Mundschutz-Produktion in Baden-Württemberg

Corona-Kampf hinter Gittern: Häftlinge nähen Mundschutz-Masken

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Im Kampf gegen das Coronavirus haben Häftlinge in Gefängnissen in Baden-Württemberg mit der Produktion von Mundschutzmasken begonnen.

  • In der Coronavirus-Pandemie steigt die Nachfrage nach Mundschutz-Masken extrem an.
  • In Gefängnissen in Baden-Württemberg werden jetzt Mundschutz-Masken genäht.
  • Auch die Polizei setzt mittlerweile auf Mundschutz-Masken der Marke Eigenbau. 

Coronavirus/Baden-Württemberg: Häftlinge nähen Mundschutz-Masken

Früher raubten sie Banken aus, jetzt sitzen sie an der Nähmaschine. Was wie aus einem schlechten Film klingt, ist in baden-württembergischen Gefängnissen Realität geworden. Zumindest, seit die Coronavirus-Pandemie in Baden-Württemberg für eine große Nachfrage an Mundschutz und Atemschutzmasken sorgt. Konkrete Produktionsstandorte gibt es schon. Und zwar die Werksbetriebe im Freiburger Gefängnis und die Frauen-Haftanstalt Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis). 

Dabei sind die Mundschutz-Masken eigentlich weniger für den Verkauf gedacht, sondern sind vielmehr für den Eigenbedarf und die Reinigungskräfte im Gefängnis bestimmt. Zusammen haben die beiden Produktionsstandorte Kapazität für bis zu 1.200 einfache Mundschutz-Masken pro Woche. Wie das geht? Relativ einfach. Das zeigt alleine schon die Mundschutz-Bastelanleitung von echo24.de, die ohne große Schwierigkeiten Schritt für Schritt zum eigenen Mundschutz führt.

Coronavirus/Baden-Württemberg: Mundschutz-Masken aus dem 3D-Drucker - auch das geht 

Und auch wer kein handwerkliches Geschick hat, kann trotzdem seine eigene Mundschutz-Produktion im Homeoffice starten. Und zwar mit Mundschutz-Masken aus dem 3D-Drucker. Eine detaillierte Anleitung dazu gibt es auch schon. Und zwar auf der Homepage des Science Centers experimenta Heilbronn, das seit Kurzem ebenfalls in die Masken-Produktion per 3D-Druck eingestiegen ist. Allerdings nicht für den Eigenbedarf, sondern für die vielen Ärzte und Pflegekräfte, die tagtäglich Coronavirus-Patienten auf ihren Stationen in den Krankenhäusern versorgen.

Denn die haben zwar noch Vorräte auf Lager, wie der echo24.de-Beitrag "Coronavirus und Klinik-Alltag" verrät, aber auch der wird mittelfristig nur Neige gehen. Insofern sind Mundschutz-Masken für den Eigengebrauch eine sinnvolle Sache, um die medizinischen Ressourcen an speziellen Atemschutzmasken zu schonen. Grund: FFP-2 und FFP-3 zertifizierte Mundschutz-Masken sind für den Klinik-Gebrauch bestimmt und werden daher in erster Linie von Ärzten und Pflegern in den Krankenhäusern vorrangig benötigt. 

Rubriklistenbild: © Hendrik Schmidt/dpa

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