Die Verantwortlichen kümmerten sich nicht um sie

Frau in Kessel verbrüht: Polizei sucht zwei Hexen

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Symbolbild.
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Sechs Personen stehen unter dem Verdacht der möglichen schweren Körperverletzung.

Das war alles andere als "nur" ein schlechter Scherz. Nachdem eine junge Frau beim Eppinger Nachtumzug in einen Hexenkessel mit heißem Wasser geraten war, beschäftigt sich die Polizei intensiv mit dem Vorfall. Gesucht werden nun zwei als Hexen verkleidete Personen. Gegen sie werde wegen fahrlässiger Körperverletzung und möglicher unterlassener Hilfeleistung ermittelt, sagte Polizeisprecher Achim Küller.

Die eine Hexe einer Gastzunft soll eine 18 Jahre alte Zuschauerin des Nachtumzugs über einen Hexenkessel mit brühend heißem Wasser gehalten haben. Die andere Hexe habe den Kessel geöffnet. Dabei gerieten die Beine der Frau aus Rheinstetten bei Karlsruhe bis zu den Kniekehlen ins Wasser. Die Hexen hätten sie nach dem Unfall mit schweren Verbrühungen zurückgelassen.  

War das Feuer überhaupt erlaubt?

Die junge Frau musste anschließend in einer Spezialklinik behandelt werden. Laut "Heilbronner Stimme" gehe es der jungen Frau einigermaßen gut. Die Polizei gehe demnach von einem entgleisten Scherz aus.

Der Kessel, der wohl mit heißem Wasser gefüllt war und über offenem Feuer stand, wurde von mehreren Personen auf einem Wagen gezogen. Diese seien nach dem Vorfall weitergegangen, ohne sich um die Verletzte zu kümmern. Derzeit werde noch geklärt, ob ein solches offenes Feuer beim Faschingsumzug überhaupt erlaubt gewesen sei.

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