CureVac will Corona-Studie starten 

Corona-Impfstoff von CureVac: So geht's Freiwilliger nach erster Dosis

  • Violetta Sadri
    vonVioletta Sadri
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  • Melissa Sperber
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  • Jason Blaschke
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Wenn es um einen Impfstoff gegen das Coronavirus geht, ist das Tübinger Unternehmen CureVac ganz vorne mit dabei. Nun wurde die erste Freiwillige geimpft.

  • Die Tübinger Biotechfirma CureVac forscht an einem Impfstoff gegen das Coronavirus.
  • CureVac startet eine Studie am Menschen.
  • Der Ansatz der Tübinger Forscher heißt Messenger-RNA* und gilt weltweit als ein Hoffnungsträger. 

Corona-Impfstoff von CureVac: So geht's Freiwilliger nach erster Dosis

Update vom 22. Juni: Es ist so weit: Der Corona-Impfstoff von CureVac, einer Biotechfirma in Tübingen, wird an Menschen getestet - und scheint "bislang gut verträglich" zu sein, wie die dpa berichtet. Die erste Freiwillige, die den Impfstoff erhalten hat, konnte bereits wieder nach Hause entlassen werden.

Studienleiter Peter Kremsner vom Institut für Tropenmedizin erklärte am Montag: "Es sieht sehr, sehr gut aus, was die Verträglichkeit und Sicherheit des Impfstoffs angeht." Die nächsten drei Teilnehmer sollten im Verlauf des Tages geimpft werden.

Fakten zu CureVac:

Branche

Biopharmazie und Biotechnologie 

Spezialgebiet

Entwicklung von Arzneimittel, Messenger-RNA

Mehrheitseigner 

Dietmar Hopp

Firmensitz

Tübingen, Deutschland

Am Freitag war die 29-jährige Freiwillige geimpft worden - danach wurde sie 24 Stunden stationär überwacht. Nun telefoniert sie täglich mit den Ärzten im Tropeninstitut und kommt zu regelmäßigen Kontrollvisiten. Wenn die erste Impfung gut vertragen wird, folgt einen Monat später eine zweite mit höherer Dosis.

CureVac Tübingen: Kommt bald ein Corona-Impfstoff? Studie am Menschen genehmigt

Update vom 17. Juni, 15 Uhr: Die Tübinger Biotechfirma CureVac forscht derzeit an einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus. Die Firma plante noch im Juni mit dem Testen an Menschen zu beginnen. Hierfür benötigte der Konzern jedoch zuerst eine Genehmigung vom Paul-Ehrlich-Institut, die er heute erhielt. Die Zulassung und die nötigen Voruntersuchungen waren erfolgreich verlaufen, berichtet swr.de.

Getestet werden, soll an gesunden Freiwilligen. Mit der Studie hofft das Unternehmen auf Erkenntnisse zur Sicherheit und Wirksamkeit des Wirkstoffs. 168 gesunde Erwachsene sollen daran teilnehmen - 144 will CureVac impfen. Ein Teil bekommt ein Placebo-Mittel, ein Medikament ohne Wirkstoff. Testzentren gibt es in Tübingen, Hannover, München und Gent (Belgien). Dem Unternehmen zufolge könnten dann erste Testergebnisse im August oder September vorliegen. 

Die Tübinger Biotechfirma CureVac will bald eine Impfstoff-Studie zum Coronavirus am Menschen starten. 

Impfstoff gegen Covid-19: CureVac startet Studie am Menschen

Die geimpften Teilnehmer sollen dann ein Jahr überwacht werden. Sollte die erste Testphase gut verlaufen, könnte im Herbst schon die nächste Größere folgen. Sollte CureVac mit dem Coronavirus-Impfstoff erfolgreich sein, wäre es möglich mehrere hundert Millionen Dosen an RNA-Material im Jahr zu produzieren. Eine Produktionsanlage befindet sich schon im Aufbau. Den Zulassungsantrag könnte das Unternehmen vielleicht Anfang nächsten Jahres stellen - insofern der Impfstoff erfolgreich ist. Mitte 2021 könnte dieser dann auf den Markt kommen. 

Zuvor hatte das Mainzer Unternehmen Biontech erstmals die Zulassung vom Paul-Ehrlich-Institut für eine klinische Studie zu einem möglichen Corona-Impfstoff bekommen. Jetzt darf CureVac als zweites Unternehmen in Deutschland mit einer klinischen Studie zum Corona-Impfstoff beginnen.

