Soforthilfe in der Corona-Krise

Coronavirus-Pandemie in BaWü: Betrüger nutzen Not der Unternehmen gnadenlos aus 

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Betrüger in Baden-Württemberg nutzen die Not der Unternehmen in der Coronavirus-Pandemie gnadenlos aus und klauen Daten über die Soforthilfe.

  • Das Coronavirus fordert nicht nur immer mehr Opfer, auch die Kriminalität nimmt unter der Pandemie immer mehr zu.
  • Aktuell warnt das Landeskriminalamt Baden-Württemberg vor Betrügern, die die Not einzelner Unternehmen im Land ausnutzen.
  • Vorgehensweise: Unternehmen werden angerufen und aufgefordert, für die Soforthilfe ihre Daten auf einer dubiosen Website preiszugeben.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Betrüger nutzen Not der Unternehmen gnadenlos aus

Mehr als 11.000 Infizierte und 118 Todesfälle (Stand: 30. März) - das Coronavirus in Baden-Württemberg fordert immer mehr Opfer. Unlängst hat dieLandesregierung in Baden-Württemberg eine Corona-Verordnung erlassen, um die Ausbreitung der Pandemie zumindest zu verlangsamen. Die Folge: Kontaktsperren, Kurzarbeit und anhaltende Hamsterkäufe in Baden-Württemberg

Aber auch die Wirtschaftim Land leidet unter diesen drastischen Maßnahmen. Insbesondere Kleinunternehmen und Solo-Selbstständige droht mittlerweile die Insolvenz. Um das zu verhindern, hat die Landesregierung einSoforthilfe-Paket für Kleinunternehmen und Selbstständige geschnürt, dass die Existenz der einzelnen Betriebe sichern soll.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Landeskriminalamt (LKA) warnt erstmals vor Betrügern in der Corona-Krise

Im Detail geht es im Coronavirus-Soforthilfe-Programm um eine einmalige Zuschuss-Zahlung, die - abhängig von der Anzahl der Mitarbeiter - zwischen 9.000 und 30.000 Euro betragen kann. Das Antragsverfahren ist laut baden-württembergischen Wirtschaftsministerium elektronisch und kann unbürokratisch bei der zuständigen Handelskammer beantragt werden.

 

Trotzdem sind viele der betroffenen Betriebe verunsichert und mit der Situation überfordert. Und damit schaffen sie Nährboden für Kriminelle, die sich unlängst die Not der Unternehmen in der Corona-Krise zunutze machen und in großem Stil Daten abgreifen. echo24.de hatte im Artikel - Fake-Anbieter bei der Soforthilfe in der Coronavirus-Pandemie - bereits darüber berichtet.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Das ist die "abscheuliche" Methode der Betrüger

Jetzt warnt erstmals das LKA Baden-Württemberg vor Betrügern im Internet, die sich die Not einzelner Unternehmen zu Nutze machen. Aktuell ist von einer ganz perfiden Methode die Rede, bei der Betrüger einzelne Unternehmen anrufen, und sich als einzig offizielle Stelle zur Abwicklung der Soforthilfe ausgeben. In vielen Fällen werden die betroffenen Unternehmen von den Betrügern in der Coronavirus-Pandemie dann auf eine dubiose Website verwiesen, wo sie interne Daten in einem Formular angeben und anschließend hochladen sollen.

 

Laut LKA eine "besondersabscheuliche" Form der Computerkriminalität in Folge der Coronavirus-Pandemie. Daher auch der Appell der Polizei: "Geben Sie keine Daten - egal ob persönlich oder vom Unternehmen - auf solchen Fake-Seiten im Internet preis."

Coronavirus in Baden-Württemberg: Soforthilfe in Baden-Württemberg beantragen - legal und unbürokratisch

"Nutzen Sie für die Stellung der Anträge auf Soforthilfe ausschließlich die Internetseiten von offiziellen Landesstellen", erklärt ein LKA-Sprecher. Wie zum Beispiel die Homepage vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und die der zuständigen Handwerkskammer. In der Region Heilbronn ist beispielsweise die Handwerkskammer Heilbronn-Franken für die Bearbeitung der Soforthilfe-Anträge zuständig.

Ein besonders abscheuliches Verbrechen: Betrüger rufen bei Unternehmen an und verlangen nach Daten für eine vermeintliche Soforthilfe.

 

Dort finden betroffene Unternehmen auch alle wichtigen Infos rund um die Soforthilfe und die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die baden-württembergische Wirtschaft. Auch der LKA-Sprecher verweist nochmals ausdrücklich auf die Website der zuständigen Ministerien und die der Landesförderbank Baden-Württemberg, die unter anderem für die Auszahlung der Soforthilfe im Land zuständig ist. Bei Rückfragen steht auch das LKA Baden-Württemberg unter folgenden Kontaktdaten zur Verfügung:

Landeskriminalamt Baden-Württemberg
Telefon: 0711/54013012
E-Mail: pressestelle-lka@polizei.bwl.de

Coronavirus in Baden-Württemberg: Betrüger nutzen Corona-Krise für abscheuliche Straftaten aus

Zudem bekräftigt das LKA, dass auch in Zukunft gegen jegliche Form von Kriminalität vorgegangen werden muss. Wer also Anrufe mit dubiosen Angeboten von Cyberkriminellen bekommt, sollte sich umgehend an die örtliche Polizeibehörde oder das Landeskriminalamt wenden. Jeder Hinweis hilft, gegen diese Betrugsmasche vorzugehen. Immer wieder kommt es im Zuge der Corona-Krise zu Straftaten in Baden-Württemberg. Das Vorgehen ist immer gleich: Betrüger nutzen die Angst vor der Coronavirus-Pandemie aus, um ihre Opfer um Hab und Gut zu erleichtern.

 

Besonders abscheulich: DerEnkeltrick unter Covid-19, wo Betrüger ihren Opfern viel Geld für angebliche Behandlungskosten aus der Tasche ziehen. Daher gilt auch hier: vorsichtig sein und solche kriminellen Machenschaften sofort der Polizei melden. Denn eins ist klar: Solange die Gefahr durch das Coronavirus besteht, wird es auch immer wieder Menschen geben, die die Situation Notleidender gnadenlos ausnutzen.

 

Rubriklistenbild: © Britta Pedersen/dpa

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