Coronavirus in Baden-Württemberg

Hohenlohekreis liefert 10.000 Schutzmasken aus - bittet aber weiter um Spenden

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  • Isabell Kähny
    Isabell Kähny
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Der Hohenlohekreis entwickelt sich immer mehr zu einem Coronavirus-Hotspot - zurzeit sind 421 Fälle bekannt (Stand 29. März). Jetzt wurden 10.000 gespendete Schutzmasken verteilt.

  • In Baden-Württemberg gibt es bereits 11.536 bestätigte Coronavirus-Infektionen (Stand 29. März).
  • Der Hohenlohekreis verteilt 10.000 gespendete Schutzmasken an Gesundheitseinrichtungen.
  • Weiterhin wird aber um Spenden von Schutzkleidung gebeten.

Ein Thema beherrscht aktuell die Medien in Baden-Württemberg - und deutschlandweit: das Coronavirus! In Baden-Württemberg gibt es bereits 11.536 bestätigte Coronavirus-Fälle (Stand 29. März), 128 Menschen verloren ihr Leben. Umso wichtiger ist, dass Ärzte und medizinisches Fachpersonal in Krankenhäusern und Praxen reibungslos arbeiten können. Doch vielerorts gibt es ein Problem: Schutzkleidung wird knapp - so auch in Hohenlohe! Dabei entwickelt sich der Hohenlohekreis  immer mehr zu einem Hotspot des Coronavirus. Dort sind bereits Diagnosen möglich, auch ohne einen Abstrich.

Coronavirus: 10.000 gespendete Schutzmasken im Hohenlohekreis verteilt

Update vom 30. März: Der Hohenlohekreis hat angesichts der Coronavirus-Pandemie rund 10.000 gespendete Schutzmasken ausgeliefert. Diese wurden dringend benötigt, da sich der Hohenlohekreis zu einem Corona-Hotspot entwickelt hat und sich in vielen Berufen nicht die notwendigen Abstände einhalten lassen. Deshalb müssen sich die Mitarbeiter mit Schutzmasken vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen.

Wie der SWR unter Berufung auf das Landratsamt berichtet, wurden Schutzmasken an das Hohenloher Krankenhaus und die niedergelassenen Ärzte geliefert. Ebenso ausgestattet wurden Altenheime und ambulante Pflegedienste im Hohenlohekreis. Weiter heißt es: "Auch Zahnärzte, Physiotherapeuten oder DRK und Feuerwehr sollen beliefert werden." Um die Krankenhäuser zu entlasten, wird in Künzelsau eine neue Isolierstation eingerichtet.

Schutzmasken sind im Hohenlohekreis in den vergangenen Tagen in vielen Einrichtungen zu einer Mangelware geworden. Deshalb werden sie weiterhin händeringend gesucht: Wer Masken, Schutzkleidung oder Handschuhe spenden möchte, wird gebeten, sich beim Gesundheitsamt zu melden. Ein Unternehmer aus Heilbronn hat jetzt 2.000 Schutzbrillen an den ASB gespendet.

Coronavirus in Hohenlohe: Nach Spendenaufruf neue Kontaktadresse

Update vom 25. März: Nach dem Aufruf nach Spenden von Masken, Handschuhen und Schutzkleidung teilte die Landkreisverwaltung heute eine neue Emailadresse für Spender mit. Ab sofort solle man sich unter dieser Adresse an die zuständige Stelle wenden: corona-spenden@hohenlohekreis.de. Die Landkreisverwaltung freue sich über die große Spendenbereitschaft von Schutzkleidung für die Gesundheitseinrichtungen des Landkreises. Gerne werden weitere Spenden entgegen genommen. Um die Anlieferung zu organisieren, solle man sich unter der neuen Emailadresse melden. Auf keinen Fall sollten Pakete direkt beim Gesundheitsamt abgestellt werden. Auch können keine abgelaufenen oder bereits offenen Pakete angenommen werden.

Coronavirus Baden-Württemberg: Hohenlohekreis sucht Masken, Handschuhe und Schutzkleidung

Ursprungsmeldung: Deswegen wendet sich das Landratsamt Hohenlohekreis in einer Pressemitteilung mit einem Appell an Betriebe, Firmen, Unternehmen und Privatpersonen: Es wird Schutzkleidung für Gesundheitseinrichtungen gesucht. "Derzeit erreicht uns eine Vielzahl an Anfragen von Gesundheitseinrichtungen, denen es an Schutzausrüstung mangelt" - in einem gemeinsamen Brief äußern sich Landrat Dr. Matthias Neth, der Vorsitzende der Innovationsregion Hohenlohe Thomas Philippiak und der Ärztliche Direktor der Hohenloher Krankenhaus gGmbH Dr. Werner Reinosch zur Situation.

"Oberste Priorität hat der Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um eine bestmögliche Versorgung der Coronavirus-Patienten zu gewährleisten und Risikogruppen vor einer Coronavirus-Erkrankung zu schützen", so die Unterzeichner. Bei steigenden Fallzahlen zeichne sich ein zunehmender Engpass an Atemschutzmasken und medizinischer Schutzkleidung sowie Nitril-Handschuhen ab, da bereits georderte Lieferungen auf dem Transportweg hängen bleiben und sich verzögern. 

Wer kann helfen? Hohenlohekreis sucht wegen Coronavirus dringend Schutzkleidung

"Um diesen Engpass zu überbrücken, werden dringend Spenden benötigt", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Wer Masken, Schutzkleidung oder Handschuhe beisteuern kann, soll sich mit dem Gesundheitsamt des Hohenlohekreises unter CV-PSA@hohenlohekreis.de oder telefonisch unter 07940/18-309 in Verbindung setzen.

Wer kann Masken, Schutzkleidung oder Handschuhe für den Hohenlohekreis beisteuern?

Rubriklistenbild: © Christian Beutler/KEYSTONE/dpa

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