App vor Verkauf

Weniger Service: Trennen sich Daimler und BMW von diesem Angebot?

Die Logos der fünf Mobilitätsdienste von Daimler und BMW.
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Park Now ist einer von fünf Mobilitätsdiensten von Daimler und BMW.
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Im vergangenen Jahr schlossen sich Daimler und BMW mit ihren Mobilitätsdiensten zusammen. Einem droht jetzt der Verkauf.

Ein Leben ohne Smartphone ist heute kaum noch vorstellbar. Inzwischen gibt es für nahezu jede Alltagssituation eine passende App. Egal, ob man im Supermarkt bezahlen will oder abends mit dem Taxi nach Hause fahren möchte. Tech-Unternehmen wie das Mobilitätsunternehmen Uber sind heute teilweise mehrere Milliarden wert.

Entsprechend sind auch Automobilkonzerne wie Daimler in das App-Geschäft eingestiegen. 2014 investierte das Traditionsunternehmen aus Stuttgart in das Hamburger Start-up MyTaxi, das heute auf den Namen Free Now hört. Seither sind zahlreiche Unternehmen aus dem Mobilitätssektor hinzugekommen.

Daimler/BMW: Automobilkonzerne machen bei Mobilitätsdiensten gemeinsame Sache

Im vergangenen Jahr gründete Daimler gemeinsam mit BMW das Unternehmen Your Now, in dem die beiden Automobilkonzerne ihre Mobilitätsdienste zusammengelegt haben. Inzwischen scheint jedoch bei beiden Unternehmen Ernüchterung eingekehrt zu sein.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, prüfen Daimler und BMW den Verkauf ihres gemeinsamen Park-App-Geschäfts Park Now. Die App ermöglicht es Autofahrern, für das Parken am Straßenrand oder im Parkhaus bequeme über das Smartphone zu bezahlen.

Daimler/BMW: Auch FreeNow vor Verkauf?

Künftig soll der Fokus wieder mehr auf dem Kerngeschäft Automobilproduktion liegen. Das hatte zuletzt auch der Daimler-Betriebsrat Michael Brecht gefordert. Die Park-App soll demnach mehrere Hundert Millionen Euro einbringen. Auf Anfrage von Bloomberg wollten sich weder Daimler, BMW noch die möglicherweise beteiligte Bank Rothschild zu den Gerüchten äußern.

Neben Park Now könnte auch die gemeinsame Fahrdienst-App Free Now demnächst den Besitzer wechseln. Hier soll es mit einem US-Konkurrenten bereits einen ersten Interessenten geben. Allerdings ruft Daimler für seinen Anteil an Free Now derzeit einen Betrag von 618 Millionen Euro auf.

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