An Bord der MV Santa Rita

Bad Wimpfener erlebt ungewöhnliches Praktikum

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Janik Kubach war als Ferienfahrer unterwegs.
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Janik Kubach fährt mit einem Containerschiff vier Wochen von Asien nach Südamerika.

Der Neckar ist ihm viel zu klein. Janik Kubach aus Bad Wimpfen steht auf die großen Dampfer. Bei einem ungewöhnlichen Praktikum auf hoher See kam er seinem Traumjob für vier Wochen ganz nah. Jetzt erzählt er, was er dort erlebt hat.

"Ich bin zufällig bei der Recherche über den Beruf des nautischen Offiziers auf das Ferienfahrerprogramm gestoßen", erklärt Kubach. Nach seinem Abitur will er eine Ausbildung zum Schiffsmechaniker machen. Dann ein Studium zum nautischen Offizier anhängen. Einen ersten Einblick in diesen Beruf zu bekommen, war gar nicht so einfach. Doch Kubach hatte richtig Glück. Er wurde als Ferienfahrer des Verband Deutscher Reeder genommen. Also auf ins Abenteuer!

Am 1. August ging es gleich spannend los. Der Flug nach Amsterdam war nur ein Zwischenstopp. Von da aus flog Kubach mit anderen Ferienfahrern 14 Stunden, einmal um die halbe Welt, nach Seoul, ehe es in Busan endlich auf das riesige Containerschiff ging. Vier Wochen lang schipperten sie gemeinsam im regulären Betrieb bis nach Valparaiso in Chile. Vier Wochen, in denen es neben dem Beruf noch jede Menge anderer Erlebnisse zu entdecken gab.

Bad Wimpfener erlebt ungewöhnliches Praktikum

"Fliegende Fische, Notfallübung, Wasserschlacht, Bordturnier in Kicker und Darts, Delfine...", Kubach könnte sicher viele weitere Highlights aufzählen. Sein Tagebuch, das er während der Reise geführt und das online zu sehen ist, erzählt viele kleine Anekdoten: "Heute war der zweite Donnerstag dieser Woche. Nein, das ist kein Witz. Auf Grund der Zeitzonen entstanden." Oder auch: "Als wir im Hafen von Puerto Anguamos (Chile) vor Anker lagen hatten es sich 19 Seelöwen auf unserem Bug gemütlich gemacht. Manchmal fahren diese auch bis zu fünf Meilen mit aufs Meer hinaus, bis sie wieder zurück schwimmen."

Neben den einmaligen Erfahrungen sammelte der 17-Jährige beinahe "nebenbei" Eindrücke aus dem Alltag eines nautischen Offiziers. Er fertigte ein Werkstück, steuerte das Schiff, lernte Kurs und Hintergründe kennen. Kajüte putzen inklusive. Abschrecken konnte ihn die harte Arbeit nicht. Ganz im Gegenteil: "Das Praktikum hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe eine genaue Vorstellung davon bekommen, was in der Ausbildung alles auf mich zukommen wird."

Wenn Kubach in ein paar Monaten sein Abitur am der technischen Schule in Neckarsulm macht, ist er seinem Traumberuf vielleicht schon wieder ein Stück näher gekommen. Kubach: "Ich habe schon fleißig Bewerbungen geschrieben." Na dann kann doch nichts mehr schief gehen.

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