Angeblicher Corona-Test

Vorsicht, Betrug - So dreist nutzen Kriminelle die Corona-Krise

  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Per Brief forder die "Bundesstelle für Seuchenschutz" dazu auf einen Corona-Test bei der Post abzuholen. Dahinter stecken laut der Polizei Betrüger.

  • Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche.
  • Brief von der "Bundesstelle für Seuchenschutz" stammt von Betrügern.
  • Es ist nicht der erste Betrugsversuch im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Coronavirus: Polizei warnt vor Brief von Betrügern - Das steckt dahinter

Die Maschen von Betrügern sind vielfältig, vom Enkeltrick über angebliche Gewinnspiele bis hin zu angeblichen Anrufen von der Polizei. Auch vor der Corona-Krise schrecken die Kriminellen nicht zurück und versuchen Profit daraus zuschlagen.

Aktuell warnt die Polizei vor einer neuen Betrugsmasche mit der Kriminelle versuchen an das Geld ihrer Opfer zukommen. Diese erhalten einen Brief von der angeblichen "Bundesstelle für Seuchenschutz" laut dem sie bei der Post hohe Nachnahmegebühren für einen verpflichtenden "Covid-19-Test für Risikogruppen" zahlen sollen.

Coronavirus: Betrüger fordern hohe Gebühren

Laut dem Schreiben der Betrüger gehört der Empfänger zu einer Coronavirus-Risikogruppe und muss somit getestet werden. Den Corona-Test sollen die vermeintlichen Opfer dann mit einem mitgeschickten Abholschein bei der Post abholen und dort die Nachnahmegebühr zahlen. Falls nicht drohen die Täter mit Strafen.

Allerdings gibt es die "Bundesstelle für Seuchenschutz" nicht und wie die Polizei auf polizei-beratung.de mitteilt werden die Test auf das Coronavirus auch nicht ungefragt verschickt. Im Gegenteil um das Coronavirus weiter einzudämmen, soll in der kommenden Woche die Corona-Warn-App an den Start gehen. Zudem ist es auch nicht der erste Betrugsversuch im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Neben einer neuen Form des Enkeltricks nutzen die Betrügerin Baden-Württemberg auch die Corona-Soforthilfen um an Daten zukommen.

Coronavirus: Polizei gibt Sicherheitstipps

Im aktuellen Fall bittet die Polizei dasAnschreiben, Briefumschläge und die Abholbenachrichtigung aufzuheben und den Beamten zur Verfügung zustellen. Zudem sollen Betroffenen "Familienangehörige, Freunde und Bekannte und ganz besonders ältere Menschen" über die neue Betrugsmasche informieren.

Des Weiteren gibt die Polizei folgende Empfehlungen für die Sicherheit während der Corona-Krise:

  • Immer auf Informationen von offiziellen Stellen - das sind die Gemeindeverwaltungen, das Gesundheitsamt oder Landes- und Bundesministerien sowie das Robert Koch Institut (RKI) - achten und sich nicht durch Nachrichten aus den sozialen Medien verunsichern lassen.
  • Die aktuellen Bestimmungen ernst nehmen, denn bei Verstößen drohen Bußgelder.
  • Bei offiziellen Stellen nachfragen, wenn sich Personen als deren Mitarbeiter ausgeben. Besonders bei angeblich kostenpflichtigen Corona-Tests.
  • Im Internet und dem realen Leben auf die persönlichen Daten achten.Informationen zu den finanziellen Verhältnissen oder andere sensible Daten sollten nicht einfach so preisgegeben werden.
  • Per Telefon mit Nachbarn und Verwandten im Kontakt bleiben und nachfragen, ob es ungewöhnliche oder verdächtige Vorfälle gab.
  • In akuten Situationen unter der 110 an die Polizei wenden. Auch die örtlichen Polizeidienststellen können weiterhelfen.

Rubriklistenbild: © Carsten Rehder/dpa

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