Coronavirus: Tübinger Impfstoffhersteller CureVac plant Corona-Studie am Menschen

Erstmeldung vom 17. Juni, 8.30 Uhr: Weltweit läuft die Forschung nach einem Impfstoff für das Coronavirus auf Hochtouren. Die Tübinger Biotechfirma CureVac ist zusammen mit anderen Pharmakonzernen auf der Überholspur. Der Ansatz aus Tübingen heißt Messenger-RNA* und ist einer der große Hoffnungsträger unter Impfstoff-Forschern weltweit. In Tübingen legt CureVac jetzt einen neuen Meilenstein.

Denn laut ARD-Informationen plant CureVac eine klinische Impfstoff-Studie zum Coronavirus am Menschen. Aktuell wartet das Unternehmen noch auf die dafür notwendige Genehmigung des zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts in Langen. Voraussetzung für eine solche Genehmigung ist, dass bisher durchgeführte Labor- und Tierversuche vielversprechend sind. Erst dann darf eine klinische Studie am Menschen starten.

CureVac-Coronavirus-Studie: Noch fehlt die Genehmigung der zuständigen Behörde

Neben der ARD berichtet auch die Nachrichtenagentur Reuters über eine mögliche Impfstoff-Studie zum Coronavirus am Menschen. Die Agentur beruft sich dabei auf Insider-Informationen. Vonseiten des Paul-Erich-Instituts liegen noch keine offiziellen Informationen zur CureVac-Studie vor. Für heute ist aber ein virtuelles Pressebriefing geplant. Das berichtet der SWR zu CureVac und der möglichen Impfstoff-Studie am Menschen.

Bereits Ende April hatte das Paul-Ehrlich-Institut ein Impfstoffprogramm von CureVac genehmigt. Auch in diesem Fall ging es um eine klinische Impfstoff-Studie zum Coronavirus in Deutschland. Schon damals kündige CureVac an, im Juni erste klinische Studien am Menschen starten zu wollen. Infrage kommen hier Probanden (Tester), die gesund sind und sich für die Impfstoff-Studie freiwillig melden.

CureVac forscht am Coronavirus und wird von der Bundesregierung unterstützt

Die Bundesregierung beteiligt sich am Tübinger Unternehmen. Hintergrund dafür dürften auch das Interesse der US-Regierung am Konzern sein.

Bereits Anfang der Woche sorgte das Tübinger Unternehmen für Schlagzeilen. Grund: Die Bundesregierung unterstützt CureVac mit 300 Millionen Euro. Ermöglicht wird das durch einen Einstieg der bundeseigenen Förderbank KfW, die sich mit rund 23 Prozent der CureVac-Anteile am Tübinger Unternehmen beteiligt. Grund dafür dürfte auch das große Interesse von US-Präsident Donald Trump am Unternehmen sein.

Weltweit suchen Forscher nach einem Impfstoff, um der Coronavirus-Pandemie Einhalt zu gebieten. Eine ganze Reihe von Impfstoff-Projekten wird bereits am Menschen getestet. Der Durchbruch gelang bisher keinem. Auch nicht dem US-Konzern Moderna, der ebenfalls auf Grundlage der Messenger-RNA an einem Impfstoff forscht. Das Ziel: Möglichst schnell einen Impfstoff auf den Markt bringen.

Kampf gegen das Coronavirus: Impfstoff und Medikament im Visier der Forscher

Neben einem geeigneten Impfstoff suchen Forschen zudem händeringend nach wirksamen Medikamenten gegen das Coronavirus und damit gegen die teils verheerenden Krankheitsverläufe. Auch die Antikörper-Therapie ist in der Coronavirus-Zeit ein Ansatz, von dem sich die Forscher viel erhoffen. Fakt ist aber: Trotz vieler Ideen und Tests gibt es aktuell weder Impfstoff noch ein wirksames Medikament.

*Das Prinzip der Messenger-RNA: Der menschliche Körper soll über bestimmte Botenstoffe lernen, sich selbst gegen einen Erreger (zum Beispiel Covid-19) zu impfen. Solche Botenstoffe könnten dem Menschen per Impfung zugeführt werden. Forscher erhoffen sich, mit dieser neuen Methode schnell einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu entwickeln. 

Rubriklistenbild: © Sakchai Lalit/AP/dpa

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