Einsatzkräfte suchen Bereich ab

Zugführer spürt Schlag und findet Blutspuren am Fahrzeug - lange Verzögerungen im Bahnverkehr

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Der Zugführer informierte die Polizei. 
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Ein Zugführer bemerkte während der Fahrt einen Schlag und fand Blutspuren. 

Am Dienstagmorgen kam es zu erheblichen Verzögerungen im Bahnverkehr bei Crailsheim. Grund dafür war ein Zusammenstoß mit einem zunächst unbekannten Objekt. Der Fahrer eines Regionalzugs spürte auf der Strecke einen Schlag und entdeckte anschließend Blutspuren an der Zugfront. Mit der Annahme, dass ein Mensch vom Zug erfasst worden sein könnte, suchten daraufhin mehrere Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, der Feuerwehr und der Polizei unter anderem mit einem Hubschrauber die Gegend ab. 

Crailsheim: Blutspuren am Zug nicht von einem Menschen

Dem war zum Glück nicht so. Dennoch machten die Einsatzkräfte einen traurigen Fund: Bei der Suche nach einer verletzten Person entdeckten sie gleich mehrere tote Wildschweine an der Bahnstrecke, berichtete der SWR. Ein Sprecher der Polizei sagte, dass vermutlich sechs oder sieben Wildschweine bei dem Zusammenstoß mit dem Zug tödlich verletzt wurden.

Die Gleise am betroffenen Abschnitt zwischen Crailsheim und Sulzfeld waren am Dienstagmorgen vorübergehend gesperrt. Immer wieder komme es zu Wildunfällen mit Zügen im ländlichen Bereich, sagte der Sprecher. Dass eine ganze Gruppe von Tieren auf einmal erfasst werde, sei aber ungewöhnlich. Ein Förster nahm die toten Tiere mit.

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Im August hatte ein Mann einen Kontrolleur verfolgt, nachdem er ohne gültigen Fahrschein angetroffen wurde. Im weiteren Verlauf musste eine Stadtbahn eine Schnellbremsung durchführen.

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