"Fair Wear" und "Fair Business" 

Für mehr Nachhaltigkeit: Bad Friedrichshaller Gymnasium gründet Schülerfirma

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Axel Schütz mit den Schülerinnen der #changemaker-Firma.
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Das Friedrich-von-Alberti-Gymnasiums in Bad Friedrichshall produziert nachhaltige T-Shirts mit einem "Fair Wear"-Siegel - und spendet zusätzlich einen Teil des Gewinns für einen guten Zweck.

"Wir müssen etwas ändern", sagt Axel Schütz, Lehrer des Friedrich-von-Alberti-Gymnasiums in Bad Friedrichshall. Seit Jahren gibt er seinen Schülern Anstöße für mehr Nachhaltigkeit. "Das muss in die Köpfe", bekräftigt er bei einer Diskussionsrunde in der Redaktion der Heilbronner Stimme. Und seine Bemühungen scheinen zu fruchten.  Denn: In Zeiten von Klimaerwärmung, schmelzenden Polkappen und mit Plastik verschmutzten Weltmeeren rückt der Begriff "Nachhaltigkeit" mehr und mehr in den Vordergrund. 

Bad Friedrichshall: Nachhaltiges wirtschaften 

"Selbst handeln ist wichtig", erklärt Schütz. Unter diesem Motto gründete der Gymnasial-Lehrer eine Schülerfirma #changemaker und eine Arbeitsgemeinschaft (AG). Die Schülerfirma produziert nachhaltige T-Shirts mit einem "Fair Wear"-Siegel. Das heißt, die T-Shirts werden in Fabriken produziert, in denen auf Arbeitnehmer- und Menschenrechte geachtet wird. Was bedeutet das genau? Dabei handelt es sich um Fabriken, die zum Beispiel begrenzte Arbeitszeiten und rechtsverbindliche Arbeitsverträge haben.  

Aber auch andere Elemente der Nachhaltigkeit sind ihnen wichtig. Die Schüler achten auf faire innerbetriebliche Strukturen, die den Aspekt "Fair Business" stützen. Dazu gehören: Transparenz des Betriebs und die konkrete Ausrichtung der Gewinnverwendung. So werden zum Beispiel mit einem Teil des Gewinns Schulen in Bangladesh unterstützt. Aber welche Ziele verfolgen die Schüler des Bad Friedrichshaller Gymnasium mit ihrem Projekt von "Fair Trade" T-Shirt

Bad Friedrichshall: Menschen zu mehr Nachhaltigkeit anregen

Das Team von #changemaker will nicht nur die Mitmenschen zum Nachdenken anregen, sondern auch die großen Firmen. Grund: Die Menschen sollen ihr Konsumverhalten überdenken und sich zum Beispiel fragen, ob man nicht etwas reparieren kann, bevor man sich was Neues kauft. 

Dieses Projekt zeigt, dass die Kinder und Jugendliche sich begeistern lassen, wenn sie die Möglichkeit haben, etwas zu verändern. Das lässt sich auch an der regen Teilnahme an Friday for Future-Demos in Heilbronn erkennen.  

Bad Friedrichshall: Gymnasium geht mit gutem Beispiel voran

Neben der Schülerfirma #changemaker gründete der 58-jährige Axel Schütz zusätzlich einen Klimaschutzfond am Friedrich-von-Alberti-Gymnasium in Bad Friedrichshall. Daran sind auch andere Lehrer des Gymnasiums beteiligt. Doch damit nicht genug: "Denke global, handle lokal" - ganz nach dem Motto organisiert Schütz außerdem einen Jugendgipfel für Nachhaltigkeit in Heilbronn, zu dem am 26. und 27. September rund 500 Teilnehmer auf dem Bildungscampus in Heilbronn erwartet werden. Mit dem Jugendgipfel sollen mehr Kinder und Jugendliche erreicht und für Nachhaltigkeit begeistert werden.  

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