Kritik vor Corona-Runde

Vor Corona-Gipfel am Mittwoch: Kretschmann sauer auf Kollegen

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Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg Winfried Kretschmann äußert Kritik am Vorgehen einiger Bundesländer.

  • Baden-Württembergs Ministerpräsident hat Lockerungen im Kampf gegen das Coronavirus in Aussicht gestellt.
  • Winfried Kretschmann äußert aber auch Kritik am Vorgehen einiger Amtskollegen.
  • Die Maßnahmen sollten  in ganz Deutschland einheitlich sein.

Vor Corona-Gipfel am Mittwoch: Kretschmann sauer auf Kollegen

Update, 06. Mai: Am heutigen Mittwoch beraten Bund und Länder über weitere Lockerungen der Corona-Verordnung und schauen auch auf die Auswirkungen der bisherigen Lockerungen. Aber: Die Einigkeit, mit der Deutschland bislang so erfolgreich gegen das Coronavirus angetreten ist, scheint zu bröckeln. Klar ist: Es gab immer wieder einzelne Vorstöße der Bundesländer, ohne auf gemeinsame Absprachen zu warten, wie beispielsweise durch NRW, Bayern, Rheinland-Pfalz. Nun scheint für Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann ein kritischer Punkt erreicht. 

Kretschmann hat die Länder-Regierungschefs für Alleingänge bei der Lockerung von Corona-Auflagen kritisiert! Kretschmann: "Anstatt die heutige Beratung abzuwarten, sind jetzt eine ganze Reihe von Kollegen mit eigenen Öffnungen vorgeprescht." Gemeint ist wohl unter anderem Sachsen-Anhalt, die eine neue Verordnung in Kraft gesetzt haben, mit der das Land bundesweit bei der Lockerung der Corona-Beschränkungen vorangeht. Die Menschen dort dürfen statt wie bisher mit einem Menschen abseits des eigenen Haushalts fortan zu fünft zusammen sein. 

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann verspricht Lockerungen - aber schrittweise.

Kretschmann: "Wir stehen noch mitten in der Pandemie." Dabei betont Kretschmann nochmals, dass es durchaus einzelne länderspezifische Unterschiede geben könne, solange man im Großen und Ganzen beieinander bleibt und eben Schritt für Schritt vorgehe. Kretschmann: "Unsere Stärke lag bislang im gemeinsamen und behutsamen Vorgehen." Diesen Weg solle man nicht verlassen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kretschmann verspricht Lockerungen - aber äußert Kritik

Anders als bislang üblich, beraten sich Bund und Länder bereits eine Woche nach den letzten Gesprächen überLockerungen der Corona-Auflagen erneut. Bereits vor den Gesprächen zeichnet sich ab, über welche Themen die Ministerpräsidenten mit Angela Merkel sprechen werden.

Zudem hatten einige Bundesländer bereits vor den Gesprächen ihre Corona-Verordnungen deutlich gelockert. In Sachsen-Anhalt ist beispielsweise seit Montag eine neue Verordnung in Kraft, in der das Kontaktverbot für die Bürger deutlich gelockert wurde. Statt wie bisher mit nur einer Person, die nicht im eigenen Haushalt lebt, darf man sich dort nun zu fünft treffen.

Coronavirus in BaWü: Kretschmann fordert einheitliches Vorgehen

Eine Entscheidung die beim baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann auf Kritik stößt, wie StN.de berichtet. Der Grünen-Politiker sprach sichfür ein bundesweit einheitliches Vorgehen aus: "Zusammenbleiben kann man nicht, wenn jeder schon vorher beschlossen hat, was er macht!"

Coronavirus in BaWü: Kontaktloser Outdoor Sport bald wieder erlaubt?

Zeitgleich kündigte Kretschmann jedoch auch weitere Lockerungen der Corona-Regeln in Baden-Württemberg an. Diese Lockerungen dürften zahlreiche Sportler in Baden-Württemberg freuen, denn wie StN.de weiter berichtet hat der 71-Jährige den Lenkungskreis der Landesregierung damit beauftragt, ab der kommenden Woche "kontaktlosen Outdoor Sport" wieder zu erlauben.

Darunter falle Sport der im Freien unter Einhaltung der Abstandsregeln problemlos ausgeübt werden kann. Dazu zählen Sportarten wie Golf und Tennis, aber auch Leichtathletik. Das ist ein wichtiger Schritt, denn Sport im Freien ist gut für das Immunsystem.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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