Sommerurlaub 2020

Urlaub trotz verlängerter Reisewarnung? Das sind vielleicht mögliche Alternativen

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Die weltweite Reisewarnung bleibt bis mindestens Mitte Juni bestehen. Urlaub im Ausland sind also vorerst nicht denkbar. Aber gibt es für Pfingsten und den Sommer Alternativen?

  • Reisen könnten unter Umständen trotz Coronavirus möglich sein.
  • Schleswig-Holstein und Österreich äußern sich zur Tourismus-Rückkehr.
  • Camping-Reisen könnten in Zeiten der Coronavirus-Pandemie eine mögliche Alternative sein.

Baden-Württemberg: Urlaub trotz verlängerter Reisewarnung? Das sind vielleicht mögliche Alternativen

Update vom 29. April: Jetzt ist klar: Die weltweite Reisewarnung bleibt. Und zwar mindestens bis zum 14. Juni, dann soll die Lage noch einmal neu bewertet werden. Damit folgt das Bundeskabinett dem Vorschlag des Auswärtigen Amtes. In den nächsten Wochen werden keine normalen Reisen ins Ausland möglich sein, so die Begründung für die Entscheidung. 

Auch weiterhin müsse laut dem Auswärtigen Amt "mit drastischen Einschränkungen im internationalen Luftverkehr und weltweiten Einreisesperren oder Quarantäneregelungen" gerechnet werden, berichtet tagesschau.de. Ziel der verlängerten Reisewarnung sei es außerdem, die weitere Ausbreitung des Coronavirus so gering wie möglich zu halten und zu vermeiden, dass deutsche Reisende massenhaft im Ausland stranden. 

Was bedeutet das für den Pfingst- oder Sommerurlaub? Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, erklärt: "Ich glaube, dass dieses Jahr wirklich Heimaturlaub angesagt ist." echo24.de zeigt mögliche Alternativen zu einem Urlaub im Ausland auf.

Sommerurlaub in der Coronavirus-Zeit? Eine Aussage aus Berlin macht Hoffnung

Erstmeldung: Die Temperaturen in Baden-Württemberg steigen und die langsamen Lockerungen in der Corona-Verordnung beflügeln die Hoffnung vieler auf einen erholsamen Sommerurlaub. Aber ist der Reise-Traum in Zeiten der Coronavirus-Pandemie realisierbar? Hintergrund: Aktuell gilt das bundesweite Kontaktverbot. Und Auslandsreisen sind durch die landesweiten Grenzschließungen zu Nachbarstaaten ohnehin fast unmöglich. 

Auch innerhalb Deutschlands sind viele Grenzen dicht. An Reisen ist hier erstmal nicht zu denken - oder doch?

Doch die Aussage von Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, dass "der Sommerurlaub in diesem Jahr wahrscheinlich eher in Deutschland stattfinden wird", lässt die Herzen potenzieller Urlauber in Baden-Württemberg höher schlagen. Zurecht? Denn in einzelnen Bundesländern sind auch die inländischen Grenzen komplett dicht.

Hoffnung auf Reisen in der Coronavirus-Zeit: Einzelne Urlaubsgebiete planen Rückkehr zum Tourismus

Aber das könnte sich bald ändern. Grund: Laut mdr.de zum Coronavirus planen einzelne Regionen schon die Rückkehr zum Tourismus. Darunter auch das aktuell abgeriegelte Bundesland Schleswig-Holstein. Dort gibt es sogar schon eine vierstufige Planung zur Tourismus-Rückkehr. Demnach sollen erst Menschen mit Zweitwohnsitz wieder einreisen dürfen, danach könnte die stufenweise Öffnung der Ferienwohnungen folgen. Und ganz am Schluss wäre sogar einzelne Hotel-Öffnungen denkbar.

Ähnlich positiv bewertet Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Krüger die Urlaubsplanungen in Zeiten der Coronavirus-Krise. Konkret stellt sie eine Einigung zwischen Österreich und Deutschland in Aussicht, die Urlaube im jeweils anderen Land möglich machen könnte. Voraussetzung ist aber auch hier, dass die Reisewarnungen vom Auswärtigen Amt aufgehoben werden. Und das passiert erst, wenn folgende Maßnahmen erfüllt sind:

  1. Reisen in Deutschland müssen wieder uneingeschränkt möglich sein.
  2. Die aktuell noch geschlossenen Grenzübergänge müssen wieder öffnen.
  3. Für reguläres Reisen muss der Flug-, Bahn- und Busverkehr wieder hochfahren.
  4. Im Hinblick auf Auslandsreisen müssen stabile Verhältnisse im Ausland herrschen. 

Reiseziele in der Coronavirus-Zeit? Camping könnte im Sommer 2020 die erste Alternative für Urlauber sein 

Gerade die Pläne aus Schleswig-Holstein zeigen, dass nicht sofort alle Urlaubsunterkünfte auf einmal im Sommer wieder öffnen werden. Für den allgemeinen Massentourismus könnte deshalb campen die Alternative sein. Zwar gibt es in der Coronavirus-Krise noch keine Pläne für eine flächendeckende Öffnung der Campingplätze, einzelne große Betreiber haben aber schon erste Ideen. So könnten beispielsweise Stellplätze begrenz werden, damit die Mindestabstände eingehalten werden.

Könnte Camping eine Idee für Urlaub in der Corona-Krise sein? Campingplatz-Betreiber haben zumindest schon Vorschläge.

Letztlich bleibt das alles aber Spekulation. Und auch führende Politiker wie Bundesaußenminister Heiko Maas dämpfen die Erwartungen an eine rasche Urlaubsplanung in der Coronavirus-Zeit. Was aber nicht zwangsläufig heißt, dass Reisen in 2020 grundsätzlich nicht möglich sein wird. Dieser Ansicht ist auch ein Reisebüro aus Heilbronn, das auch in der Corona-Krise für seine Kunden da ist. Und grundsätzlich gilt: Reisen die von Veranstalter-Seite nicht stattfinden können, müssen erstattet werden.  

Rubriklistenbild: © Pixabay

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