Von wegen billig!

Trigema-Maske: So teuer ist DIESER Corona-Schutz

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Wegen des Coronavirus hat Trigema seine Produktion auf die Herstellung Masken umgestellt - und die haben ihren Preis.

  • Die Nachfrage nach Schutzmasken gegen das Coronavirus ist hoch.
  • Der Textilkonzern Trigema hat deshalb seine Produktion umgestellt.
  • Trigema-Chef Wolfgang Grupp rechtfertigt den hohen Preis für eine Maske.

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Baden-Württemberg steigt weiter an. Am Mittwoch, 15. April, wurden dem Landesgesundheitsamt weitere 761 Infektionen mit Covid-19 bestätigt. Die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg ist damit auf mindestens 26.050 angestiegen. Positiv: 12.834 Menschen davon sind bereits wieder von ihrer Erkrankung genesen.

Die Nachfrage nach Schutzkleidung wie Masken und Mundschutz ist weiterhin enorm. Der Textilkonzern Trigema mit Sitz in Burladingen in Baden-Württemberg hat deshalb seine Produktion umgestellt. Im Interview mit HNA sagte Trigema-Chef Wolfgang Grupp dazu: "Kliniken und Pflegeheime haben mich angerufen und erklärt, dass sie dringend Masken für Nase und Mund benötigen." Zu diesem Zeitpunkt habe er aber noch nicht gewusst, dass er 14 Tage später seine Testgeschäfte schließen müsse und sich mit der Maskenproduktion auch selbst helfe.

Coronavirus-Schutz: Trigema produziert 125.000 Masken pro Woche

Seitdem produziert Trigema in der Woche etwa 125.000 Masken, die allerdings nicht als Mundschutz bezeichnet werden dürfen. Grund: Sie sind nicht medizinisch zertifiziert. Wolfgang Grupp: "Wir produzieren keine FFP1-, FFP2-, oder FFP3-Masken." Derartige Masken kann man zum Beispiel auch relativ einfach selbst nähen. Auf die Frage, ob die Maskenproduktion die Verluste auffangen könne, erklärte der 78-Jährige: "Die Maske ist kein Luxusgeschäft."

Die neuen Trigema-Produkte, die seit Mitte März gefertigt werden, sind allerdings alles andere als Schnäppchen. Wie welt.de berichtet (Artikel hinter Bezahlschranke), kostet eine einzige Maske zwölf Euro (!!!). Dabei dürften die Materialkosten dem Bericht zufolge "nicht allzu hoch" ausfallen. Sie bestehen schließlich nur aus etwas Baumwolle und Polyester, einem Gummi und Draht für den Nasenbügel.

Trigema hat die Produktion auf Corona-Schutzmasken umgestellt.

Coronavirus-Masken von Trigema: Wolfgang Grupp rechtfertigt hohen Preis

Den hohen Preis begründet Wolfgang Grupp gegenüber welt.de damit, dass fünf Arbeitsgänge für die Masken-Herstellung nötig seien. UND: „Der Preis ist für mich angemessen, wenn die Löhne und Sonderausgaben gedeckt sind. Er helfe gerne, könne „die Masken aber nicht verschenken". Die Nachfrage ist trotz des hoch anmutenden Preises riesig - DENN: Wer jetzt eine Trigema-Maske bestellt, kann mit der Lieferung erst im Mai rechnen.

Rubriklistenbild: © Trigema/dpa

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