Coronavirus im Hohenlohekreis

Schon wieder Corona-Hotspot: Sorgen im Hohenlohekreis werden größer - Mutation festgestellt

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Im Hohenlohekreis wurde auch eine Mutation festgestellt.
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Die 7-Tage-Inzidenz im Hohenlohekreis steigt seit Tagen an. Jetzt wurde auch eine Virusmutation festgestellt.

Der Tagesbericht des Landesgesundheitsamts (LGA) macht einmal mehr Hoffnung, dass der Lockdown in Baden-Württemberg bald endet. Am Montag lag die 7-Tage-Inzidenz im Schnitt bei 59,2 (Stand 8. Februar). Doch nicht überall sehen die Zahlen so positiv aus, wie es der Landesschnitt vermuten lässt.

Zwar gibt es bereits fünf Meldekreise, die unter dem Grenzwert von 35 liegen, zahlreiche Regionen liegen aber immer noch deutlich über der 100er-Marke. Dazu zählt neben Heilbronn auch der Hohenlohekreis und zeigt damit eindrucksvoll, wie die brisant die Lage wirklich ist.

Coronavirus im Hohenlohekreis: 7-Tage-Inzidenz explodiert - aus diesem Grund

Denn: Vor wenigen Tagen noch zählte der Hohenlohekreis noch zu den Kreisen, die bereits unter dem Grenzwert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag. Inzwischen liegt die 7-Tage-Inzidenz im Hohenlohekreis bei 130,5 (Stand 8. Februar). Das ist der höchste Wert in Baden-Württemberg.

Wie aber konnte es so weit kommen? Laut dem Landratsamt Hohenlohe sind drei Ausbruchsgeschehen - in einem Unternehmen, einer Kita und eine illegale Corona-Party - für den enormen Anstieg der 7-Tage-Inzidenz verantwortlich. Da das Coronavirus als hochansteckend gilt, wurde im Hohenlohekreis auch auf mögliche Mutationen des Virus getestet.

Coronavirus im Hohenlohekreis: Zahlreiche Fälle in Unternehmen - Mutation nachgewiesen

Wie der SWR berichtet, wurde dabei bei vier Mitarbeitern des Hohenloher Unternehmens die britische Mutation des Coronavirus festgestellt. Insgesamt sind 43 Mitarbeiter an dem Virus erkrankt. Gegenüber dem SWR erklärte der Landrat des Hohenlohekreises, Matthias Neth (CDU), dass sich möglicherweise noch mehr Mitarbeiter mit der britischen Mutation des Coronavirus infiziert haben könnten.

„Wir gehen davon aus, dass diese bestätigten 43 Fälle, die nicht alle im Hohenlohekreis leben, sondern auch in den Nachbarlandkreisen, dann mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit aus dem gleichen Virusstamm betroffen sind“, erklärte Neth. Das müsse allerdings erst noch im Labor nachgewiesen werden.

Coronavirus im Hohenlohekreis: Landrat rechnet mit weiteren Mutations-Fällen

Der Landrat rechnet aber mit weiteren Fällen der Mutation: „Wir gehen momentan davon aus, auch wenn wir sehen, wie schnell die Mutation in anderen Ecken um sich greift, dass wir auch hier von einem solchen Geschehen ausgehen müssen.“ Neth zeigte sich gegenüber dem SWR zudem besorgt wegen des Infektionsgeschehens im Hohenlohekreis. Denn auch das Infektionsgeschehen in einer Kinderbetreuungseinrichtung im Raum Öhringen sei hochdynamisch und besorgniserregend. Dort gab es ebenfalls 14 Infektionen mit dem Coronavirus.

Die Sorgen des Landrats sind dabei nicht unbegründet, es ist bereits das zweite Mal, dass der Hohenlohekreis zum Corona-Hotspot wird. Bereits im vergangenen Frühjahr schossen die Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Heilbronner Nachbarkreis in die Höhe. Daraufhin führte das Robert-Koch-Institut zwei Studien im Hohenlohekreis durch.

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