Eisbären-Spendenaktion für schwerverunglückten Jungen

Die traurige Geschichte der Familie Malicki

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Neuensteiner Familie erlebt den Albtraum aller Eltern. Und die Eisbären Heilbronn zeigen wieder einmal ihr gaaanz großes Herz.

Den Anruf ihres jüngeren Bruders wird Kathrin Malicki aus Neuenstein nie vergessen. Seine Stimme? "Ganz komisch." Und dann sagt er diesen schrecklichen Satz, der der dreifachen Mama noch heute die Luft abschneidet und sie in Tränen ausbrechen lässt: "Noah hat es erwischt!" 

Der heute sechsjährige Noah ist das mittlere Kind von Kathrin und Tom Malicki. Gemeinsam mit seinem älteren Bruder Elia und seinen zwei Onkel besucht er an diesem Samstag im Jahr 2015 eine Rallye-Veranstaltung. Und dabei geschieht das Unfassbare: Ein Fahrer verliert die Kontrolle über sein Fahrzeug und rast in eine Menschengruppe. Noah wird erfasst und schlägt so hart mit dem Kopf auf die Windschutzscheibe auf, dass er schwerste Kopfverletzungen davonträgt.

Spenden Sie?

Kathrin Malicki, zum Zeitpunkt auf dem Rückweg von ihrer Arbeit als Koordinatorin einer Notfallpraxis in Schwäbisch Hall, fährt umgehend zur Unglücksstelle. Als sie ankommt, werden an ihrem Sohn gerade Sofortmaßnahmen im Rettungshubschrauber eingeleitet. Malicki will zu ihm, darf erst nicht, dann doch. Sie setzt durch, mitfliegen zu dürfen, überwindet für ihren kleinen Engel ihre extreme Flugangst. Während des Flugs zur Klinik in Ludwigsburg berührt sie Noah zärtlich - und zuckt zusammen. DENN: "Er ist eiskalt!"

In der Klinik wird Noah sofort notoperiert. Sein stark angeschwollenes Gehirn muss entlastet werden. Deshalb wird ihm die Schädeldecke entfernt. Beidseitige Hirnblutungen, schwerstes Schädel-Hirn-Trauma - Noah kommt auf die Intensivstation. Die Ärzte sagen, dass es nicht gut aussieht. Und Kathrin Malicki kriegt plötzlich eine schreckliche Frage nicht mehr aus ihrem Kopf: "Welchen Sarg wirst du aussuchen?"

Es folgen schlimme Tage zwischen Hoffen und Bangen. Dann die Erlösung: Noah überlebt. ABER: Nichts ist mehr so, wie es einmal war. Denn die Diagnose lautet: Wachkoma mit minimalem Bewusstsein. Kathrin Malicki erzählt: "Er reagiert mittlerweile auf Reize, kann sich auch leicht bewegen, aber nichts gezielt ansteuern." Kleiner Trost: Besserung kann durch Spezialtherapien erzielt werden. Aber die sind zu teuer für die Malickis - zumal der Neubau eines behindertengerechten ebenerdigen Hauses sie an ihre finanziellen Grenzen gebracht hat.

Da kommen die Eisbären Heilbronn ins Spiel. Jahr für Jahr führt der Eishockey-Regionalligist mit dem riesigen Herz eine Spendenaktion durch - unter anderem mit einer gaaanz besonderen Trikotversteigerung. Diesmal am 3. Februar während des Heimspiels gegen Schwenningen. Kerstin Plume, Zweiter Vorstand der Eisbären, erklärt: "Als in unserer Vorstandsgruppe das Gespräch auf die Malickis kam, war uns sofort klar, dass wir im Fall von Noah wirklich helfen können." Damit der lebensfrohe Junge von einst vielleicht irgendwann mal wieder mit seinen Eltern kommunizieren kann...

Spendenkonto für Noah:

BW-Bank Stuttgart

EHC Eisbären Heilbronn e.V.

IBAN: DE10 6005 0101 0002 9892 22

BIC: SOLADEST600

Verwendungszweck: „Spende für Noah“ (bitte unbedingt angeben)

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