52-Jähriger war gesucht worden

Aussage von geflohenem Häftling: War er eigentlich gar nicht weg?

+
Symbolbild.
  • schließen

Nach der Flucht am Morgen aus der Psychiatrie Weinsberg. Die Fahndung ist beendet.

+++ Update, 13.04., 11.30 Uhr +++

War der als gewaltbereit geltende Häftling überhaupt nicht auf der Flucht? Das zumindest lässt offenbar seine eigene Aussage vermuten. Wie die Heilbronner Stimme berichtet, soll der 52-Jährige angegeben haben, sich am gestrigen Donnerstag den ganzen Tag auf dem Klinikgelände in Weinsberg aufgehalten zu haben.

Demnach sei der Häftling lediglich auf einer anderen Station gewesen. Ob das stimmt, werde derzeit von der Polizei geprüft.

Geflohener Häftling: Zweifel an Aussage berechtigt

Zweifel dürfte es allein deshalb geben, weil Bernd R. dabei gesehen wurde, wie er über einen Zaun kletterte. Außerdem könnte er mit seiner Aussage auch auf eine Strafmilderung hoffen.

Die Polizei ermittelt weiter, um zu klären, ob der geflohene Häftling tatsächlich gar nicht wirklich weg war. 

+++ Update, 12.04., 6.00 Uhr +++

Die Polizei hat sich nun noch einmal ausführlicher zu der Rückkehr des Häftlings geäußert. Der aus der forensischen Klinik am Weißenhof in Weinsberg geflohene Bernd R. ist demnach am Abend von einem Mitarbeiter auf dem Klinikgelände erkannt worden

Der Geflohene leistete keinen Widerstand und wurde im Beisein einer rasch eingetroffenen Polizeistreife wieder auf seiner Station untergebracht. Über den zwischenzeitlichen Aufenthalt des Geflohenen im Laufe des Tages liegen noch keine Erkenntnisse vor.

+++ Update, 11.04., 20.20 Uhr +++

Die Polizei Heilbronn teilt mit: "Die Fahndung ist erledigt. Der Flüchtende stellte sich selbst."

+++Update, 11.04., 18.20 Uhr +++

Die Polizei fahndet nun mit Foto nach dem geflüchteten Häftling aus Weinsberg: Heute gegen 9 Uhr, entwich der Strafgefangene Bernd R. aus einer Klinik für forensische Psychiatrie und Psychotherapie in Weinsberg. Die bisherigen Fahndungsmaßnahmen verliefen erfolglos. Bernd R. gilt als gewalttätig. 

Bei der Flucht trug er eine schwarze Jogginghose mit roten Seitenstreifen und eine schwarze Weste. Bei Antreffen des Gesuchten diesen bitte nicht ansprechen, sondern sofort die Polizei unter der Notrufnummer 110 informieren.

Anm. d. Redaktion: Das Foto war kurzzeitig hier im Artikel zu sehen - aus Datenschutzgründen wurde es nach Wiederauftauchens des Häftlings entfernt.

+++Update, 11.04., 15.50 Uhr +++

Sozialminister Manfred Lucha fordert anderen Umgang  mit Therapieabbrechern: Nach den Ausbrüchen von Straftätern aus der Psychiatrie in Calw und in Weinsberg hat Sozialminister Manfred Lucha einen anderen Umgang mit solchen Fällen eingefordert, berichtet die dpa. Bei den Entflohenen handele es sich um Therapieabbrecher, sagte Lucha heute. "Nach der Abbruchsentscheidung gehören diese Personen aus meiner Sicht nicht mehr in den Maßregelvollzug, sondern in den Strafvollzug." Der Maßregelvollzug ist kein Strafvollzug. Er soll den Täter laut Sozialministerium durch die Behandlung seiner Störung und durch die sichere Unterbringung in einer spezialisierten Fachklinik mit besonderen Sicherheitsvorkehrungen davon abhalten, weitere Taten zu begehen.

Lucha appellierte an die Justiz, Therapieabbrecher schnell wieder in den Strafvollzug zurückzunehmen, und dadurch zum Schutz der Bevölkerung und der Mitarbeiter im Maßregelvollzug beizutragen. 

Aus dem Zentrum für Psychiatrie in Calw gelang am Mittwochabend vier Straftätern kurzzeitig die Flucht- sie wurden bis Donnerstagmorgen alle wieder gefasst. In Weinsberg kletterte am Donnerstag ein 52-Jähriger einfach über den Zaun - er ist weiterhin flüchtig.

+++ Update, 11.04., 13.30 Uhr +++

Der aus der Psychiatrie in Weinsberg entkommene Häftling hatte es bei der Flucht offenbar nicht besonders schwer. Wie die dpa berichtet, soll ein Polizeisprecher bestätigt haben, dass der Gefangene lediglich über einen Zaun kletterte.

Der unter anderem wegen Gewaltdelikten verurteilte 52-Jährige verbüßte seine Strafe nicht in einem normalen Gefängnis, sondern im Maßregelvollzug. 

Aus einem Zentrum in Calw waren am Mittwoch vier Gefangene geflohen. Diese wurden inzwischen alle wieder gefasst. 

+++ Update, 11.04., 12.15 Uhr +++

Das Klinikum am Weissenhof hat nach der Flucht eines ihrer Patienten eine genauere Personenbeschreibung mitgeteilt.

Demnach ist der entkommene Häftling 52 Jahre alt, 1.82 Meter groß und hat dunkelblonde, kurze Haare. Er trägt eine Brille und hat diverse Tattoos. Er trägt eine schwarze Jogginghose mit roten Streifen sowie einen Pulli mit Kapuze. "Wichtiges Kennzeichen ist, dass er ohne Schuhe unterwegs sein könnte", heißt es in der Mitteilung des Klinikums.

Aus Psychiatrie geflohen: Häftling ist suchtkrank und gewaltbereit 

Der Mann gelte als gewaltbereit und sei suchtkrank. Er war in der offen geführten forensischen Station des Klinikums untergebracht. 

"Ich kann Ihnen als Leiter des Krisenstabes versichern, dass alles in unserer Macht Stehende getan wird, den Patienten schnellstmöglich zu ergreifen. Wir arbeiten Hand in Hand mit der Polizei und den zuständigen Behörden zusammen", erklärt Andreas Breitmayer, Kaufmännischer Direktor des Klinikums am Weissenhof.

Hinweise gehen unter dem Notruf 110 direkt an die Polizei.

+++ Ursprungsmeldung, 11.04., 11.15 Uhr +++

Ein Häftling ist aus der Psychiatrie in Weinsberg entkommen. Die Polizei warnt ausdrücklich vor ihm. Nach einer Mitteilung über die sozialen Netzwerke soll der Mann gewalttätig sein.

Der 52-Jährige trägt eine schwarze Jogginghose mit roten Seitenstreifen und eine schwarze Weste. Er trägt eine Brille und keine Schuhe.

Gewalttätiger Häftling aus Psychiatrie entkommen - Nehmt keine Anhalter mit!

Die Polizei fahndet und warnt vor dem Mann. Wer ihn sieht, soll sich sofort an den Notruf wenden. Außerdem sollte derzeit niemand Anhalter mitnehmen.

Mehr Polizeimeldungen

Auto verkeilt sich auf A6 in Lkw und wird mitgeschleift: Polizei spricht von Wunder

Leider erfolgreich: Trickbetrüger mit neuer dreister Masche unterwegs

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare