Zwei Dutzend Personen feierten

Nach Corona-Party in Shisha-Bar: Betreiber reagiert dreist - jetzt droht hohe Strafe

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In Stuttgart musste die Polizei zu einem Einsatz auf eine Corona-Party in einer Shisha-Bar ausrücken. Jetzt drohen Strafen für Besitzer und Gäste.

  • Wegen des Coronavirus gilt in Baden-Württemberg ein Kontaktverbot.
  • Polizei löst Treffen in Shisha-Bar in Stuttgart auf.
  • Gästen und Betreiber der Shisha-Bar drohen heftige Strafen.

Nach Corona-Party in Stuttgarter Shisha-Bar: Heftige Strafen drohen

Update 31. März: Einerseits bedroht das Coronavirus Menschenleben, andererseits treffen sich feiernde Menschen gut gelaunt - und stecken sich dabei möglicherweise mit Sars-CoV-2 an. Die Lage in Baden-Württemberg ist nach wie vor ernst. Nicht zufällig hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann an diesem Dienstag einem gelockerten Umgang mit dem Coronavirus eine klare Absage erteilt. Kein Wunder also, dass die Polizei Verstöße gegen das Kontaktverbot in Baden-Württemberg rigoros ahndet. Und zwar nicht nur mit Bußgeld.

Auf die zwei Dutzend feiernden Menschen, die sich trotz des Coronavirus-Kontaktverbots am Samstag in einer Shisha-Bar in Stuttgart getroffen haben, kommt nun einiges an Strafe zu, wie die Polizei Stuttgart mitteilt. Gegen die Besucher und den Betreiber der Shisha-Bar sind bereits Anzeigen erfolgt. Zudem laufen gegen den Betreiber Ermittlungen: Ihm soll die Genehmigung für den Betrieb seiner Shisha-Bar in Stuttgart entzogen werden! Dazu blühen ihm noch mehrere Tausend Euro Bußgeld. Jeder einzelne Gast soll zudem ebenfalls eine Strafe zahlen - und zwar bis zu Tausend Euro.

Besonders dreist: Wie die Stuttgarter Nachrichten berichten, soll auf dem Instagram-Account der betreffenden Stuttgarter Shisha-Bar 24 Stunden nach der Razzia der Hashtag #wirsindda aufgetaucht sein - um weiter für das Lokal zu werben. In Zeiten des Coronavirus-Kontaktverbots ein absolutes No-Go!

Trotz Coronavirus: 20 Personen verbarrikadieren sich in Stuttgarter Shisha-Bar

Erstmeldung 29. März: Nach wie vor gilt in Baden-Württemberg: Soziale Kontakte möglichst reduzieren, damit das Coronavirus Sars-CoV-2 sich nur möglichst langsam in der Bevölkerung ausbreiten kann. Dennoch gibt es in Baden-Württemberg mittlerweile mehr als 10.000 an Covid-19-Erkrankte. So genannte Corona-Partys sind UNBEDINGT zu unterlassen. Die Polizei reagiert auf derzeit unerlaubte Zusammenkünfte rigoros - und mit Strafen. So wie gestern in Stuttgart.

Dort, im Stuttgarter Stadtteil Rot, hat eine, trotz Coronavirus, geöffnete Shisha-Bar einen großen Polizeieinsatz mit Dutzenden Einsatzkräften ausgelöst. In dem Lokal hatten sich etwa 20 Personen getroffen. Nachdem die auffällige Corona-Party während des Corona-Kontaktverbots in Baden-Württemberg von aufmerksamen Bewohnern entdeckt worden war, schlossen sich die 20 Personen in der Shisha-Bar ein und verbarrikadierten sich. Die alarmierte Polizei konnte sich erstmal keinen Zugang zu dem Gebäude in Stuttgart verschaffen und umstellte es, damit niemand flüchten konnten.

Die Feuerwehr wurde daraufhin von der Stuttgarter Polizei zur Hilfe hinzugezogen, um die verschlossene Tür der Shisha-Bar in Stuttgart zu öffnen. Bald darauf konnte die Polizei die private Veranstaltung auflösen und die Personen trennen.

Corona-Party in Stuttgarter Shisha-Bar: Mann dreht durch

Doch ganz ohne Terz ging der Einsatz nach der Corona-Party in einer Shisha-Bar in Stuttgart dann doch nicht über die Bühne: Ein Krawallmacher pöbelte währenddessen Einkäufer auf der gegenüberliegenden Seite, die aus einem Supermarkt kamen, an, bespuckte sie sogar und stellte ihnen aggressiv nach. Aufgrund der sensiblen Lage wurde der Mann zu Boden geworfen und festgenommen. Daraufhin wehrte sich der Vandale aggressiv gegen die Festnahme.

Gegen alle Teilnehmer der Party in der Shisha-Bar in Stuttgart wird nun aufgrund des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetzes ermittelt. Ob Teilnehmer dabei waren, die an Covid-19 erkrankt sind, ist derzeit nicht klar.

Bereits vor zwei Wochen ist die Polizei in Stuttgart gegen Lokale vorgegangen, die trotz des eindeutigen Öffnungsverbots wegen des Coronavirus den gewöhnlichen Betrieb am Laufen gehaltenhatten. Dass man auch während Corona als Club-Betreiber und DJ sein Stammpublikum unterhalten kann, hat die Heilbronner Party-Szene am Freitag schön gezeigt.

Rubriklistenbild: © Fotos: Pixabay; Collage: Hagmann

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