Vom Dienst zu Hause bleiben

Coronavirus bei der Polizei: erste Konsequenzen für Beamte

Polizisten in Baden-Württemberg sollen nicht zur Arbeit gehen, wenn sie in einem Coronavirus-Risikogebiet waren.
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Polizisten in Baden-Württemberg sollen nicht zur Arbeit gehen, wenn sie in einem Coronavirus-Risikogebiet waren.
  • Isabell Kähny
    vonIsabell Kähny
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Längst haben sämtliche Firmen aus der Coronavirus-Bedrohung Konsequenzen gezogen. Nun zieht die baden-württembergische Polizei nach.

  •  Polizisten in Baden-Württemberg sollen nicht zur Arbeit gehen, wenn sie in einem Coronavirus-Risikogebiet waren.
  • Sie werden freigestellt, bis der Gesundheitszustand abgeklärt ist.
  • Die Anzahl der Infizierten in Baden-Württemberg steigt stetig.

Baden-württembergische Polizisten sollen vorsorglich vom Dienst zu Hause bleiben, wenn sie in den vergangenen Tagen in einem Coronavirus-Risikogebiet waren. Diese Maßnahme gelte unabhängig von eigenen Krankheitssymptomen. Dies gehe aus einem internen Schreiben des baden-württembergischen Innenministeriums hervor. Dieser Schreiben liege der dpa vor. So würden Polizeibeamte vom Dienst freigestellt, bis ihr Gesundheitszustand zweifelsfrei geklärt sei.

Coronavirus bei der Polizei: Risikogebiete laut Ministerium

Als Risikogebiete gelten nach Angaben des Ministeriums die norditalienische Provinz Lodi in der Region Lombardai sowie die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien. Hinzu kommen Teile Chinas, des Irans und Südkoreas. Schon zuvor hatte das Kultusministerium eine ähnlich lautende Vorgabe für Kitas und Schulen herausgegeben. Trotz der steigenden Anzahl von Infizierten in Baden-Württemberg bleibt das Robert-Koch-Institut bislang bei seiner Einschätzung, dass das Risiko einer Infektion gering bis mäßig sei

Coronavirus in Baden-Württemberg und der Welt: gefährlicher als die Grippe

Weltweit erhöhte sich die Zahl der Infizierten laut Robert-Koch-Institut auf 83.000. Diese Patienten seien auf 52 Länder verteilt. Deshalb setzte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Risiko einer weltweiten Coronavirus-Verbreitung von "hoch" auf "sehr hoch". Nach bisherigen Zahlen sterben ein bis zwei Prozent der infizierten Patienten. Das sind weit mehr als bei einer Grippe

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