Seit der Maskenpflicht im Sortiment

Aldi, Lidl, Edeka und Co.: Das kostet der Mundschutz bei Discountern

  • Olaf Kubasik
    vonOlaf Kubasik
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  • Jason Blaschke
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Aufgrund des Coronavirus gilt in Baden-Württemberg die Maskenpflicht - auch Lidl, Aldi, Edeka und Co. haben den Mundschutz im Sortiment. 

  • Wegen des Coronavirus gilt in Baden-Württemberg eine Maskenpflicht beim Einkauf.
  • Viele Discounter wie Lidl und Aldi haben deshalb Mundschutzmasken im Sortiment aufgenommen.
  • Einwegmasken gibt es bei allen Discountern zum Selbstkostenpreis.

Maskenpflicht in BaWü: So viel kostet der Mundschutz beim Discounter

Update vom 6. Mai: In Baden-Württemberg gilt seit 27. April die Maskenpflicht beim Einkauf und im öffentlichen Personennahverkehr. Dementsprechend groß ist die Nachfrage nach einem Mundschutz. Logisch, dass auch die großen Discounter blitzschnell die begehrte Ware in ihr Sortiment aufgenommen haben. Aber was kostet der Mundschutz bei Aldi, Lidl und Co.?

Lidl, das wie Kaufland zur Schwarz-Gruppe in Neckarsulm bei Heilbronn gehört, verkauft in all seinen Filialen sogenannte Einwegmasken. In 50er-Packs "zum Selbstkostenpreis" für 33 Euro. Auch Konkurrent Aldi lässt sich nicht lumpen: 6,99 Euro kostet das Zehner-Set. Davon erhält jeder Kunde zwei Packungen, bei Lidl gibt es pro Einkauf nur eine.

Coronavirus-Maskenpflicht: Edeka Ueltzhöfer verkauft Textil-Mundschutz aus der Region Heilbronn

Edeka Ueltzhöfer hat an seinen Standorten Heilbronn, Heilbronn-Sontheim, Neuenstadt, Ellhofen und Oedheim an den ersten Tagen der Maskenpflicht ein begrenztes Kontingent Gratis-Mundschutze an die Kunden verteilt. Jetzt haben die fünf Märkte "Textilmasken aus der Region Heilbronn" im Sortiment, wie Inhaber Steffen Ueltzhöfer, der auch zahlreiche Schutzmaßnahmen für Kunden und Mitarbeiter eingeführt hat, mitteilt. Und was kosten diese? "Zehn Euro für den Zweier-Pack."

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Denk an deine Gesundheit und an die deiner Mitmenschen! Du hast noch keine Masken? Ab Donnerstag, dem 30.04., gibt’s Einwegmasken im 50er-Pack in allen rund 3.200 Lidl Filialen – und das zum Selbstkostenpreis* von nur 33 EUR! Die Masken bestehen aus 3 Lagen hochwertigem Vliesstoff und haben elastische Schlaufen für ein enges Anliegen. In Zukunft werden weitere Mund-Nasen-Bedeckungen sowie Stoffmasken zur Mehrfachverwendung folgen. Jetzt geht‘s erstmal darum, möglichst vielen Menschen einen Zugang zu Masken zu ermöglichen. Es handelt sich hierbei um kein Medizinprodukt, sondern um eine Alltagsmaske für die private Verwendung. Je mehr Menschen eine Maske tragen, desto besser können wir eine Ausbreitung eindämmen! Aber: Eine Maske ersetzt keine Abstandregeln. Bitte halte nach wie vor einen Abstand von 2 m zu deinen Mitmenschen ein. #gemeinsamlohntsich #füreinanderlohntsich #KaufNurWasDuBrauchst #WirBleibenZuhause #Covid19 #Covid_19 #Corona #Coronavirus #FlattenTheCurve #superhelden #lidlsuperhelden *Pro Einkauf und Kunden wird eine Packung ausgegeben. Diese Ware kann aufgrund begrenzter Vorratsmenge bereits im Laufe des ersten Angebotstages ausverkauft sein.

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Auch Rewe und Penny haben den Mundschutz-Verkauf gestartet. 25 Einwegmasken kosten in beiden Discountern 16,99 Euro. Ein Sprecher der Rewe-Group teilte außerdem gegenüber Focus Online mit, dass die Märkte mehrfach-verwendbare, waschbare Textilmasken mit ins Sortiment aufnehmen werden.

Coronavirus: Discounter in Baden-Württemberg haben ab sofort Mundschutzmasken im Sortiment

Erstmeldung vom 3. Mai: Da in Baden-Württemberg die Maskenpflicht in Geschäften und im ÖPNV gilt, ist die Nachfrage nach einem Mundschutz entsprechend hoch. Verschärft wird das Problem durch Lieferengpässe, da viele Länder einen Exportstopp auf Atemschutzmasken verhängt haben. Für die Region ist das ein Problem, da viele Hygieneartikel und Medizinprodukte im asiatischen Raum produziert werden. 

