14 verschiedene Typen untersucht

US-Forscher testen Corona-Schutzmasken - das Ergebnis überrascht 

  • Olaf Kubasik
    vonOlaf Kubasik
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US-Forscher in den USA untersuchen mittels simplem Test verschiedene Masken-Typen zum Schutz vor dem Coronavirus - und kommen zu einem eindeutigen Ergebnis.

  • Forscher in den USA haben verschiedene Masken untersucht.
  • Mit einem simplen Test wurde die ausgestoßene Aerosole ermittelt.
  • Professionelle FFP2-Masken schützen am besten vor dem Coronavirus.

Coronavirus: Forscher aus den USA testen Masken - mit überraschendem Ergebnis

Dass viele Menschen des Mundschutz-Tragens überdrüssig sind, ist verständlich. Vor allem angesichts der derzeitigen Schwitze-Hitze mit Temperaturen von über 30 Grad. Dennoch ist auch dann eine Maske immens wichtig, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Denn laut einer aktuellen Studie zur Wirksamkeit von Masken gegen Covid-19 gilt: Jede Art von Mund-Nasen-Schutz ist besser als Maskenlosigkeit.

Forscher der Duke-Universität in Durham/USA haben 14 unterschiedliche Masken-Typen auf Wirksamkeit untersucht, wie das Wissenschaftsmagazin Sciences Advances berichtet. Dabei galt es, herauszufinden, welche Masken beim Sprechen oder Ausatmen mit Viren belastete Tröpfchen am besten zurückhält. Testsieger - so viel sei vorweggenommen - sind die in Europa genannten FFP2-Masken.

Coronavirus: Professionelle FFP2-Masken laut US-Forschern am besten

Bei FFP2-Masken wurde die sogenannte ausgestoßene Aerosole erheblich minimiert - auf 0,1 Prozent der Menge ohne Maske. Das sollte Maskenverweigerern neben hohen Geldstrafen ebenfalls zu denken geben. Für den Vergleich griffen die Forscher auf einen simplen Test zurück: Die Versuchspersonen wurden in einen dunklen Raum geführt und mussten ohne Maske und mit den verschiedenen Typen fünfmal hintereinander "Stay healthy, people" (Bleibt gesund, Leute) in einen erweiterten Laserstrahl sprechen. Dabei wurden sie mit einer Smartphone-Kamera gefilmt. Mittels Computer wurden anschließend die Anzahl der ausgestoßenen Tröpfchen ermittelt.

Neben den FFP2-Masken schnitten chirurgische Masken gut ab, die 90 Prozent der Aerosole abfangen. "70 bis 90 Prozent" filtern der Studie zufolge selbstgenähte Masken aus Baumwolle. Allerdings variiert das je nach Zahl ihrer Stofflagen und Falten. Wesentlich uneffektiver sind Halstücher, die rund die Hälfte der Tröpfchen hindurch lassen. Aber es gibt noch einen ganz großen Vergleichsverlierer: Schlauchschals aus Polarfleece…

FFP2-Masken schützen am besten vor einer Coronavirus-Infektion - das haben US-Forscher getestet.

Coronavirus: US-Forscher warnen vor bestimmtem Masken-Typen

Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass ein Schlauchschal aus Polarfleece die Zahl der ausgestoßenen Tröpfchen sogar noch erhöht. Das könnte daran liegen, dass das Material die beim Ausatmen und Sprechen ausgestoßenen größeren Tröpfchen in mehrere kleinere zerlegt. Und noch etwas ist interessant - DENN: FFP2-Masken mit Ausatmungsventil sind in etwa mit dem Schutz aus Baumwolle zu vergleichen. Also viel weniger effizient als professionelle FFP2-Masken.

Rubriklistenbild: © Boris Roessler/dpa

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