Mord in Gerabronn

Urteil im Gerabronner Mordprozess: So grausam tötete ein Mann seine Frau

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Polizisten sichern einen Tatort. Ein 47 Jahre alter Mann hat ein Auto angezündet, in dem seine getrennt von ihm lebende Ehefrau saß. 
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  • Jason Blaschke
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In Gerabronn bei Schwäbisch Hall hatten sich grausame Szenen abgespielt. Ein Mann ließ dort seine Frau im Auto verbrennen. Auf das Urteil reagierte er jetzt ungewöhnlich.

  • Ein Mann soll im November 2019 seine Ehefrau in ihrem Auto verbrannt haben.
  • Jetzt hat das Landgericht Ellwangen das Urteil verkündet.
  • Auf die Urteilsverkündung reagierte der 47-jährige Mann sehr sonderbar.

Gerabronn/Schwäbisch Hall: Mann verbrennt Ehefrau im Auto: Urteil gefallen

Update vom 21. Mai: Es war eine grausame Tat, die im November 2019 die Stadt Gerabronn (Kreis Schwäbisch Hall) erschütterte. Ein 47 Jahre alter Mann hatte damals seine von ihm getrennt lebende Ehefrau in ihrem Auto bei lebendigem Leib verbrennen lassen. Das sah das Landgericht Ellwangen jetzt als erwiesen an und sprach bei der Urteilsverkündung von einem "absoluten Vernichtungswillen", den der Mann mit dieser Tat zeigte.

Das Landgericht folgte damit der Ansicht der Staatsanwaltschaft, die zusätzlich noch die "besondere Schwere der Schuld" gefordert hatte. Das heißt: Die Strafvollstreckungskammer legt nach 15 Jahren Gefängnis fest, wie viel Strafe noch wegen dieser "besonders schweren Schuld" zusätzlich verbüßt werden muss. Diese besondere Schuldschwere liegt immer dann vor, wenn gegenüber vergleichbaren Delikten eine deutlich höhere Schuld des Täters besteht.

Gerabronn / Schwäbisch Hall: Lebenslage Haft: So reagiert der Mann auf das Urteil

Doch in diesem Fall lautete das Urteil: Lebenslage Freiheitsstrafe (15 Jahre). Die besondere Schwere der Schuld" konnte das Landgericht nicht feststellen. Der Mann selbst nahm das Urteil - SWR-Angaben zufolge - wohl "regungslos" hin. Er hatte im Verlauf der Verhandlungen angegeben, dass seine Frau krankhaft Eifersüchtig auf ihn gewesen sei. Auch von einer Sterilisation - auf Wunsch der Frau - war in den Verhandlungen die Rede.

Polizisten sichern einen Tatort. Ein 47 Jahre alter Mann hat ein Auto angezündet, in dem seine getrennt von ihm lebende Ehefrau saß. 

Die Verteidigung hingegen forderte eine Haftstrafe von unter 15 Jahren. Grund: Sie sah im Gerabronner Mordprozess - anders als Staatsanwaltschaft und Landgericht - keine typischen Mordmerkmale. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Heißt: Die Verteidigung kann noch in Berufung gehen. Ähnlich wie im "Winnenden-Urteil", über das echo24.de lange berichtete. im Gerabronner Mordprozess wäre die nächste Instanz das Oberlandesgericht. 

Gerabronn/Schwäbisch Hall: Frau in Auto verbrannt - Ehemann vor Gericht

Update vom 13. Mai 2020: Der Mann, der im November 2019 seine Ehefrau in einem Auto bei Gerabronn, im Kreis Schwäbisch Hall, verbrannt haben soll, muss sich seit Montag vor dem Landgericht Ellwangen verantworten. Laut SWR soll der 48-Jährige Erinnerungslücken haben - deshalb kann man ein Geständnis wohl ausschließen. 

Dem Angeklagten wird vorgeworfen mit einem Hammer die Scheibe der Fahrertür eingeschlagen und seine Frau daraufhin mit Benzin übergossen zu haben. Als sie flüchten wollte, soll er sie zurück in ihr Auto gedrängt und eine brennende Zigarette hineingeworfen haben, was eine explosionsartige Verpuffung auslöste, die die Frau nicht überlebte. 

