Konzerte in der Coronavirus-Zeit

Shows in der Corona-Zeit: Auto-Konzerte in Stuttgart sollen Festival-Saison retten

  • schließen

Coronavirus-bedingt fallen Konzerte in Baden-Württemberg massenweise aus. Das Auto-Konzert-Festival auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart soll nun die Festival-Saison retten.

  • Im Zuge der Coronavirus-Verordnung in Baden-Württemberg sind große Konzerte und Festivals bis 31. August verboten.
  • Auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart gibt es ab 28. Mai ein Auto-Festival, das den geplatzten Festivalsommer vielleicht noch retten kann.
  • Neben Staatsoper und Theaterhaus sollen auch Comedian Oliver Pocher und die Band Revolverheld auftreten.

Coronavirus: Auto-Festival auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart

Für Veranstalter und Festival-Liebhaber ist die Coronavirus-Pandemie in Baden-Württemberg ein Desaster. Kein Konzert, kein ausgelassenes Feiern mit Freunden und die Organisatoren kämpfen vielerorts mit Existenzängsten. Mit das Schlimmste an der ganzen Geschichte ist das strikte Verbot für Großveranstaltungen in der Coronavirus-Zeit, das mindestens noch bis zum 31. August gilt. Ob ab September aber tatsächlich wieder Konzerte möglich sind, bleibt fraglich. Trotzdem wird der Festivalsommer in Stuttgart nicht komplett ausfallen - viele Konzerte und Festivals finden voraussichtlich auf dem Cannstatter Wasen statt.

Volle Konzerthäuser wird es erstmal nicht geben. Ein Auto-Festival in Stuttgart soll den angeschlagenen Festivalsommer in der Landeshauptstadt retten.

Festivals in der Coronavirus-Zeit? Konzerte? Was ein schlechter Witz sein könnte, ist die Idee mehrerer Veranstalter, die ab Ende Mai ein ganz großes Ding auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart planen. Zwar muss in Baden-Württemberg das Kontaktverbot eingehalten werden, das sollte auf dem Stuttgarter Auto-Festival aber kein Problem sein. Die Idee dahinter ist ein Autokino, nur eben als Festival. Geplant sind erstmal 500 Autos, aus denen die Besucher ein Konzert live mitverfolgen können. Der Startschuss fällt am 28. Mai.

Coronavirus: Erste Details zum Auto-Festival in Stuttgart

Geplant ist ein täglich wechselndes Programm. Auf der Bühne mit einer 240 Quadratmeter großen LED-Leinwand treten etwa der Comedian Oliver Pocher, der Kabarettist Heinrich del Core und wohl auch die Band Revolverheld auf. Das berichten die Stuttgarter Nachrichten zum Auto-Festival auf dem Cannstatter Wasen, das den Festivalsommer in der Landeshauptstadt noch retten soll. Auch Filme sollen - laut Veranstalter - gezeigt werden, was das Stichwort Autokino nochmals unterstreicht.

Akustisch werden die Konzerte auf der Bühne über eine eigene UKW-Frequenz übertragen, die extra für das Auto-Festival geschaltet wird. Heißt: Besucher müssen während der Veranstaltung nicht mal das Fenster öffnen, sondern hören das Konzert über das eigene Autoradio mit. Sogar auf Essen und Trinken müssen die Cannstatter-Wasen-Besucher nicht verzichten. Denn das kann - Coronavirus-sicher - im eigenen Auto konsumiert werden. Aber Achtung: Knabbereien und Getränke müssen vorbestellt werden.

Auto-Konzert-Festival in der Coronavirus-Zeit: Auf diese Programmpunkte können sich Besucher freuen

Das Auto-Festival - eine längerfristige Lösung? Hintergrund: Zwar gibt es erste Lockerungen in der Coronavirus-Verordnung, ob aber Konzerte und Festivals ab September tatsächlich wieder stattfinden können, bleibt ungewiss. Christian Doll von C2 Concerts schließt deshalb nicht aus, dass auch nach dem 31. August einzelne Veranstaltungen auf die Auto-Festival-Variante umgestellt werden müssen. Hier ist vor allem das weitere Infektionsgeschehen und die Reproduktionszahl der Coronavirus-Infektionen ausschlaggebend.

Auch "Revolverheld" kommt vielleicht zum Stuttgarter Auto-Festival - eine Zusage der Band steht noch aus.

Bis es wieder mit Konzerten in ausverkauften Hallen losgehen kann, können sich Besucher aber erstmal auf Programm-Höhepunkte im Stuttgarter Auto-Festival freuen. Mit dabei sind auch die Staatsoper, Chimperator, das Theaterhaus und das Arthaus Filmtheater. Zwar kann ein Festival im Auto keinen "normalen" Konzertbesuch ersetzen, es kann aber eine gelungene Alternative sein, die den sonst so tristen Coronavirus-Alltag zumindest etwas abwechslungsreicher gestaltet.

Rubriklistenbild: © Ole Spata/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema