für die Sozialminister Manne Lucha Verständnis zeigt. Lucha: "Ich hatte gehofft, dass die Menschen aus der Erkenntnis der vergangenen Wochen und Monate heraus Disziplin und Eigenverantwortung walten lassen bei ihren Freizeitaktivitäten." 

Beliebtes Ausflugsziel bei Heilbronn: Breitenauer See für Badegäste gesperrt

Die Coronakrise, die vielen Infizierten und die zum Teil tödlichen Fälle. Der Lockdown, die Einbußen im Alltag sowie die Folgen, die in manchen Bereichen noch nicht abschätzbar sind. Bei der Bevölkerung ist inzwischen gefühlte Normalität an der Tagesordnung. Lucha: "Die Realität holt uns leider ein Stück weit ein." 

Der Breitenauer See bei Heilbronn wird ab Freitag, 24. Juli, gesperrt.

Eine Beachtung der Corona-Regeln hat nicht stattgefunden, als am vergangenen Wochenende über 10.000 Menschen den Breitenauer See bei Obersulm besucht hatten. Nachdem da schon die Polizei einschreiten musste, folgen nun die harten Konsequenzen.

Jetzt besteht die Sorge, dass weitere Badeseen in der Umgebung wie die Ehmetsklinge oder der Katzenbachsee überrannt werden. Die Bürgermeister finden deutliche Worte.

Nach Massenandrang: Breitenauer See wird gesperrt – diese Strafen drohen

Update vom 22. Juli: "Mir als Bürgermeister von Obersulm tut es unendlich weh, dass wir zu dieser Maßnahme greifen müssen", sagt Tilman Schmidt bei einer Pressekonferenz am Mittwochmittag. Am Morgen hatten die Gemeinde Obersulm, die Stadt Löwenstein, das Gesundheitsamt und die Polizei entschieden, den Breitenauer See ab Freitag, 24. Juli, zu schließen.

Obwohl Bedauern mitschwingt, machen die Verantwortlichen deutlich, dass es keine Alternative zu dieser harten Maßnahme geben würde. Wohl über 10.000 Badegäste hätten sich am vergangenen Wochenende am Breitenauer See aufgehalten und die Corona-Regeln missachtet. Die Polizei musste einschreiten. 

Die erlassene Allgemeinverfügung, die die Sperrung des Breitenauer Sees vorsieht, gilt vorerst bis zum 31. Oktober. Schmidt betont aber auch, dass sie so lange aufrechterhalten bleibt, bis sich die allgemeinen Corona-Regeln ändern. 

Breitenauer See gesperrt – Infektionsketten wären schwer nachvollziehbar 

Thomas Maier, Leiter des Dezernats für Gesundheit, Recht und Straßen beim Landratsamt Heilbronn, wird deutlich: "Die Bilder, die wir gesehen haben, zeigen, dass viele Menschen die zu beachtenden Abstandsregeln nicht eingehalten haben. Daher mussten wir etwas tun." 

Der Dezernatsleiter verweist darauf, wie Infektionen mit dem Coronavirus entstünden. Teilweise seien Infektionsketten nicht mehr nachvollziehbar oder Infizierte zeigten keine Symptome. Er malt ein pessimistisches Szenario: "Stellen wir uns eine Warteschlange mit 20 oder 50 Menschen vor und darunter ist ein Infizierter, der die anderen ansteckt." 

Da viele Badegäste am Breitenauer See nicht aus dem Kreis Heilbronn, sondern auch aus Stuttgart oder Karlsruhe kämen, wären die Infektionsketten schwer zu verfolgen. 

Thomas Maier vom Landratsamt Heilbronn, Polizeidirektor Thomas Lüdecke, Obersulm-Bürgermeister Tilman Schmidt und Klaus Schifferer, Löwensteins Bürgermeister. 

Breitenauer See gesperrt – Diese Strafen drohen bei Missachtung

"Keiner von uns will hier einen Infektions-Hotspot", stellt auch Polizeidirektor Thomas Lüdecke  vom Polizeipräsidium Heilbronn klar. Um die Allgemeinverfügung durchzusetzen, werden Flächen abgesperrt, Schilder aufgestellt und Polizeibeamte werden am Breitenauer See kontrollieren – unter der Woche, am Wochenende, tagsüber und auch abends. 

"Es ist keiner der Ansicht, dass es einfach wird, das zu kontrollieren – das ist eine Herkulesaufgabe", sagt auch Löwensteins Bürgermeister Klaus Schifferer. "Wir sind nicht mehr in einer Phase, in der wir um Verständnis bitten. Wir sind einen Schritt weiter und werden konsequent durchgreifen", kündigt Lüdecke an. 

Die Strafen können unterschiedlich ausfallen, der Bußgeld-Rahmen bei Missachten der Corona-Verordnung reicht bis 25.000 Euro. Beim ersten Vergehen würde man dieses Maximum bestimmt nicht ausschöpfen, erklären die Verantwortlichen. Dennoch müsse die Botschaft klar sein. 200 Euro bis 500 Euro werden als Hausnummer genannt. 

Sperrung des Breitenauer Sees – Wie geht es mit Kiosk und Bootsverleih weiter?

Die Sperrung des Breitenauer Sees umfasst die Liegewiesen, ein Badeverbot und das Verbot von Wassersportaktivitäten. Der Bootsverleih wird geschlossen, der Kiosk bleibt für Fußgänger geöffnet. Auch für Gäste des Campingplatzes ist der Badesee tabu. Spaziergänger am See sind erlaubt, die Parkplätze vor Ort sind allerdings geschlossen. 

Wer zum Baden auf den Neckar ausweichen möchte, den warnt das Gesundheitsamt vor besonderen Gefahren und ekligen Bakterien.

Nach Massenandrang am Breitenauer See: Jetzt folgen harte Konsequenzen

Update vom 22. Juli: Jetzt steht es fest! Der Breitenauer See wird geschlossen! Auslöser für die Entscheidung war das Verhalten der Gäste am vergangenen Wochenende. Der Besucherandrang war enorm und viele Badegäste hielten sich nicht an die Regeln zur Eindämmung des Coronavirus. Jetzt werden Konsequenzen gezogen. 

Wie die Gemeinde Obersulm und die Stadt Löwenstein, das Landratsamt Heilbronn und das Polizeipräsidium Heilbronn am Mittwochmorgen mitteilten, wird der Breitenauer See ab Freitag, 24. Juli, gesperrt. 

Sperrung des Breitenauer Sees – Zugang am Badesee nicht kontrollierbar

Der Breitenauer See sei ein Badesee ohne kontrollierten Zugang. Am vergangenen Wochenende hatten sich Warteschlangen vor den Sanitäranlagen, dem Kiosk und dem Bootsverleih gebildet. An Abstandsregeln und Maskenpflicht hätten sich die Badegäste laut der Mitteilung von Gemeinde, Stadt, Landratsamt und Polizei dabei nicht gehalten.

Die Einhaltung der Regeln der Corona-Verordnung von Baden-Württemberg zu kontrollieren und durchzusetzen, sei bei einem solchen Massenandrang selbst mit Unterstützung des Polizeivollzugsdienstes nicht mehr leistbar. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten sei es auch nicht möglich, den Zugang zu kontrollieren, um eine bestimmte Besucheranzahl nicht zu überschreiten. 

Breitenauer See wird nach enormem Besucherandrang gesperrt

Um die Situation besser einschätzen zu können, haben die betroffene Stadt Löwenstein und die Gemeinde Obersulm das Gesundheitsamt des Landratsamtes Heilbronn um dessen medizinische Einschätzung gebeten. Die Antwort: Das Infektionsrisiko sei bei solchen Menschenansammlungen ohne genügend Abstand sehr hoch. 

Das Gesundheitsamt hat deshalb empfohlen, den Breitenauer See zu sperren. Andere Maßnahmen, die weniger einschneidend sind, hätten nicht ausreichend gefruchtet. 

Breitenauer See gesperrt: Polizei kontrolliert Umsetzung der Maßnahme

Die Stadt Löwenstein und die Gemeinde Obersulm haben deshalb eine Allgemeinverfügung erlassen, die am 24. Juli in Kraft tritt. Die Sperrung des Breitenauer Sees betrifft die Liegewiesen sowie sämtliche Bade- und Wassersportaktivitäten. Auch die Parkplätze am See werden geschlossen. Auch Heidelberg24.de berichtete über die Sperrung des Breitenauer Sees

Die Sperrung des Breitenauer Sees gilt bis auf Weiteres, ein Enddatum ist nicht bekannt. Das Polizeirevier Weinsberg und das Polizeipräsidium Heilbronn waren bei der Entscheidung dabei und werden die Sperrung durch den Einsatz von zusätzlichen Polizeikräften unterstützen und kontrollieren.

Heilbronn: Breitenauer See komplett überfüllt - drohen Konsequenzen?

Update 21. Juli: Auch wenn sich derzeit wegen des herrlichen Wetters im Raum Heilbronn eine sommerliche Leichtigkeit breit macht: Der schöne Schein trügt. Denn: Die Coronavirus-Pandemie ist eben noch nicht überstanden, auch wenn es immer mehr Lockerungen der Maßnahmen gibt. Wichtig dabei: Die Abstandsregeln, die etwa für Besucher im Freibad gelten, sind auch an Badeseen verpflichtend. Und wenn sich, wie am vergangenen Wochenende, rund 10.000 Besucher am Breitenauer See in Obersulm im Landkreis Heilbronn tummeln, ist das alles andere als gesundheitlich unbedenklich.

Auch wenn die Coronavirus-Regeln in den Freibädern der Region Heilbronn durch enge Besuchergrenzen und klar vorgegebene Zeitfenster für die Besucher vergleichsweise strikt sind, so gilt an den Badeseen deshalb noch lange keine zügellose Anarchie! Klar ist aber auch: Selbst, wer die Abstandsregeln, etwa am Breitenauer See,bei dem Gedränge am Wochenende versucht hatte, einzuhalten, stieß aufgrund der Besucherdichte rasch an die Grenzen seiner Möglichkeiten.

Cornavirus-Abstandsregeln gelten an Badeseen wie in Freibädern

Was die hohen Besucherzahlen an Badeseen in Coronavirus-Zeiten angeht, ruft Manne Lucha, Gesundheitsminister von Baden-Württemberg, die Menschen zur Vernunft auf, wie der SWR berichtet. Der Grünen-Politiker erklärt: "Wir sehen diese Entwicklung mit Sorge." Ein Verhalten wie etwa am vergangenen Wochenende am Breitenauer See bei Obersulm im Landkreis Heilbronn sei in Pandemie-Zeiten fahrlässig.

Offenbar ist das Bewusstsein der Badegäste für die aktuelle Coronavirus-Situation das beste Mittel, um chaotische Zustände wie am vergangenen Wochenende am Breitenauer See im Raum Heilbronn zu vermeiden. Denn die wenigen Security-Kräfte sind mit dem Nachprüfen der Sicherheitsabstände zwischen Tausenden Besuchern fraglos überfordert. Und ein behördliches Eingreifen seitens der Gemeinden an den jeweiligen, stark besuchten Badeseen sei laut SWR schwierig. Schließlich handelt es sich bei den Badeseen um öffentlichen Raum. So gilt also: Jeder potenzielle Besucher, der die Badeseen in diesem Sommer meidet, trägt dazu bei, dass die Coronavirus-Abstände eingehalten werden können. Allerdings ist dabei auch zu bedenken, dass sich das Probleme mit hoher Personendichte auf engem Raum dann nicht einfach von Badeseen auf andere öffentliche Plätze verlagern darf.

Heilbronn: Breitenauer See am Sonntag völlig überfüllt - Polizei musste einschreiten

Erstmeldung 20. Juli: Sommer, Sonne, Sonnenschein waren am Sonntag der Auslöser für eine Völkerwanderung zum Breitenauer See in der Gemeinde Obersulm im Kreis Heilbronn. Zeitweise waren die Parkplätze dermaßen ausgelastet, dass die Polizei einschreiten und die Zufahrtswege zum Breitenauer See sperren musste.