Der Verteidiger erklärte, dass sein Mandant sich nicht an die Tat erinnern könne, ihm jedoch klar ist, dass alle Hinweise auf ihn als Täter deuten. Der Angeklagte soll in einer Zeitspanne von zehn Jahren großer psychischer Belastung ausgesetzt gewesen sein. Unter anderem soll es zahlreichen unbegründeten Eifersuchtsszenen  gegeben haben, auf Drängen der Frau hat er sich sterilisieren lassen. Später habe sie ihm vorgeworfen, dass er dies für Treffen mit anderen Frauen nutzen wolle. Der Angeklagte, der als Schulbusfahrer tätig ist, berichtete auch von Eifersuchtsszenen, in denen es darum ging, dass in dem Bus auch Schülerinnen fuhren. Die verstorbene Ehefrau soll Bilder der Familie verbrannt haben, auf denen der 48-Jährige zu sehen war. Schließlich sei sie ausgezogen. 

Unter den Zeugen war ein Notarzt und ein Feuerwehrmann vom Tatort im November vergangenen Jahres. Am Freitag soll auch ein psychiatrischer Gutachter aussagen. Der Angeklagte soll sich an diesem Tag ebenfalls äußern, berichtet swr.de.

Das Tatmotiv könnten Streitigkeiten über den Unterhalt und die Aufteilung des Wohnhauses gewesen sein. Dem Angeklagten droht im Fall einer Verurteilung lebenslange Haft. Es sind insgesamt vier Verhandlungstage angesetzt.

Gerabronn/Schwäbisch Hall: Ermittlungen zu verbrannter Frau in Auto gehen weiter

Update vom 15. November: Einen Tag, nachdem eine 45-Jährige nach einem Streit mit ihrem getrennt lebenden Ehemann in einem Auto verbrannt ist, werden die Ermittlungen am Freitag fortgesetzt. Zu klären gilt unter anderem, wie die Frau ums Leben kam - ob sie möglicherweise bei lebendigem Leib verbrannte. Ihr 47-jähriger Mann steht unter Verdacht, sie getötet zu haben. Er wurde noch am selben Tag am Wohnort festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft.

Ein Zeuge hatte beobachtet, dass sich das Paar auf einer Straße in Gerabronn gestritten hatte. Laut Polizei ging es vermutlich um Scheidungsprobleme. Bei der Auseinandersetzung soll der 47 Jahre alte Deutsche seine Frau angegriffen und verletzt haben. Er soll mutmaßlich auch das Auto angezündet haben, in dem sich die Frau befand.

Frau in Auto verbrannt - Obduktion am Freitag

Ob sie in dem Feuer starb oder zu dem Zeitpunkt schon tot war, soll eine für Freitag angesetzte Obduktion klären."Die Frau könnte ins Auto geflüchtet sein und sich dort verbarrikadiert haben", sagte ein Polizeisprecher. Oder der Mann habe den regungslosen Körper der Frau - möglicherweise bewusstlos oder schon tot - hineingelegt.

Das Auto brannte total aus, die Scheiben zerbarsten. Womit es angezündet worden war - auch das eine offene Frage. Es stand etwa zwei Kilometer entfernt von Gerabronn, laut Polizeisprecher wohnten beide dort. Auch durch Befragungen von Angehörigen, Bekannten und Nachbarn hoffen die Ermittler auf neue Erkenntnisse. Ob sich der Beschuldigte bei seiner Vorführung vor den Haftrichter am Donnerstag geäußert hatte, war indes noch unklar.

Gerabronn/Schwäbisch Hall: Grausame Tat! Mann zündet Auto an, seine Frau verbrennt 

Erstmeldung vom 14. November: Ein 47 Jahre alter Mann soll ein Auto angezündet haben, in dem seine getrennt von ihm lebende Ehefrau saß. Die 45-Jährige konnte nach Auskunft der Polizei nicht mehr gerettet werden. Sie verbrannte im Fahrzeug. Der Mann wurde am Wohnort festgenommen. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es nach Auskunft der Polizei um einen Deutschen.

Gerabronn: Mann setzt Auto in Brand, Frau stirbt

Ihm wird vorgeworfen, seine Frau am Donnerstagmorgen getötet zu haben. Ein Zeuge hatte beobachtet, dass sich das Paar auf einer Straße in Gerabronn im Kreis Schwäbisch Hall gestritten hatte. Die Frau soll dabei verletzt worden sein. Dann soll der 47-Jährige das Fahrzeug in Brand gesetzt haben. Womit - das konnte die Polizei zunächst nicht beantworten. Ob die Frau ins Auto flüchtete oder der Mann sie ins Fahrzeug verfrachtete, war unklar. Am Nachmittag waren Kriminaltechniker vor Ort. 

Das Auto ist total ausgebrannt, die Scheiben zerbarsten. Es steht etwa zwei Kilometer entfernt von Gerabronn neben einem Feld. Die Ermittlungen seien im vollen Gange, hieß es von der Polizei. Zunächst war unklar, wann der Mann dem Haftrichter vorgeführt werden soll.

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