Spaziergang trotz Covid-19-Maßnahme

Corona-Quarantäne missachtet: Für einen Mann aus dem Neckar-Odenwald-Kreis kann das richtig teuer werden

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Mann aus dem Neckar-Odenwald-Kreis muss wegen Coronavirus-Verdachts in Quarantäne und geht trotzdem spazieren.

  • In Baden-Württemberg steigt die Zahl der Corona-Infizierten langsamer, aber weiterhin an.
  • Gesundheitsamt ordnet Covid-19-Infizierten oder Verdachtsfällen häusliche Quarantäne an.
  • Ein Mann im Neckar-Odenwald-Kreis ignoriert die Quarantäne und wird wohl eine hohe Geldstrafe zahlen müssen.

Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Baden-Württemberg steigt langsamer, aber dennoch weiter an. Am Dienstag, 5. Mai, wurden dem Gesundheitsministerium weitere 88 bestätigte Covid-19-Infektionen gemeldet (Stand: 16 Uhr). Damit ist die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 32.545 angestiegen.

Wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat und keine schweren Symptome zeigt oder unter Infektionsverdacht steht, MUSS sich in häusliche Quarantäne begeben. Diese Maßnahme wird in der Regel vom zuständigen Gesundheitsamt angeordnet. Das Robert-Koch-Institut weist darauf hin, dass die Quarantäne-Maßnahme nicht automatisch endet, "sondern erst, wenn sie durch die zuständige Behörde wieder aufgehoben wurde". Verstöße gegen die Corona-Regeln sowie das Infektionsschutzgesetz werden geahndet.

Quarantäne wegen Coronavirus-Verdacht: Mann aus Neckar-Odenwald-Kreis geht spazieren

Und das kann teuer werden, wie ein 55-Jähriger aus dem Neckar-Odenwald-Kreis jetzt erfahren muss. Der Mann stand wegen des Verdachts einer Infektion mit dem Coronavirus auf Verordnung des Gesundheitsamts seit dem 10. März unter häuslicher Quarantäne. Angeordnete Dauer: bis 19. März.

Doch dieser festgelegte Zeitraum war dem 55-Jährigen wohl zu lang, denn am 16. März um 21 Uhr ging er außer Haus. Um im Bereich von Walldürn im Neckar-Odenwald-Kreis einen dreistündigen Spaziergang zu unternehmen. Doch er wurde dabei beobachtet - und der Polizei gemeldet. Er gab an zwar an, bei seinem Spaziergang keinerlei Kontakt zu anderen Menschen gehabt zu haben, doch das bewahrt ihn wohl nicht vor einer saftigen Geldstrafe.

Weil er trotz Corona-Quarantäne spazieren ging, droht einem 55-Jährigen nun eine hohe Geldstrafe.

Corona-Quarantäne im Neckar-Odenwald-Kreis missachtet: Mann droht Geldstrafe von 1.500 Euro

Mit Verfügung vom 15. April hat die Staatsanwaltschaft Mosbach aufgrund des nach dem Infektionsschutzgesetz strafbaren Quarantänebruchs einen Strafbefehlsantrag über eine Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je 30 Euro beim Amtsgericht Buchen gestellt. 1.500 Euro!!! Damit handelt sich um den ersten strafbaren Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz im Bezirk der Staatsanwaltschaft Mosbach.

Rubriklistenbild: © Pixabay/Google Maps/firmendb/Collage: Kubasik

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