Bei Coverrock-Auftritten von Crazy Zoo herrscht seit 20 Jahren alles - nur nicht tote Hose

Tierische Live-Power

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Rocken seit zwanzig Jahren durch das Unterland: Crazy Zoo.
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Die sieben Musiker schauen dem Volk aufs Maul. Das Ergebnis: Unvergessliche Partys bis zum Morgengrauen - frei nach dem Motto: Voll auf die Zwölf.

Sie feuern die Hits von Linkin Park, Robbie Williams und Liquido ins Publikum. Und 10.000 Musikfans springen, singen mit, drehen vor Freude völlig durch. "Wir haben an fast alle unsere Konzerte gute Erinnerungen. Aber die Auftritte auf dem Haigern-Live-Festival waren die größten und einprägsamsten", sagt Uwe Engisch. Der Gitarrist ist eines der letzten beiden Gründungsmitglieder von Crazy Zoo. Und bis zu den Auftritten auf dem Haigern ist jede Menge passiert: Zehntausende gefahrene Kilometer, fast genauso viele Proben und zerschlissene Gitarrensaiten und rund 600 Auftritte. Vom Springen entzündete Sehnen, Unterwäsche auf der Bühne, Beruhigungsrituale vor dem Konzert und Ansagen wie "hallo, Köln" - in Düsseldorf. Mittlerweile hat fast jeder Party- und Musikfan aus dem echo-Land die sechs Jungs und das Mädel schon live erlebt.

Und eines ist seit 20 Jahren zentral: der Spaß. Auf wie vor der Bühne, bei den Proben und auf dem Weg zum Gig. Engisch erinnert sich: "Am Anfang sind wir mit eigenen Songs aufgetreten. Das Interesse dafür war aber gering. Die Leute wollen ihre Feiermusik hören. Und das setzt eine unfassbare Energie frei, die auch uns regelmäßig umhaut." Der Bandname kommt aber nicht von der tierischen Live-Power, wie man vermuten könnte, sondern durch Zufall. Gründungsmitglied Mike Stenger, Basser und Sänger erzählt: "Wir saßen zusammen in der Wohnung einer Bekannten und haben einen Bandnamen gesucht. Da hing ein Kalender voller verrückter Tiere an der Wand, der Crazy Zoo hieß. Da machte es klick." 

Wenn das Publikum lacht und zufrieden ist dann merkt die in Bad Friedrichshall probende Truppe, dass sich der ganze Aufwand gelohnt hat. Sänger Marcel Reinhardt: "Es ist toll, dass unsere Familien so mitziehen. Schließlich müssen sie oft wegen der Musik auf uns verzichten." Die vier Stunden auf der Bühne sind ja noch lange nicht alles. "Mit Fahrt, Auf- und Abbau sind da schon mal zwölf Stunden zusammen."

Gespielt wird dabei was gefällt. "Die Leute zahlen Eintritt und haben Anspruch auf Unterhaltung", sagt Engisch. "Es gibt Nummern, die wir toll finden, die aber live nicht funktionieren. Die werfen wir dann wieder aus dem Set." Um die 60 Nummern haben Crazy Zoo parat. Von Neuer Deutscher Welle über Nu Metal bis hin zu den ewigen Klassikern wie Die Toten Hosen und Die Ärzte. Reinhardt: "Wir haben auch für uns untypische Songs von Avicii und David Guetta im Programm. Aber die spielen wir dann schon nach unserer Art. Und am Ende ist alles Rock."

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