Und gerade dort sind die folgenschweren Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie mit am stärksten zu spüren, weshalb auch viele Händler und Apotheken in Baden-Württemberg aktuell über Lieferengpässe klagen. Jetzt scheint es aber wieder aufwärtszugehen. Grund: diverse Einzelhändler verkaufen Masken in großer Stückzahl.

Desinfektionsmittel, Mundschutz und Co. sind umkämpfte Güter in der Coronavirus-Zeit. Doch jetzt bieten erste Einzelhändler in Baden-Württemberg die Mundschutzmasken in Vorratspackungen an. 

Allen voran Aldi Süd, wo es seit gestern Masken im 10er-Set zu kaufen gibt. Der Konzern verzichtet - laut eigenen Angaben - auf "Gewinn machen" und verkauft das 10er-Set für 6,99 Euro an seine Kunden. Und auch Aldi-Konkurrent Lidl verkauft seit heute Einwegmasken, die im 50er-Pack für 33 Euro erhältlich sind. Der Discounter-Riese erklärt: "Aufgrund der aktuellen Corona-Situation bietet Lidl die Vorratspackungen zum Selbstkostenpreis an." Heißt: Der Händler macht an den Masken keinen Gewinn, sondern deckt lediglich seine eigenen Herstellungs-, beziehungsweise Einkaufskosten.

Maskenverkauf in der Coronavirus-Zeit: Drogerien in Baden-Württemberg wollen noch in dieser Woche nachziehen

Wer allerdings noch Masken braucht, sollte sich beeilen. Grund: Die einzelnen Filialen haben nur eine begrenze Stückzahl an Masken auf Lager, die in Zeiten der Coronavirus bedingten Maskenpflicht schnell ausverkauft sein werden. Lidl verfügt - laut Konzernangaben - über insgesamt 14 Millionen Einwegmasken in ganz Deutschland. 

Das berichtet focus.de in Bezug auf die Mundschutzmasken, die inBaden-Württemberg aktuell gefragter denn je sind. Lidl: "verkauft wird solange der Vorrat reicht." Pro Einkauf und Kunde gibt es eine Packung. Und auch bei Rossmann könnte es bald einen Mundschutz im Sortiment geben. Laut Focus sollen die Masken noch in dieser Woche in den Rossmann-Filialen erhältlich sein.

Eine etwas andere Haltung zum Thema Mundschutz in der Coronavirus-Pandemie herrscht beim Rivalen dm, wo Mundschutzmasken im Sortiment aktuell ausverkauft sind. Wenn aber ein Kunde ohne Mundschutz in die Filiale kommt, wird ihm dort eine einzelne Maske - für einen Euro - zum Kauf angeboten. Der dm-Chef Christoph Werner erklärt: "Ein regulärer Verkauf von Mundschutzmasken kann momentan in der derzeitigen Ausnahmesituation nicht gewährleistet werden." Ein Grund dafür ist, dass der Masken-Lieferant von dm seinen Sitz in Frankreich hat, wo derzeit ein Exportstopp für Atemschutzmasken gilt.

Mundschutz-Mangel in der Coronavirus-Pandemie: Wie sieht es mit Kaufland, Rewe und Edeka in Baden-Württemberg aus?

"Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, dem momentanen Bedarf der Verbraucher an Schutzmasken zeitnah nachzukommen", erklärt eine Kaufland-Sprecherin auf Watson. Und auch Edeka hofft, seinen Kunden bald Mundschutzmasken zum Kauf anbieten zu können. Doch für den Lebensmittelhändler mit Sitz in Hamburg ist es erstmal Priorität, dass die Mitarbeiter - flächendeckend - mit Masken ausgestattet sind. Und auch Rewe denkt erstmal an die Mitarbeiter und ist sich noch unschlüssig, ob Kunden entsprechende Produkte überhaupt angeboten werden.

"Das ist derzeit noch in der Prüfung", erklärt der Konzern. Und wer tatsächlich keinen Mundschutz in Baden-Württemberg mehr bekommt, kann sich seine Schutzmaske selber nähen - einfach und kostenlos. Wie das geht? echo24.de zeigt es mit den besten Bastelanleitungen. Wer bei der Maske Marke-Eigenbau doch an seine Grenzen kommt, findet auch in vielen kleinen Läden und Apotheken noch den passenden Mundschutz. Ein Artikel auf echo24.de zeigt euch, wo es solche Masken in Heilbronn noch zu kaufen gibt.  

Zum 1. November 2020 will Lidl diese Dienstleistung einstellen.

Rubriklistenbild: © Archiv/Kubasik/Pixabay/Collage: kub

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