Wer hat Angst vorm bösen Clown?

Nachgefragt in der Region: So gruselig ist der "Es"-Kinofilm

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Die Stephen-King-Adaptation bietet viele Schockmomente. Und ist doch viel mehr als bloß ein Horror-Film.

Am Anfang ist die Angst - vor unheilbaren Krankheiten, den gewalttätigen Eltern oder vor fiesen Clowns, die alles andere als komische Spaßmacher sind. Jeder hat seine eigene absolute Albtraum-Vorstellung. Und je mehr man sie unterdrückt und vor ihr flieht, desto realer werden diese Hirngespinste. Wie wäre es also, wenn man den Spieß einfach mutig umdreht - und die Angst plötzlich vor einem selbst Angst hat?

Nachgefragt in der Region: So gruselig ist der "Es"-Kinofilm

Seit gestern läuft die Neuverfilmung von Stephen Kings 1.000-Seiten-Roman "Es" in den Kinos der Region. Sieben Kinder, allesamt Außenseiter, schließen sich darin zum "Klub der Verlierer" zusammen und treffen in der US-Kleinstadt Derry auf das Ur-Böse, das sich jedem in Form seiner größten Angst offenbart.

Am gruseligsten ist das fleischgewordene Grauen allerdings in Gestalt des dämonischen, kinderfressenden Clowns Pennywise. Wenn dieser bleichgesichtige Dämon mit blutroten Lippen und feuerroten Haaren auf der Leinwand auftaucht, ist Gänsehaut garantiert. Kein Wunder, dass "Es" in den USA den mit Abstand besten Horror-Film-Kinostart aller Zeiten hingelegt hat.

Schocker gibt es in den 135 Minuten haufenweise: Mal regt sich das Böse schemenhaft im Dunkeln, dann springt es plötzlich wie aus dem Nichts vor die Kamera. Im vollbesetzten Cineplex-Kinosaal in Neckarsulm zucken gestern die Zuschauer reihenweise zusammen. Und wer sich nach der furchteinflößendsten Badezimmer-Szene seit Alfred Hitchcocks "Psycho" noch bedenkenlos übers heimische Waschbecken beugt, der hat wirklich Nerven aus Stahl.

Schaut ihr euch "Es" im Kino an?

Doch "Es" ist weit mehr als ein spannender Horror-Streifen. Der Fokus im Film liegt vor allem auf dem Zusammenhalt der Freunde, die als Einzelfiguren unter dem Druck strenger Eltern, der Religion, pädophiler Gewalt, Rassismus und Mobbing in der Schule zusammenzubrechen drohen. Das soziale Umfeld in Derry ist wahrhaftiges Grauen, das dem Pennywise-Spuk erst den Nährboden bereitet.

Umso liebevoller sind die Filmszenen gestaltet, in denen sich die Zwölfjährigen in dieser Umgebung einfach nur unbeschwertem Sommerferien-Blödsinn hingeben und dabei doch schrittweise die Kindheit hinter sich lassen. Im "Klub der Verlierer" erwachen Romanzen und wer die Überfürsorge der Eltern als Käfig enttarnt hat, ist dem Erwachsensein schon ein großes Stück näher gekommen. Auch Reifeprozesse können nacktes Grauen sein. Und Horror jeglicher Art  begegnet man am besten gemeinsam, mutig, im Verbund. Schließlich sind Freundschaft und Liebe immer noch die stärksten Mächte. Und die können helfen, das Böse zu überwinden.

Mert Karakaj aus Heilbronn-Kirchhausen hat sich "Es" gleich zur Premiere im Cinemaxx-Kino in Heilbronn angeschaut. "Der Film hat mir super gefallen. Clown Pennywise war mega gruselig." Laut Zoje Hasi aus Ilsfeld hat "Es" in Sachen Horror ins Schwarze getroffen: "Ich habe mich ein paar Mal richtig erschreckt."

Fürs Cineplex-Kino in Neckarsulm hat sich Janis Mößner aus Heilbronn entschieden. Ihm hat vor allem gefallen, "dass immer wieder lustige Sprüche der Figuren die Spannung auflockern". Und Cineplex-Besucher Tobias Scholl aus Neckarsulm ist sich sicher: "'Es' ist nichts für schwache Nerven."

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