Filter, Schutzflächen und mehr

Daimler arbeitet mit Mega-Technik gegen Corona-Angst in Bussen

Daimler-Konzern mit Mercedes-Stern auf dem Dach.
+
Daimler will die wesentlichen Verfahren der Dieselaffäre in den USA mit Vergleichen beilegen.
  • Anna-Maureen Bremer
    vonAnna-Maureen Bremer
    schließen

Busfahren ist für viele in Zeiten der Corona-Krise beklemmend. Die Angst vor Ansteckung nachvollziehbar. Daimler ist Europas führender Hersteller von Reise- und Linienbussen - und hat Lösungen parat.

  • Wegen des Coronavirus haben viele Menschen Angst davor, Bus zu fahren.
  • Daimler hat nun Lösungen für Busreisende.
  • Der Hersteller will das Reisen mit dem Bus sicherer machen.

Daimler: Lösungen damit Reisende trotz Coronavirus keine Angst vorm Busfahren haben müssen

Angst davor, Menschen zu nah an sich dran zu haben, war wohl noch nie so gesellschaftsfähig wie aktuell. Verständlicherweise. Das merken natürlich auch Busunternehmen und Hersteller. Denn: Wer aktuell mit dem Bus reist, den beschleicht unweigerlich ein ungutes Gefühl. Till Oberwörder ist Chef von Daimler Busses und kann es nachvollziehen, dass es aktuell nicht zu den schönen Gefühlen gehört, mit fremden Menschen auf engem Raum „eingeschlossen" zu sein.

Coronavirus: Daimler reagiert auf Angst beim Busfahren

Daimler reagiert auf Corona-Angst beim Busfahren und kündigt technische Neuerungen an, das berichtet das Handelsblatt. Im Bericht heißt es „So setzt Europas führender Hersteller von Reise- und Linienbussen seit einigen Wochen in den Klimaanlagen seiner Serienfahrzeuge Hochleistungspartikelfilter ein.“

Oberwörder erklärt, dass die Filter über eine antivirale Funktionsschicht verfügen, welche sogar die feinsten Aerosole, die Viren übertragen, filtern. Der 49-Jährige erkläre, dass Daimler Busreisen somit sicherer machen könne. Sensorgesteuerte Spendern für Desinfektionsmittel und Schutzscheiben für die Fahrer gehören ebenfalls zur neuen Ausstattung.

Daimler steckt in der Krise: Kann die Bus-Sparte die Angst vorm Coronavirus besiegen?

Außerdem werde aktuell geprüft, ob die Bus-Oberflächen mit einer antiviralen Beschichtung versehen werden können. Das Ziel nebem dem Wohlbefinden der Fahrgäste ist klar: Daimler aus der aktuellen Krise bringen. 18.000 Mitarbeiter hat die Bus-Sparte von Daimler. Vom großen Kuchen macht die Truppe „nur“ einen Jahresumsatz von rund 4,7 Milliarden. Und trotzdem ist die Abteilung aktuell das Sorgenkind: Im zweiten Quartal sackte der Absatz hier um 63 Prozent ab. Das Handelsblatt zieht den Vergleich: „Insgesamt verkaufte Daimler in diesem Zeitraum um gut ein Drittel weniger Autos, Lastwagen, Kleintransporter und Busse.“

Coronavirus: Viele Daimler-Abnehmer werden die Krise nicht überstehen - Existenzdrama

Der Nahverkehr sei nicht annähernd so stark betroffen, wie der Reiseverkehr. Das Übelste daran: Nach dem katastrophalen Einbruch im zweiten Quartal kann Daimler kaum Besserung verzeichnen. Dabei liegt das Problem bei weitem nicht nur in Deutschland: Brasilien, Argentinien, Mexiko oder Indien machen Daimler Busses schwer zu schaffen, denn von dort kommt durch die Ausbreitung des Coronavirus kaum noch Umsatz.

Das Handelsblatt geht davon aus, dass viele Unternehmen, die ihre Busse normalerweise von Daimler beziehen, die Krise nicht überstehen und somit für den Konzern komplett wegbrechen werden. Noch immer steht die Frage beim Daimler-Konzern im Raum, ob auch deutsche Werke schließen werden? Immerhin scheint es bei Daimler AG wieder bergauf zu gehen. Zuerst wird eine neue Fabrik eröffnet, dann wird die neue S-Klasse vorgestellt. Trotzdem spricht Ola Källenius über eine andere Produktionsstätte

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema