Parken im Parkhaus mit Daimler und Bosch

Nie mehr suchen: Ist dieses System die Zukunft für Parkhäuser?

  • Simon Mones
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Die Parkplatzsuche im Parkhaus ist lästig. Doch ein System von Daimler und Bosch könnte diese beenden.

  • Parken im Parkhaus ist lästig.
  • Ein System von Daimler und Bosch könnte die Parkplatzsuche erleichtern.
  • In Stuttgart befindet sich die Innovation schon im Einsatz.

Daimler/Bosch: Nie mehr suchen - Ist dieses System die Zukunft für Parkhäuser?

Als in den 80er Jahren David Hasselhoff als Michael Knight in der Fernsehserie "Knight Rider" für Recht und Ordnung sorgte, waren viele der Fähigkeiten seines Autos K.I.T.T. noch Zukunftsmusik. Doch gut 40 Jahre später kommunizieren wir dank Sprachassistenten mit unseren Smartphones. Auch das autonome Fahren ist bereits in der Entwicklung weit fortgeschritten.

Immer wieder werden neue Systeme und Assistenten entwickelt, die uns in Zukunft das Leben noch einfacher machen sollen. Das "Automated Valet Parking"(AVP) soll dem Fahrer beispielsweise die Parkplatzsuche und das Einparken im Parkhaus abnehmen.

Daimler/Bosch: Innovatives System für Parkhäuser

Bei dem System, das Bosch in Zusammenarbeit mit Daimler entwickelt hat, steigen die Insassen im Eingangsbereich des Parkhauses aus. Den Rest übernehmen Kamerasensoren in der Decke des Parkhauses. Diese erkennen Parkplätze und überwachen den Fahrkorridor sowie dessen Umfeld und lotsen die Autos so zu einem freien Parkplatz.

Die Route der Autos zu den Stellplätzen wird dabei von einem Zentralcomputer gesteuert. Ein weiterer Pluspunkt: Die Kameras können parallel zur Videoüberwachung betrieben werden - somit hält sich der Mehraufwand für die Parkhausbetreiber in Grenzen.

Daimler/Bosch: Assistent funktioniert mit modernen Autos

Und viele moderne Autos können das System schon benutzen, denn es wird weitestgehend auf bereits verfügbare Serienkomponenten zurückgegriffen. "Dabei sind Automatikgetriebe, ESP (Bremse), elektrische Feststellbremse, elektrische Lenkunterstützung, die Kommunikationseinheit sowie der Remote Start/Stopp die wesentlichen Elemente", erklärt Anette Fischer von Bosch auf Anfrage von echo24.de.

Ein Klick auf dem Smartphone reicht und das Auto parkt von alleine ein.

Zusatzsensoren wie sie beim autonomen Fahren benötigt werden, sind somit beim AVP nicht nötig. Zudem ist die Gemeinschaftsentwicklung von Daimler und Bosch - die beide mit derKrise in der Automobilindustrie zu kämpfen haben - weltweit dieerste vollautomatische, fahrerlose Parkfunktion nach Level 4 für autonomes Fahrer. Das System arbeitet völlig autonom und braucht auch keinen Fahrer mehr, der im Notfall eingreift.

Daimler/Bosch: Test im Mercedes-Benz-Museum-Parkhaus

Obwohl das System ähnlich futuristisch wie Michael Knights sprechendes Auto klingt, ist das AVP bereits im Einsatz. Dank einer Ausnahmegenehmigung für den unüberwachten Betrieb wird das System derzeit im Parkhaus des Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart erprobt. 

Dabei werden neben vollautomatisierten Fahrzeugen auch Autos von Besuchern mit dem Parkassistenten eingeparkt. "Damit haben wir die Chance, weitere wertvolle Erfahrungen mit dem System zu sammeln und Kunden an die Technologie heranzuführen", sagt Fischer.  

Daimler/Bosch: System soll weltweit in Parkhäusern eingesetzt werden

Doch wie sicher ist das AVP eigentlich? "Der Mischbetrieb von automatisiert fahrenden Fahrzeugen aus unserer Erprobung und manuell betriebenen Fahrzeugen von Museumsgästen erwies sich als sicher und stabil", erklärt Daimler-Pressesprecher Bernhard Wardin gegenüber echo24.de. Bei den automatisierten Fahrzeugen arbeitet Daimler künftig mit Nvidia zusammen.

In Zukunft soll das System in Parkhäusern weltweit verfügbar sein. Zudem befindet sich Bosch auch in Gesprächen mit weiteren Herstellern, doch erstmal soll das AVP weiter erprobt und verbessert werden. Dazu arbeitet Bosch neben Daimler künftig auch mit Ford und Bedrock zusammen. Lästiges Einparken wird aber irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft der Vergangenheit angehören.

Rubriklistenbild: © Daimler AG

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