Trotzdem nahmen die Besuchermassen nicht ab. Im Gegenteil, die Besucher nahmen weite Anlaufwege in Kauf, um doch noch einen Platz auf der völlig überfüllten Liegewiese zu ergattern. An die Einhaltung des Coronavirus-bedingten Kontaktverbots war hier nicht mehr zu denken.

Heilbronn: Massenansturm auf Breitenauer See - Polizei mit klarer Ansage

Und auch die Polizei könne bei rund 10.000 Besuchern keine Maßnahmen aus der Coronavirus-Verordnung von Baden-Württemberg mehr flächendeckend durchsetzen, erklärt Polizeisprecher Gerald Olma auf echo24.de-Nachfrage. Olma: "Das ist praktisch nicht umsetzbar."

Zeitweise waren die Parkplätze dermaßen überfüllt, dass die Polizei die Zufahrtsstraßen abriegeln musste.

Auch sei es nicht Aufgabe der Heilbronner Polizei, als "Sicherheitsdienst" am Breitenauer See unterwegs zu sein. Olma: "In erster Linie steht die Gemeinde Obersulm in der Pflicht." Die Polizei müsse immer erst dann einschreiten, wenn die Situation nicht mehr unter Kontrolle ist.

Heilbronn: Breitenauer See völlig überfüllt - jetzt muss die Gemeinde Obersulm reagieren

Das heißt: Im Fall Breitenauer See muss die Gemeinde Obersulm dafür sorgen, dass die Maßnahmen aus der Coronavirus-Verordnung umgesetzt werden können. Um das durchzusetzen, kann die Gemeinde im Kreis Heilbronn beispielsweise Zugangsbeschränkungen verhängen oder ähnliche Maßnahmen ergreifen.

Olma: "Aktuell ist die Polizei im Gespräch mit der Gemeinde Obersulm, um eine Lösung zu finden." Denn klar müsse sein, dass die Heilbronner Polizei nicht jeden Sonntag zum Breitenauer See ausrücken könne. Olma: "Zudem können die Polizeibeamten nur an die Vernunft der Besucher appellieren."

Heilbronn: Kommen jetzt Zugangsbeschränkungen am Breitenauer See?

Ob es künftig zu solchen Zugangsbeschränkungen am Breitenauer See im Kreis Heilbronn kommt, kann Olma nicht sagen. Das liegt in der Hand der zuständigen Behörden, in diesem Fall der Gemeinde Obersulm. Die hatte bereits am Samstag von einem Besuch des Breitenauer Sees abgeraten.

"Bleiben Sie an Schönwetterwochenenden wie dem kommenden dem Breitenauer See fern", war die dringende Empfehlung. Doch wie der Sonntag zeigt, war dieser Aufruf vergebens. Gleiches Spiel übrigens auch an anderen Badeseen in der Region Heilbronn, die am Sonntag völlig überfüllt waren.

Heilbronn: Auch andere Badeseen waren völlig überfüllt  

Die Rekordtemperaturen in Baden-Württemberg und die strengen Coronavirus-Regeln in Heilbronner Freibädern tun das Übrige und locken die Besuchermassen an die Badeseen in der Region Heilbronn. Und nicht nur der Breitenauer See wird dabei zum Mekka freudiger Badebesucher.

Der Grund: Auch die Ehmetsklinge in Zaberfeld und der Tiroler See in Forchtenberg im Hohenlohekreis waren laut SWR zum Breitenauer See ebenfalls völlig überrannt. Olma: "Überfüllte Badeseen beobachten wir aktuell in ganz Deutschland." Verübelt werden kann der Badesee-Besuch im Grunde niemandem.

Denn solange Veranstaltungen in Baden-Württemberg verboten bleiben und fast überall Zugangsbeschränkungen gelten, zieht es die Menschen raus in die Natur. Steigen die Temperaturen dann auch noch über die 30-Grad-Marke, ist der Ansturm auf die Badeseen in der Region Heilbronn vorprogrammiert.

Auch um die Fließgewässer im Landkreis Heilbronn steht es nicht sonderlich gut. Aufgrund der Trockenheit sinken die Pegel zunehmend. Im August hat das Landratsamt deswegen die Wasserentnahme beschränkt

Rubriklistenbild: © 7aktuell.de | JB

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