Daimler vs. Tesla

Batterie für E-Autos: Daimler greift jetzt Tesla an

Das Logo der Daimler AG ist an der Konzernzentrale zu sehen.
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Daimler möchte sich nicht vor Tesla verstecken.
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Daimler setzt künftig voll auf E-Autos und will Branchen-Primus Tesla angreifen.

Die Automobilindustrie befindet sich weltweit in einem Wandel - weg vom Verbrennungsmotor hin zur Elektromobilität. Die Mobilitätswende stellt dabei die deutschen Autohersteller wie Daimler oder Audi vor große Herausforderungen. Während die Ingolstädter mit dem Projekt Artemis schneller E-Autos entwickeln wollen, will Daimler das Werk am Stammsitz in Untertürkheim zu einer Art E-Campus umbauen.

 „Das Angestammte lässt sich nicht bewahren“, sagte Produktionsvorstand Markus Schäfer gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, um einen Produktionsstandort mitten in einer Großstadt aufrechtzuerhalten. Dazu brauchen wir den Betriebsrat an unserer Seite.“  Doch eben dieser zeigt sich wenig begeistert von Daimlers-Plänen in Untertürkheim.

Daimler/Stuttgart: Tesla legt am „Battery Day" vor

Doch in der Stuttgarter Konzernzentrale von Daimler zeigt man sich davon unbeeindruckt. Immerhin hat man große Ziele. „Wir glauben, dass wir eine hoch wettbewerbsfähige Batterie darstellen können“, erklärte Schäfer. Aus diesem Grund müsse sich Daimler auch nicht „vor dem kalifornischen Wettbewerber“ Tesla verstecken, „sowohl was die Reichweite als auch die Kosten angeht“.

In beiden Punkten hat der US-Konzern Tesla im Rahmen seines „Battery Day“ allerdings vorgelegt und seine neuen Entwicklungen in der Akkutechnologie präsentiert. Neben der Akkugröße hat das Unternehmen laut efahrer.com auch das Innenleben der Batterie revolutioniert, die künftig 16 Prozent mehr Energie speichern kann. Zudem kündigte der Tesla-Gründer Elon Musk ein E-Auto für rund 25.000 Euro an.

Daimler/Stuttgart: Aufholjagd dank weltweitem Netzwerk

„Die Zelle ist der differenzierende Faktor“, erklärt auch der Produktionsvorstand. Allerdings fehlen dem Stuttgarter Autobauer die Erfahrungswerte von Tesla. Denn während Daimler aktuell seine Batterien aus Asien bezieht, baut der US-Konzern diese schon seit einiger Zeit selbst. Einen Schritt, den auch Porsche bald gehen könnte.

Markus Schäfer ist sich allerdings sicher, dass der Autobauer Daimler bei den Fortschritten in der Batterietechnologie in Bezug auf Tesla aufholen werde. Dabei verlässt sich der Stuttgarter Automobilhersteller auf ein jahrelang aufgebautes weltweites Netzwerk von Zell-Entwicklern, Forschern, Start-ups sowie großen und kleinen Batterieherstellern.

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