Um Krankenhäuser zu entlasten

Der Corona-Hotspot Hohenlohe rüstet auf: Neue Isolierstation in ehemaligem Krankenhaus

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Die Coronavirus-Pandemie verbreitet sich im Hohenlohekreis besonders stark. In Künzelsau wird darum jetzt eine neue Isolierstation eingerichtet.

  • Neue Isolierstation in Künzelsau soll während der Coronavirus-Pandemie Krankenhäuser entlasten.
  • Momentan wird im ehemaligen Krankenhaus in Künzelsau dafür alles eingerichtet.
  • Hohenlohekreis zählt in Baden-Württemberg zu den Corona-Hotspots.

Das ehemalige Krankenhausgebäude in Künzelsau wird angesichts der Coronavirus-Pandemie zu neuem Leben erweckt. Denn dort soll jetzt eine Isolierstation eingerichtet werden. Die Vorbereitungen dafür haben am Donnerstag begonnen, wie das Landratsamt Hohenlohekreis auf seiner Homepage berichtet.

Dank der neu eingerichteten Isolierstation sollen die Krankenhäuser entlastet werden. Zum Beispiel können hier Menschen untergebracht werden, die mit schwachen Symptomen aus den Kliniken entlassen werden. Schließlich zählt der Hohenlohekreis mit einer Zahl von 421 mit Covid-19 infizierten Menschen und einer Inzidenz von 374,39 (Stand: 29. März) zu den Coronavirus-Hotspots in Baden-Württemberg.

Coronavirus-Isolierstation: Quarantäne-Unterbringung für Infizierte mit schwachen Anzeichen

Landrat Dr. Matthias Neth erklärt einen weiteren Vorteil der neuen Isolierstation im ehemaligen Krankenhaus in Künzelsau: "Man kann hier auch Personen mit schwachen Krankheitsanzeichen eine adäquate Unterbringung für die Quarantäne anbieten." Dies sei insbesondere dann nötig und sinnvoll, wenn an dem Coronavirus erkrankte Personen zu Hause mit Risikogruppen zusammenleben.

Momentan sind die Ortsverbände des Technischen Hilfswerks (THW) aus Künzelsau und Pfedelbach sowie Mitarbeiter der Landkreisverwaltung des Hohenlohekreises dabei, in den Zimmern des ehemaligen Künzelsauer Krankenhauses Betten und Schränke aufzubauen. Am Ende entstehen so im ehemaligen Bettentrakt über 50 Einzelzimmer mit jeweils eigenen Nasszellen (Dusche und WC). Auch ein WLAN-Hotspot wird eingerichtet.

Coronavirus: Keine medizinische Versorgung in neuer Isolierstation im Hohenlohekreis

Bei der neuen Station im ehemaligen Krankenhaus in Künzelsau handelt es sich aber um eine reine Isoliereinrichtung. Es kommt zu keiner medizinischen Versorgung der mit dem Coronavirus infizierten Personen. Im Gegensatz zu vielen anderen Einrichtungen im Hohenlohekreis. Und weil Schutzmasken dort zu einer Mangelware geworden sind, werden sie weiterhin händeringend gesucht: Wer also Masken, Schutzkleidung oder Handschuhe spenden möchte, wird gebeten, sich beim Gesundheitsamt zu melden.

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