Experimente sind ihm ein besonderes Anliegen

Alexander Gerst: "Das geht hier für kein Geld der Welt"

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Der Astronaut Alexander Gerst steht vor dem Logo seiner neuen Weltraummission "Horizons". Gerst fliegt 2018 als Kommandant zur Internationalen Raumstation ISS.
  • Julia Thielen
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Bei seiner letzten Pressekonferenz vor dem Start in seine zweite Weltraummission betont "Astro-Alex" eines ganz besonders.

Letztes Training, letzte Vorbereitungen, letzte Ansprache. Alexander Gerst hat noch knapp sieben Wochen, bevor er am 6. Juni mit seinem zweiten Flug ins All die Mission "Horizons" startet. Aufgeregt wirkte der Künzelsauer auf seiner letzten Pressekonferenz wenig, dafür mehr als gespannt. "Mir geht's immer besser, umso näher ich dem Start komme, weil immer weniger dazwischen kommen kann."

Eine Woche ist Astro-Alex nun noch in Köln und erhält die letzten Instruktionen für die fast 300 Experimente, die es auf der ISS gibt. Gerst: "Jetzt wird es konkret, man sieht, wie sehr sich alle schon auf diese Mission freuen." Auch, weil diese für das zukünftige Leben auf der Erde von großer Bedeutung ist. "Wir können im All Dinge ausprobieren, die wir so für kein Geld der Welt auf der Erde testen könnten." Ein konkretes Beispiel: "Schäume. Das ist nicht wie beim Bierschaum, der sich auflöst. Da oben bleiben sie stabil."

Wenn Gerst über seine Aufgabe spricht, wird schnell klar, dass ihn nicht nur das Abenteuer reizt. "Vielleicht können wir mit den Experimenten irgendwann mal denen helfen, die eine richtig schlimme Krankheit haben. Mit den Versuchen oben können wir unseren Körper unten besser verstehen."

Die Mission "Horizons" soll dabei die Forsetzung von Gersts Mission "Blue Dot" bilden. Gerst: "Damals haben wir von außen auf unseren kleinen, blauen, fragilen Planeten zurückgeschaut. Jetzt wollen wir auch über den Horizont hinaussehen." Damit sollen langfristig die Grundsteine für weitere Reisen zum Mond und den ersten Menschen auf dem Mars gelegt werden.

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