Ab dem 4. Mai

Nach Corona-Produktionsstopp und Kurzarbeit - so geht es bei Daimler weiter

  • Simon Mones
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Bei Daimler rollen am Montag die Bänder wieder an. Zahlreiche Maßnahmen sollen die Gesundheit der Mitarbeiter in den Werken schützen.

  • Ab dem 4. Mai rollen in den Pkw-Werken von Daimler wieder die Bänder.
  • Auch einige Werke des Stuttgarter Autobauers nehmen den Betrieb wieder auf.
  • Zahlreiche Maßnahmen soll die Gesundheit der Mitarbeiter schützen.

Daimler: Nach Produktionsstopp - so geht es beim Stuttgarter Automobilkonzern weiter

Die Coronakrise hat den Stuttgarter Automobilkonzern Daimler hart getroffen. Wie viele Unternehmen aus der Autoindustrie in Baden-Württemberg musste der Mutterkonzern von Mercedes-Benz seine Werke schließen und zahlreiche Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken.

Hinzu kommt ein dramatischer Umsatzrückgang bei Daimler, der jedoch nicht nur Folge der Coronakrise ist. Doch es gibt auch positive Nachrichten aus der Stuttgarter Konzernzentrale. Denn wie auch Audi hat Daimler am Montag die Produktion in seinen Autowerken in Bremen, Sindelfingen und Rastatt aufgenommen. Auch die Werke in Kölleda und Arnstadt, sowie ausgewählte internationale Werke nehmen Schrittweise ihre Arbeit wieder auf.

Daimler setzt auf Flexibilität der Werke - Schritt in Richtung Normalität

Damit macht Daimler einen weiteren Schritt in Richtung Normalität, denn die Motoren- und Komponenten-Werke in Untertürkheim, Hamburg und Berlin hatten bereits am 20. April damit begonnen ihre Produktion wieder aufzunehmen.

"Ich freue mich gemeinsam mit der gesamten Mannschaft, dass wir unsere Produktion koordiniert undsukzessive wieder hochfahren", erklärt Jörg Burzer, Mitglied des Vorstandes der Mercedes-Benz AG, Produktion und Supply Chain Management. "Flexibilität ist hier das entscheidende Stichwort: Die Flexibilität unserer Werke ist eines unserer strategischen Fokusthemen in der Produktion und hilft uns auch jetzt beim Wiederanlauf."

Stuttgarter Autokonzern Daimler: Kurzarbeit wird verlängert

Dabei soll es laut Burzer Priorität haben, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Dazu hat Daimler zum Schutz der Mitarbeiter Vorkehrungen zum Infektionsschutz getroffen und gemeinsam mit dem Betriebsrat ein umfassendes Maßnahmenpaket vereinbart. Neben Hygiene- und Reinigungsstandards, umfasst dieses auch Reglungen zum Mindestabstand von 1,5 Metern sowie dem Einsatz von Mund-Nasen-Masken in der Produktion.

Schutzmasken in der Produktion sollen die Gesundheit der Mitarbeiter schützen.

Die seit dem 6. April angemeldete Kurzarbeit wird bei Daimler ebenfalls fortgeführt, betrifft aber nicht alle Unternehmensteile. "Von der Kurzarbeit sind sowohl Pkw-, als auch Transporter- und Nutzfahrzeug-Werke des Unternehmens in Deutschland betroffen", erklärt Daimler in einer Pressemitteilung. "Notwendige Grundfunktionen sowie Zukunftsthemen und strategische Projekte sindvon der Kurzarbeit ausgenommen, um nach der Krise wieder voll durchstarten zu können."

Schlimm genug, dass der Autokonzern Daimler in der Krise steckt und die Kurzarbeit verlängert werden muss - wird der Autohersteller auch noch ein Opfer von einem Hackerangriff auf Instagram. Am Dienstagabend, 5. Mai, wird die offizielle Instagram-Seite von Mercedes-Benz gehackt. Der Täter verfälscht und postete mehrere Bilder auf dem Account - unter anderem ein Bild von einem Hakenkreuz. Als Folge der Corona-Krise will Daimler nun auch sein Produktionsnetzwerk optimieren, mit Folgen für ein Werk.

Rubriklistenbild: © Foto: Marijan Murat/dpa

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