Bespritzte Mütter und Kinder sorgen für Diskussionen

Gülle-Attacke nicht harmlos: Gefahr durch Bakterien 

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Unfreiwillig kamen Spaziergänger auf einem Feldweg mit Gülle in Berührung.
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Was Spaziergänger auf einem Feldweg bei Bad Wimpfen erlebt haben, ist nicht harmlos. Gülle birgt auch Gesundheitsgefahren.

+++ Update vom 9. Mai +++ 

In den Sozialen Netzwerken wird die Gülle-Attacke auf Spaziergänger in Bad Wimpfen emotional diskutiert, Spott und Häme kommen nicht zu kurz. Doch abgesehen von der Sauerei ist Gülle nicht gerade harmlos. In Gülle können auch Gefahren lauern: Bakterien, die gegen Antibiotika resistent sind, die also nicht bekämpft werden können.

Gülle ist nicht harmlos: Es lauern gefährliche Bakterien

Solche Bakterien sind beispielsweise in Krankenhäusern eine ständige Gefahr. Resistente Bakterien können sich überall dort bilden, wo sie mit größeren Mengen an Medikamenten in Berührung kommen - und das ist auch in Ackerböden der Fall, wie SWR2 berichtete. Grund: In Gülle, eigentlich ein wertvoller Dünger, finden sich auch Antibiotika aus dem Futter der Tiere.

+++ Ursprungsmeldung vom 8. Mai +++

Was Spaziergänger am Ortsrand von Bad Wimpfen erlebt haben, erregt vor Ort und in den Sozialen Netzwerken die Gemüter. Angeblich hat ein Landwirt Passanten auf einem schmalen Feldweg mit Gülle in voller Absicht bespritzt. Das ist jedenfalls die Darstellung von jungen Müttern, die mit ihren Kinderwagen auf dem Feldweg am Bad Wimpfener Ortsrand unterwegs waren.

Bei der ekligen Gülle-Attacke soll ein Sachschaden von 2.500 Euro entstanden sein, wie die Heilbronner Stimme in einem Bericht über den Vorfall meldet. Die Sache wurde natürlich bei der Polizei zur Anzeige gebracht - und sie stinkt zum Himmel.

Bespritzte Spaziergänger: Polizei ist eingeschaltet

Denn: "Die haben kein Kennzeichen aufgeschrieben", berichtet Rainer Köller, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Heilbronn, über die Schwierigkeiten der Ermittler, den potenziellen Sch****-Schleuderer zu erwischen. Der Vorfall in Bad Wimpfen ist übrigens nicht der einzige anrüchige Fall, der Polizei und Feuerwehr in letzter Zeit beschäftigt hat.  

Gülle-Attacke in Bad Wimpfen: Wer war der Täter?

Der Kreis derer, die für die Gülle-Attacke infrage kommen, mag überschaubar sein, aber er ist nicht unbedingt klein. Zwar gibt es in der Nähe Bauernhöfe - aber es gibt auch Landwirte, die für Lohn Gülle von anderen Höfen abfahren und damit nicht zwingend zum Personal der Bad Wimpfener Höfe gehören müssen.

Bad Wimpfener Spaziergänger stinksauer

Auch wenn die Opfer der Gülle-Attacke stinksauer sind, von Spannungen zwischen den Anwohnern und Landwirten berichten und davon ausgehen, dass die Schweinerei pure Absicht war, teilt Polizeisprecher Köller diese Einschätzung nicht. "Es ist nicht so sicher, ob der Landwirt das mit Absicht gemacht hat, oder ob das einfach so rausgespritzt ist." Im Nachhinein dürfte sich das mit letzter Sicherheit auch nur schwer klären lassen. Zum aktuellen Stand sagt Polzeisprecher Rainer Köller: "Die Ermittlungen laufen. Konkrete Hinweise auf den mutmaßlichen Täter gibt es momentan noch nicht."

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