Wenig los auf den Straßen

Coronavirus in Heilbronn: Menschen fällt in Quarantäne Decke auf den Kopf - Polizei rückt aus  

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Wegen des Coronavirus sind in Heilbronn Bars geschlossen und die Straßen menschenleer. Das sagt die Polizei zum Einfluss auf die Kriminalität.

  • Das Coronavirus fegt die Straßen in Heilbronn leer.
  • Wegen geschlossener Bars sind weniger Menschen unterwegs.
  • Die Polizei registriert weniger Verkehrsunfälle.

Coronavirus in Heilbronn: Polizei rückt zu besonderen Einsätzen aus

Update 20. März: Die klare Empfehlung derzeit: Menschen sollen zu Hause bleiben, um die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 zu verlangsamen. Und genau diese Maßnahmen der Landesregierung von Baden-Württemberg gegen das Coronavirus halten die Polizei derzeit auf Trab - nur eben anders als sonst.

Wie der SWR berichtet, musste die Polizei Heilbronn in den vergangenen Tagen mehrfach ausrücken, um Corona-Partys aufzulösen. Einsatzgebiete waren dabei vor allem Spielplätze, Parks und die Ufer von Flüssen in Heilbronn und der Region.

Coronavirus: Angespannte Stimmung in Heilbronn sorgt für Kriminalität

Doch auch die Stimmung unter den Menschen in Heilbronn wird wegen des Coronavirus immer angespannter: So soll es etwa beim Aufbau einer Corona-Teststelle in Heilbronn zu Streitigkeiten gekommen sein. Passanten dachten, sie könnten sich dort ohne Arzt-Bescheinigung auf das Coronavirus testen lassen. Aufgrund nachfolgender Aggressionen musste die Polizei Heilbronn schlichtend eingreifen.

Doch auch, wenn Menschen aufgrund des Sars-Cov-2-Coronavirus daheim bleiben, scheint so manchen Menschen im Landkreis Heilbronn schon jetzt die Decke auf den Kopf zu fallen - dabei gibt es von der Polizei gute Tipps, um in der Corona-Isolation keinen Lagerkoller zu erleiden. In Eppingen im Landkreis Heilbronn musste die Polizei ein streitendes Senioren-Ehepaar beruhigen. Doch dann staunten die Beamten nicht schlecht, als sie erkannten, dass sie sich durch ihren Einsatz selbst in Gefahr gebracht haben. Denn das Paar erklärte, es sei in Quarantäne. Um solche bösen Überraschungen in Zukunft zu vermeiden, nutzt die Polizei in Baden-Württemberg Informationen der Gesundheitsämter darüber, wer aktuell an dem Coronavirus Sars-CoV-2 erkranktist.

Kaum Menschen in Heilbronn: Weniger Kriminalität? Das sagt die Polizei!

Erstmeldung 19. März: Es ist 19 Uhr an einem Mittwochabend. Draußen herrscht bestes Frühlingswetter. Doch die Straßen in der Heilbronner Innenstadt sind wie leergefegt. Aus den Kneipen und Bars dringt statt der Musik bloße Stille. Der Grund ist nicht etwa ein großes Sportereignis, nein es ist das Coronavirus, das derzeit das öffentliche Leben in Deutschland lahmlegt.

Kinos, Bars und zahlreiche Geschäfte, sie alle müssen seit einigen Tagen geschlossen bleiben, um die weitere Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 einzudämmen. Denn die Zahlen der Menschen, die sich in Heilbronn und Baden-Württemberg mit dem Coronavirus infiziert haben, steigt immer weiter. Zahlreiche Menschen sind bereits an dem Virus verstorben. Ganz so menschenleer ist es aber nicht überall während der Corona-Krise. Denn jetzt warnt die Polizei: Corona-Partys werden zur Gefahr!

Coronavirus in Heilbronn: Weniger Verkehrsunfälle

Für die Inhaber der Geschäfte ist die aktuelle Situation das schlimmste vorstellbare Szenario, dennzahlreichen Gastro-Betrieben droht wegen des Coronavirus sogar die Insolvenz. Was aber bedeuten die aufgrund des Coronavirus leeren Straßen und geschlossenen Läden für die Kriminalität in Heilbronn? Wir haben bei der Polizei in Heilbronn nachgefragt. "Es gibt weniger Verkehrsunfälle", erklärt Polizeisprecher Gerald Olma. "Das liegt vor allem an dem geringeren Verkehrsaufkommen." Der Polizist geht aber auch davon aus, dass in anderen Bereichen bald eine ähnliche Tendenz feststellbar sein wird. 

Aufgrund der durch das Coronavirus geschlossenen Bars und Kneipen, sowie der leeren Straßen, rechnet Olma mit einem Rückgang bei den Taschendiebstählen."Das gilt auch für Ladendiebstähle", sagt der Sprecher der Heilbronner Polizei und begründet dies mit der Vielzahl an geschlossener Geschäfte. Einen Rückgang erwartet Olmer auch bei organisierten und grenzüberschreitenden Kriminalität, da wegen der Coronavirus-Krise viele Grenzen derzeit dicht sind und gut kontrolliert werden.

Coronavirus: Polizei Heilbronn sieht noch keinen Anstieg bei häuslicher Gewalt

Wenn die Menschen nun bedingt durch das Coronavirus Sars-CoV-2 mehr Zeit zu Hause verbringen und möglicherweise mehr Zeit miteinander verbringen als sonst, führt das nicht auch zu mehr Streitigkeiten innerhalb der Familie? Steigt dadurch gar die Anzahl an Einsätzen wegen häuslicher Gewalt?

"Wir konnten noch keine Steigerung feststellen", sagt Olma. "Aber es kann passieren, dass wir mehr Einsätze fahren müssen, weil die Menschen einen Lagerkoller bekommen." Doch auch in der organisierten Kriminalität beschäftigt sich die Polizei aus Baden-Württemberg mit neuen Phänomenen rund um das Coronavirus: Kriminelle versuchen, in die Wohnungen von Menschen zu gelangen, indem sie vorgeben, die Leute Corona-Tests unterziehen zu wollen.

Rubriklistenbild: © Fotos: AdobeStock/Pixabay; Collage: Hagmann

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