Drastische Maßnahmen wegen Corona

Drohende Tierschlachtungen in Zoos wegen Corona-Krise? Wilhelma bezieht klare Position

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Das Coronavirus macht vielen Zoos zu schaffen. Mancherorts wird überlegt im Notfall Tiere zu schlachten. Die Stuttgarter Wilhelma hat dazu eine klare Meinung.

  • Vielen Zoos fehlen wegen des Coronavirus die Besucher - und damit die Eintrittsgelder.
  • In einigen Tierparks wird deshalb überlegt, im Notfall Tiere zu schlachten.
  • Die Stuttgarter Wilhelma schließt das vorerst aus.

Coronavirus: Muss die Wilhelma in Stuttgart Tiere schlachten?

Die Coronakrise ist weiterhin eine Belastungsprobe für die Gesellschaft in Deutschland und somit auch in Baden-Württemberg. Zwar sind Lockerungen der Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus in Sicht, doch  Auflagen wie das Kontaktverbot bleiben auch vorerst noch in Kraft.

Indes dürfen Zoos wie die Wilhelma in Stuttgart bald wieder öffnen, allerdings nur unter strengen Auflagen. Zudem ist fraglich, ob die Besucher während der anhaltenden Coronapandemie schnell wieder in die Zoos in Baden-Württemberg zurückkehren. Dabei brauchen diese die Einnahmen dringend, um ihre Tiere angemessen versorgen zu können.

Coronavirus: Tiere schlachten in Stuttgart für Kölpin keine Option

Einige Zoos überlegen wegen der Coronakrise zu drastischen Maßnahmen zugreifen, wie der Tierpark Neumünster in Schleswig-Holt Stein. "Wir haben eine Liste erstellt, welche Tiere wir als erstes schlachten müssen", erklärte dessen Direktorin Verena Kaspari der Welt und hatte damit bundesweite Diskussionen ausgelöst.

Noch ist auch die Wilhelma geschlossen, in wenigen Tagen könnte der Zoo aber wieder öffnen.

Wenn die Besucher weiterhin ausbleiben, werden sich auch weitere Zoos mit dieser Thematik beschäftigen müssen. In der Stuttgarter Wilhelma ist die Schlachtung von Tieren allerdings kein Thema, wie Zoo-Direktor Thomas Kölpin gegenüber StN.de versicherte: "Wir haben verschiedene Maßnahmen getroffen, um Geld einzusparen, wir haben auch noch Rücklagen, die uns über Wasser halten können. Wenn vielleicht Corona mehr als zwei Jahre dauert, dann mag das anders sein, aber in der derzeitigen Situation denkt hier niemand ans Verfüttern oder Töten von Tieren, davon sind wir sehr, sehr weit entfernt."

Coronavirus Stuttgart: Situation im Zweiten Weltkrieg für Kölpin eine andere

Kölpin macht aber auch deutlich, dass die großen Zoos zuletzt im Zweiten Weltkrieg in einer solchen Notsituation gewesen seien. Der Direktor der Wilhelma in Stuttgart beton aber auch, "damals war ja nicht mal mehr die Versorgung der Menschen gewährleistet." 

Damals wurden die Tiere nur geschlachtet oder eingeschläfert, damit sie nicht verhungern. Im Rahmen des Tierschutzgesetzes war das für Kölpin die richtige Entscheidung denn man darf "Tiere nicht leiden lassen".

Rubriklistenbild: © Wilhelma Stuttgart

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