Nach Audi auch Daimler mit Kurzarbeit

Daimler reagiert mit Kurzarbeit auf Corona-Krise - aber zahlt mehr Geld als vorgeschrieben

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Audi hat es vorgemacht. Jetzt zieht Daimler nach und schickt seine Produktion in Kurzarbeit.

  • Nach Werksschließungen wegen des Coronavirus  folgt nun die Kurzarbeit bei Daimler.
  • Der Stuttgarter Automobilkonzern folgt damit Audi.
  • 80-90 Prozent des Gehalts werden bezahlt.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kurzarbeit in Daimler-Werken in Deutschland

Die Auswirkungen der Coronakrise werden immer dramatischer. Durch die massive Einschränkung des öffentlichen Lebens durch die Länder - in Baden-Württemberg gilt wie bundesweitein Kontaktverbot - leidet auch die Wirtschaft.

Zahlreiche Geschäfte musste bereits wegen der erlassenen Maßnahmen schließen. Mit Maredo und Vapiano haben zudem zwei Restaurantketten finanzielle Probleme und Insolvenz angemeldet. Aber auch bei den Automobilkonzernen in der Region läuft es derzeit nicht rund.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Daimler stockt Kurzarbeitergeld auf

Sowohl Audi in Neckarsulm, als auch Daimler hatten ihre Produktion vorübergehend runtergefahren und zahlreiche Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt. Doch das reicht offenbar nicht. Bereits in der vergangenen Woche hatte Audi angekündigt, Kurzarbeit zu beantragen, nun zieht auch Daimler nach.

Nach dem Produktionstopp folgt die Kurzarbeit.

Doch Daimler stockt  laut dem SWR das gesetzlich vorgesehenen Kurzarbeitergeldes von normalerweise 60 Prozent des Nettolohns - bei Beschäftigten mit Kindern sind es 67 Prozent - auf80 bis 90 Prozent auf. Von der Kurzarbeit sind rund 100.000 Beschäftigte inweiten Bereichen der Produktion des Stuttgarter Automobilkonzerns in Deutschland.  Neben den Pkw-Werken trifft die Maßnahme auch die Transporter und Nutzfahrzeug-Sparten von Daimler.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kurzarbeit für zwei Wochen

Die Kurzarbeit soll ab dem 6. April zunächst für zwei Wochen gelten, ähnlich wie den derzeitigen Werksschließungen behält sich Daimler auch hier vor diese im Zweifelsfall zu verlängern. Während die meisten Werke in Europa und Teilen Nordamerikas aktuell geschlossen sind, fährt Daimler die Produktion in China derweil wieder hoch. Laut einer Daimler-Sprecherin rechnen die Stuttgarter dort wieder mit einer steigenden Nachfrage.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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