Fünf Jahre Jugendstrafe

Nach Haftstrafe für Todes-Raser: Eltern legen Revision ein

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Stuttgart: Der Raser verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und baute einen Unfall, bei dem zwei Menschen starben.
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Das Landgericht Stuttgart verurteilte den Todesraser zu fünf Jahren Haft. Die Eltern eines Opfers legen nun Revision ein.

Stuttgart: Todes-Raser tötet bei Unfall zwei Menschen - Urteil gefallen

○ Todes-Raser von Stuttgart tötet zwei Menschen bei Unfall.

○ Er wird wegen Mordes angeklagt.

○ Der 21-Jährige erhält eine Jugendstrafe von fünf Jahren.

○ Die Eltern der 22-Jährigen getöteten legen Revision ein.

Stuttgart: Haftstrafe für Todes-Raser zu mild? Eltern der getöteten Frau legen Revision ein

Update vom 20. November: Bei einem illegalen Autorennen in Stuttgart verlor der Angeklagte die Kontrolle über das gemietete Fahrzeug und raste damit in ein anderes. Zwei junge Menschen starben bei dem Unfall.

Eigentlich forderte die Staatsanwaltschaft und die drei Nebenkläger Haftstrafen wegen Mordes. Doch dann wurde der  Todes-Raser am vergangenen Freitag zu einer fünfjährigen Jugendstrafe verurteilt. Zusätzlich wird dem 21-Jährigen für vier Jahre die Fahrerlaubnis entzogen

Todes-Raser von Stuttgart erhält Haftstrafe: Urteil soll "rechtlich und moralisch falsch" sein

Nun haben die Eltern der getöteten 22-Jährigen Revision eingelegt, bestätigte der Anwalt Christoph Arnold am Dienstag auf Nachfrage, berichtet die dpa. Das Urteil soll wohl rechtlich und moralisch falsch sein, sagte Arnold. Der Angeklagte habe den Tod des Paares billigend in Kauf genommen und hätte deshalb mindestens wegen Totschlags verurteilt werden müssen.

Mit dem Fall wird sich nun wahrscheinlich der Bundesgerichtshof in Karlsruhe beschäftigen. Die Staatsanwaltschaft und die Nebenkläger prüfen nun ebenfalls eine Revision. Bis Freitag soll eine Entscheidung fallen. 

Weitere Gerichtsprozesse in Heilbronn und Region:

Wegen Drogenschmuggels in der JVA steht nun ein Ex-Häftling vor dem Heilbronner Amtsgericht.

Nach dem Kinderporno-Skandal soll es einen weiteren Prozess gegen Kevin F. frühestens Anfang 2020 geben.

Im Februar wurde ein junger Mann am Bahnhof Mosbach/Neckarelz auf die Gleise gestoßen. Nun wurde der Täter verurteilt.

Ein 58-jährigen Vater steht wegen sexuellem Missbrauchs des Sohnes vor Gericht.

Stuttgart: Urteil gefallen! Hohe Strafe für Todes-Raser aus Stuttgart 

Erstmeldung vom 15. November: Nach einem Raser-Unfall mit zwei Toten aus Nordrhein-Westfalen ist ein junger Mann in Stuttgart zu fünf Jahren Jugendstrafe verurteilt worden. Das Landgericht sprach den 21-Jährigen am Freitag wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge schuldig. "Dass Sie ein Mörder sind, konnten wir nicht feststellen", sagte die Richterin.

Stuttgart: Junger Raser wurde wegen Mord angeklagt

Angeklagt war der junge Mann ursprünglich wegen Mordes. Der 21-jährige Deutsche hatte im März bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über einen gemieteten Sportwagen verloren. Das Fahrzeug war gegen einen stehenden Kleinwagen geprallt. In dessen Trümmern kamen eine 22 Jahre alte Frau aus Erkrath und ihr 25-jähriger Freund aus Kaarst ums Leben. 

Vor dem Zusammenstoß hatte der PS-starke Wagen des Angeklagten den Angaben eines Gutachters zufolge bis zu 165 Stundenkilometer auf dem Tacho. Die Richterin warf dem 21-Jährigen zwar einen "riskanten und rücksichtslosen Fahrtstil" vor, allerdings sei der junge Mann zuvor nicht wegen Verkehrsgefährdung aufgefallen.

Todes-Raser von Stuttgart verurteilt

Die Gefahr für andere bei der Fahrt habe der Mann allerdings erkannt und bewusst in Kauf genommen, er habe auch die Strecke sehr gut gekannt. "Das gesamte Gefahrenszenario war Ihnen bekannt, das wussten Sie", sagte die Richterin bei der Urteilsbegründung. Mit "völliger Überschätzung seiner Möglichkeiten" habe er allerdings auf sein Können am Steuer vertraut. 

Der Angeklagte habe ernsthaft darauf vertraut, den Tod anderer nicht zu riskieren, sagte die Richterin weiter. Dies habe die Kammer nicht ausschließen können. Die Staatsanwaltschaft und die drei Nebenkläger hatten Haftstrafen wegen Mordes gefordert. Die Verteidigung hatte sich für eine Bewährungsstrafe wegen fahrlässiger Tötung ausgesprochen.

Hartes Urteil aus Darmstadt sorgte für Aufsehen

Für Aufsehen sorgte zuletzt ein Urteil gegen einen Raser in Darmstadt. Nach einem tödlichen Unfall auf einem Autobahn-Parkplatz in Hessen verurteilte das Landgericht den 19 Jahre alten Fahrer zu sechs Jahren und vier Monaten Jugendstrafe. Die Richter werteten die Tat in ihrer Urteilsbegründung als Mord. Bei dem Unfall starb eine 39 Jahre alte Mutter aus Düsseldorf, der damals zehnjährige Sohn wurde schwer verletzt.

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