Zwei Wochen Quarantäne

Coronavirus-Diagnose im Hohenlohekreis nun ohne Test möglich

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Der Hohenlohekreis entwickelt sich immer mehr zum Hotspot des Coronavirus. Nun sind Diagnosen möglich, auch ohne einen Abstrich.

  • Der Hohenlohekreis entwickelt sich zum Hotspot.
  • Nun kann das Coronavirus auch ohne Test diagnostiziert werden.
  • Danach muss man für zwei Wochen in Quarantäne. 

Coronavirus-Diagnose im Hohenlohekreis nun ohne Test möglich

Im Hohenlohekreis werden die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus weiter verschärft. Denn: innerhalb kürzester Zeit hat sich der Hohenlohekreis zu einem Corona-Hotspot entwickelt. Die Zahlen steigen rasant. Doch nicht nur hier steht man vor einem großen Problem, ganz Deutschland ist betroffen: Die Testkapazitäten sind erschöpft. 

Nun ist im Hohenlohekreis eine Diagnose ohne Test möglich! Doch wie geht das? Klinische Befunde sollen jetzt dafür ausreichen. "Stellt ein Arzt die Symptome fest, gilt die Covid-19 Infektion als nachgewiesen", so die Leiterin des Gesundheitsamts Dr. Antje Haack-Erdmann. Dieses Vorgehen ist nun notwendig, da noch vorhandene Tests für Risikogruppen sichergestellt werden sollen. Künftig gilt also: Wer typische Symptome hat, zählt als Coronavirus-Infizierter

Coronavirus im Hotspot Hohenlohe: Diagnose jetzt ohne Test möglich

"Egal, ob die Diagnose Corona durch einen Abstrich bestätigt wurde oder aufgrund der klinischen Symptome gestellt wird, alle Patienten werden entsprechend ihrer Symptome gleich gut behandelt. Durch einen Test ändert sich nichts an dieser Behandlung, er ist für die weitere Therapie also nicht notwendig", unterstreicht Dr. Susanne Bublitz von der Ärzteschaft Öhringen. 

Alle Erkrankten müssen dann umgehend für 14 Tage in Quarantäne. Beendet darf diese nach zwei Wochen nur, wenn der Infizierte 48 Stunden vor dem Ende der Quarantäne symptomfrei ist. Dasselbe gilt für Kontaktpersonen. Rechtlich geregelt ist dieses Vorgehen in einer sogenannten Allgemeinverfügung des Hohenlohekreises. Verstöße werden mit Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren und hohen Bußgeldern geahndet.

Gibt es bald ein wirksames Medikament gegen das Coronavirus? Mediziner aus Tübingen forschen derzeit nach einem neuen Mittel.

4.300 bestätigte Corona-Fälle gibt es in Baden-Württemberg (Stand 22. März 2020, 15 Uhr).

Rubriklistenbild: © dpa/ Sven Hoppe

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