Mundschutz-Produktion in Baden-Württemberg

Coronavirus in Baden-Württemberg: Mit dem 3D-Drucker gegen den Mundschutz-Mangel!

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In der Coronavirus-Pandemie ist ein Mundschutz in Baden-Württemberg ein rares gut. Jetzt kommen erste Exemplare aus dem 3D-Drucker.

  • Coronavirus in Baden-Württemberg - Schutzausrüstung ist knapp geworden.
  • Viele Menschen werden kreativ und basteln eigenen Mundschutz, oft aus Haushaltsmaterialien.
  • Auch die Polizei Ludwigsburg zeigt sich kreativ und druckt für Polizeibeamten sogenannte Spuckschutzschilde im 3D-Drucker

Coronavirus/Baden-Württemberg: Der Mundschutz, der kurzerhand aus dem 3D-Drucker kommt

Update vom 4. April: Im Polizeipräsidium Ludwigsburg werden seid kurzem Spuckschutzschilde mit Hilfe eines 3D-Druckers produziert. Dieser Mundschutz der Marke Eigenbau soll Polizeibeamte im Außendienst vor dem grassierenden Coronavirus in Baden-Württemberg schützen. Ein Polizeibeamter aus Marbach hatte ursprünglich die Idee und wurde vom Polizeipräsidium in Ludwigsburg kurzerhand mit einem 3D-Drucker ausgestattet. Mittlerweile sind die ersten, selbst produzierten Spuckschutzschilde im Einsatz und schützen Polizeibeamte und Bürger gleichermaßen.

Coronavirus/Baden-Württemberg: Auch die Experimenta druckt den Mundschutz im 3D-Drucker

Auch die Experimenta Heilbronn ist sich ihrer sozialen Verantwortung in der Coronavirus-Pandemie bewusst und spendet vorhandene Schutzausrüstung an die SLK-Kliniken. Um sich aber auch dauerhaft in der Corona-Krise zu engagieren, wird auch hier auf die Produktion sogenannter Face Shields (Spuckschutzschilde) im 3D-Druckverfahren gesetzt. Diese Art von Gesichtsmasken bestehen aus einem Kunststoffbauteil und einer transparenten A4-Folie, die auch von Deckfolien aus Ringbüchern oder Laminierfolien stammen kann.

Experimenta-Chef, Dr. Wolfgang Hansch, erklärt: "Mit unserer Spende wollen wir einen kleinen Beitrag zur Bewältigung der enormen Herausforderungen vor Ort in unseren Kliniken erbringen." Denn gerade die sind im Zuge der Coronavirus-Pandemie in Baden-Württemberg besonders belastet. Sei es durch mangelnde Schutzausrüstung oder auch Corona-Hotspots in Baden-Württemberg, die so manche Kliniken langsam an ihre Kapazitätsgrenze bringen. Umso wichtiger ist es, sich in der Coronavirus-Pandemie solidarisch zu zeigen. Und eine Möglichkeit ist zum Beispiel die Produktion solcher Schutzmasken.

Coronavirus/Baden-Württemberg: Mundschutz aus dem 3D-Drucker - jeder kann helfen

Mundschutz aus dem 3D-Drucker? Das ist auch privat möglich. Voraussetzung ist natürlich ein 3D-Drucker. Ist der aber vorhanden, können problemlos solche Face Shields produziert werden. Eine Anleitung dazu gibt es auf der Homepage der Experimenta, die fertig gedruckte Bauteile auch gerne entgegennimmt. Die Einzelteile werden anschließend von Jonathan Günz, Experimenta-Maker-Space, und seinem Team zu Masken zusammengebaut und anschließend an ärztliche Stellen verteilt. Günz: "Jeder, der über einen 3D-Drucker verfügt, kann das Projekt aktiv unterstützen."

Neben den Face Shields spendet die Experimenta Heilbronn auch dringend benötigte Medizinprodukte wie Schutzhandschuhe und Desinfektionsmittel.

Coronavirus/Baden-Württemberg: Mundschutz-Eigenproduktion durch Privatpersonen 

Urpsrungstext vom 03. April: Immer mehr Menschen in Baden-Württemberg sind mit Covid-19 infiziert und müssen teilweise in Kliniken medizinisch versorgt werden. Das Problem: Auch dort fehlt es mittlerweile an dringend benötigter Schutzausrüstung für Ärzte und Pflegekräfte. Privatpersonen sind deshalb angehalten, keine Atemschutzmasken mit der Zertifizierung FFP-2 oder FFP-3 illegal zu kaufen oder gar einzulagern.

Nichtsdestotrotz kann es von Vorteil sein, in der Öffentlichkeit einen Mundschutz zu tragen. Zwar bietet der keinen medizinischen Schutz-Standard, kann aber dennoch eine Tröpfcheninfektion zuverlässig verhindern. Das Beste: ein einfacher Mundschutz kann ganz leicht gebastelt werden. echo24.de hat im Artikel - Mundschutz selber Nähen - die besten Bastelanleitungenfür zuhause zusammengefasst.

Coronavirus/Baden-Württemberg: Mundschutz aus dem 3D-Drucker - Polizei Ludwigsburg macht's vor

Fehlender Mundschutz und Kontakt mit möglichen Coronavirus-Infizierten in Baden-Württemberg - ein Problem, das auch die Polizeibeamten in Baden-Württemberg nur zu gut kennen. Denn insbesondere im Außendienst sind die Beamten auf einen Mundschutz angewiesen. Da der aber aktuell Mangelware ist, greift das Polizeipräsidium Ludwigsburg nun zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. 

Grund: Die Ludwigsburger Polizei produziert sogenannte Spuckschutzschilde kurzerhand selbst. Und zwar mithilfe eines 3D-Druckers. "Das ist kein Aprilscherz", erklärt Polizeisprecher Peter Widenhorn der Stuttgarter Zeitung. Vielmehr sei es notwendig, die Beamten im Außendienst zu schützen.

Widenhorn: "Die Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit hat hohe Priorität." Denn wer dienstlich mit anderen Menschen in Kontakt kommt, müsse sich und andere schützen - zum Beispiel durch Handschuhe oder eben einen Mundschutz

Und da es  immer wieder zu Lieferengpässen kommt, hat sich die Polizei Ludwigsburg ganz bewusst zu dieser ungewöhnlichen Maßnahme entschieden. Möglich macht den hauseigenen Mundschutz ein 3D-Drucker, der von einem Beamten aus dem Polizeirevier Marbach bedient wird. Seine Aufgabe: Mehrere hundert Gesichtsschilde drucken. Und die sind teilweise schon im Einsatz, im Außendienst aber auch bei der Kriminalpolizei.

Coronavirus/Baden-Württemberg: Mundschutz-Massenproduktion aus dem 3D-Drucker der Polizei

Polizeivizepräsident Frank Spitzmüller: "Diese außergewöhnliche Maßnahme geht auf die Eigeninitiative eines Beamten zurück, der über profundes Tüftlerwissen verfügt und sich dankenswerterweise selbst dafür angeboten hatte." Was zeigt: In Zeiten von Coronavirus und Kontaktsperre sind kreative Köpfe gefragt, die aus der Not heraus simple Lösungen finden. 

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa

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