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Verwirrung in der Corona-Zeit: Was ist eine Großveranstaltung? Was ist erlaubt?

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Wegen der Coronavirus-Pandemie sind Veranstaltungen in Baden-Württemberg untersagt. Welche Veranstaltungen sind als erstes wieder möglich?

  •  Die Kontaktbeschränkungen in Baden-Württemberg machen Veranstaltungen jeglicher Größenordnung unmöglich.
  • Was gilt aber eigentlich als Großveranstaltung, was nicht?
  • Bei den Kontaktbeschränkungen sind erste Lockerungen denkbar, wenn die Coronavirus-Infektionen kontinuierlich zurückgehen. 

Coronavirus Baden-Württemberg: Keine Veranstaltungen unter Covid-19 - das steckt dahinter

Für viele ist das Coronavirus in Baden-Württemberg ein Desaster. Erst schließen alle Schulen und Kindergärten, danach ein Großteil der Geschäfte und schließlich sind auch noch alle Großveranstaltungen landesweit abgesagt - zumindest bis zum 31. August. Grund dafür ist die bundesweite Kontaktsperre, die auch in Baden-Württemberg das öffentliche Leben stark einschränkt. Neben vielen Besuchern leiden vor allem auch Veranstalter, denen von heute auf morgen die Einnahmen wegbrechen.

Zwar gibt es für alle Kleinunternehmer und Solo-Selbstständige eine Soforthilfe in Baden-Württemberg, die ist aber nur eine Einmalzahlung. Zu wenig also, um die fehlenden Einnahmen aus Frühjahr und Sommer zu kompensieren. Das andere große Problem unter Veranstaltern ist die allgegenwärtige Unsicherheit in der Coronavirus-Pandemie

Coronavirus/Baden-Württemberg: Veranstaltungen ab September wieder möglich?

Aktuell dient der 31. August den Veranstaltern als Orientierung. Allerdings bleibt es fraglich, ob Veranstaltungen in Baden-Württemberg ab Anfang September wieder regulär stattfinden oder nachgeholt werden können. Der Cannstatter Wasen in Stuttgart steht nach der Oktoberfest-Absage in München jedenfalls auf der Kippe.

Sehnsüchtig erwarten Festival-Fans die Lockerungen im Veranstaltungsverbot. Bislang ist wenig darüber bekannt.

Grund: Es gibt bisher keinen Impfstoff und kein Medikament gegen das Coronavirus. Auch Forschung sowie Studien stehen erst am Anfang. Und solange es kein wirkungsvolles Mittel gegen Covid-19 gibt, bleibt auch kein Veranstaltungstermin in Stein gemeißelt.

Coronavirus Baden-Württemberg: Was ist eine Großveranstaltung?

Aber was ist eigentlich eine Großveranstaltung? Und noch viel wichtiger: Nach welchen Kriterien wird sowas festgelegt. Das weiß bisher keiner so genau. Auch die baden-württembergische Landesregierung ist sich an dieser Stelle nicht ganz sicher. Denn in der Corona-Verordnung heißt es: "Hier gibt es noch keine präzise Festlegung". Allerdings ist sicher, dass alle Veranstaltungen in Baden-Württemberg mit mehr als 1.000 Personen unter diesen Begriff fallen.

Baden-Württemberg: Großveranstaltungen sind verboten - und kleine Veranstaltungen?

Grundsätzlich gilt: Veranstaltungsverbot bis 31. August - darauf haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder vergangene Woche in einer Videokonferenz geeinigt. Allerdings ist Infektionsschutz Ländersache. Heißt: Jedes Bundesland entscheidet individuell, an welcher Stelle Maßnahmen gelockert oder verschärft werden. Sind also Kleinveranstaltungen - mit unter 1.000 Personen - in Baden-Württemberg denkbar?

Denkbar, aber eher unwahrscheinlich. Grund: Das Coronavirus bedingten Kontaktbeschränkungen verbieten Menschenansammlungen im öffentlichen Raum. Mit maximal einer weiteren Person darf jeder Baden-Württemberger unterwegs sein. Ausgenommen sind auch hier Familie und Angehörige des eigenen Hausstandes. Also egal ob Großveranstaltung oder Treffen im kleinen Kreis - Veranstaltungen jeglicher Größenordnung bleiben in Baden-Württemberg vorerst tabu.

Coronavirus Baden-Württemberg: Veranstaltungsverbot - einen Hoffnungsschimmer gibt es

Einen Lichtblick gibt es aber: Laut baden-württembergischem Sozialministerium wird die Coronavirus-Situation in Deutschland alle 14 Tage von Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten neu bewerten.

Gibt es also weiterhin positive Fallzahlen, könnten auch die baden-württembergische Coronavirus-Verordnung langsam gelockert werden. Laut Sozialministerium finden die nächste Videokonferenz mit der Bundeskanzlerin am 30. April statt. Heißt: abwarten und Kontaktbeschränkungen einhalten. 

Denn nur wenn die Coronavirus-Infektionen kontinuierlich sinken, besteht auch für Veranstaltungen in Baden-Württemberg wieder Hoffnung. Jeder Einzelne kann also dazu beitragen, dass bald wieder gefeiert werden kann. Im kleinen Keis und irgendwann auch wieder auf den großen Festivals.

Rubriklistenbild: © Pixabay

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