Kooperation von Daimler, Bosch und Apcoa

So sieht das Parken der Zukunft am Flughafen Stuttgart aus - wichtige Testphase startet

Eine Mercedes-Benz S-Klasse im Abgabebereich für das Automated Valet Parking.
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Am Flughafen Stuttgart parken die Autos künftig selbstständig ein.
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Die Parkplatzsuche am Flughafen Stuttgart ist lästig. Doch ein System, das Daimler und Bosch in einem Parkhaus testen, könnte das ändern.

Endlich Urlaub! Mit dem Flieger geht es in den Süden, einem entspannten Urlaub steht also nichts mehr im Wege. Wäre da nicht die Parkplatzsuche am Flughafen. Die kann mit unter sehr stressig und frustrierend sein. Außerdem kosten die Parkplätze am Flughafen oft mehr als in der Umgebung - wer das umgehen willen, ist auf den Shuttlebus des Betreibers angewiesen.

In Zukunft könnte die Suche nach einem Stellplatz am Flughafen Stuttgart jedoch um einiges komfortabler und stressfreier werden. Wie bereits im Mercedes-Benz-Museum testen dort Daimler und Bosch zusammen mit dem Parkraumbetreiber Apcoa das Automated Valet Parking (AVP) im Parkhaus P6.

Daimler/Bosch: Testphase am Flughafen Stuttgart mit neuer Technik

Künftig sollen Fluggäste ihr Auto nur noch im Abgabebereich abstellen und dann entspannt zum Gate gehen können. Den Parkvorgang übernimmt das Auto dann selbstständig. Es genügt ein Knopfdruck in einer App. Das gilt auch für die Ausfahrt aus dem Parkhaus. Zunächst wird das weiterentwickelte System in einer Testphase erprobt.

Anders als im Mercedes-Benz-Museum ist am Flughafen Stuttgart auch die Einfahrt und Reservierung von Parkplätzen mit in den Prozess integriert. „Darüber ist im Parkhaus eine andere Sensorik verbaut: Es kommen hier im Flughafen Parkhaus nun unter der Decke angebrachte Stereo Kameras zum Einsatz und nicht wie im Museumsparkhaus LIDAR-Sensoren am Boden“, erklärte der Daimler-Sprecher Bernhard Wardin auf Anfrage von echo24.de.

Daimler/Bosch: Testphase am Flughafen Stuttgart mit Sicherheitsfahrer

„Unsere intelligente Parkhaus-Infrastruktur ist die Basis für das fahrerlose Parken der Zukunft“, erklärt Christoph Hartung, Mitglied des Bereichsvorstandes von Connected Mobility Solutions bei Bosch. Doch bevor es so weit ist, wird das System erst mal mit der neuen S-Klasse von Daimler und einem Sicherheitsfahrer im Parkhaus P6 am Flughafen Stuttgart erprobt, um den Serienbetrieb des AVP vorzubereiten.

„Gemeinsam mit den Behörden arbeiten Bosch und Mercedes-Benz an einer Lösung zur Genehmigung eines solchen fahrerlosen AVP-Betriebes mit Kundenfahrzeugen“, erklärt Annette Fischer von Bosch auf Anfrage von echo24.de. Doch welche Voraussetzungen müssen die Autos dazu erfüllen.

Daimler/Bosch: Weitere Parkhäuser sollen folgen

„Im Fahrzeug benötigen wir ein Kommunikationsmodul, elektrische Lenkung, Automatikgetriebe, AVP Steuergerät, redundantes Bremssystem und Keyless Go“, erklärt Daimler-Sprecher Wardin. Zunächst kommen am Flughafen Stuttgart aber erst einmal nur Fahrer der neuen S-Klasse in den Genuss des AVP, da diese als bislang einziges Serienfahrzeug über die nötige technische Ausstattung verfügt.

Mit dem Automated Valet Parking gehört das Rangieren in engen Parkhäusern der Vergangenheit an.

Nach dem Testbetrieb im Parkhaus P6 - das unter anderem wegen seiner Nähe zum Terminal des Flughafen Stuttgart ausgewählt wurde - soll der AVP künftig auch in weiteren Parkhäusern angeboten werden. Zudem wird das System derzeit von Bosch und Ford in den USA erprobt.

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