Angeblich war die 47-Jährige zuvor kerngesund

Coronavirus-Patientin erwacht in Löwensteiner Klinik aus Koma - Tochter zu Tränen gerührt

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Eine Pflegerin aus einem Altersheim bei Heilbronn hatte sich mit dem Coronavirus infiziert. Nun konnte sie erstmals wieder ihre Tochter durchs Klinikfenster in Löwenstein sehen. 

  • 47-Jährige ist als Pflegerin in einem Seniorenheim bei Heilbronn am Coronavirus erkrankt.
  • Angehörige harren vor Lungenklinik in Löwenstein bei Heilbronn aus.
  • Infizierte Frau erwacht aus Koma - und rührt ihre Tochter zu Tränen.

Update 26. März: Stundenlang harren drei Angehörige vor der Lungenklinik in Löwenstein im Landkreis Heilbronn aus. Sie hoffen, bangen und beten für eine 47-jährige Pflegerin eines Seniorenheims in Bad Rappenau im Landkreis Heilbronn, die ohne Vorerkrankungen an Covid-19 erkrankt ist. Nun die Erleichterung: Die Hingabe der drei Frauen war nicht vergebens!

Bereits am Dienstag erklärte ein Arzt der Lungenklinik in Löwenstein bei Heilbronn gegenüber der Tochter der 47-jährigen am Coronavirus Erkrankten: Der Frau gehe es nun besser! Sie könne nun schon wieder selbstständig atmen und sei bei Bewusstsein. Bis zur vollständigen Erholung der an Sars-CoV-2 erkrankten Frau dauere es aber noch einige Zeit. Das berichtet die Heilbronner Stimme.

Coronavirus Heilbronn: Pflegerin erwacht aus Koma in Klinik in Löwenstein

Besonders bewegend: Da es der an Coronavirus erkrankten Frau in der Lungenklinik in Löwenstein im Landkreis Heilbronn nun besser geht, konnten die Krankenpfleger das Krankenbett der 47-jährigen Frau am Dienstag an das Fenster des Krankenzimmers schieben. Die vor der Klinik ausharrenden Angehörigen konnten die Frau daraufhin sehen. Die Tochter war bei dem Anblick ihrer erkrankten Mutter, die zuvor im Koma lag, zu Tränen gerührt. Bewegt - aber auch erleichtert - winkte sie der aus dem Koma Erwachten gemeinsam mit ihren Angehörigen zu. 

Coronavirus in Heilbronn: Pflegerin aus Altersheim kämpft ums Überleben in Löwenstein

Ursprungstext 20. März: Das Coronavirus greift derzeit massiv in das öffentliche Leben ein. Und verändert auch das Familienleben extrem: Was gestern noch gewöhnlich war, artet heute wegen Sars-CoV-2 in Angst und Bangen um das Leben der Liebsten aus. Wie bei dem Fall einer 47-Jährigen, die sich derzeit im künstlichen Koma in einer Klinik in Löwenstein bei Heilbronn auf der Intensivstation befindet und sich mit dem Coronavirus infiziert hat und an Covid-19 erkrankt ist.

In dieser Klinik in Löwenstein wird die 47-jährige Erkrankte betreut.

Wie die Heilbronner Stimme berichtet, war die 47-jährige Frau als Pflegerin in dem Seniorenheim in Bad Rappenau im Landkreis Heilbronn beschäftigt, in dem in mehreren Fällen das Coronavirus Sars-CoV-2 ausgebrochen ist. Am Dienstag ist eine 80-jährige Person, die in dem Seniorenheim gewohnt hat, aufgrund des Coronavirus verstorben. Und nun bangt die Familie der 47-Jährigen um das Leben der Frau, deren Zustand laut den Ärzten jedoch stabil ist.

Coronavirus im Landkreis Heilbronn: Angehörige bangen um Leben von 47-jähriger Frau

Die Schwägerin der mit dem Coronavirus-Infizierten, deren Tochter sowie die Tochter der infizierten 47-jährigen Frau harren nun vor der Lungenklinik in Löwenstein im Landkreis Heilbronn aus. Sie beten, hoffen und bangen. Das Überraschende: Die Frau soll vor der Infizierung mit dem Coronavirus gesund gewesen sein und vor Covid-19 keine Vorerkrankungen gehabt haben. Zudem sei die Frau gut in Form gewesen, habe eine gesunde Lebenseinstellung gehabt und sich bewusst ernährt.

Daher haben die drei Angehörigen sich bewusst an die Heilbronner Stimme gewandt - denn das Coronavirus-Thema nehmen immer noch zu viele auf die leichte Schulter. In Baden-Württemberg musste die Polizei in den vergangenen Tagen immer wieder Corona-Partys auflösen, bei denen sich vornehmlich junge Leute getroffen haben - ohne Rücksicht darauf, sich bei diesen Zusammenkünften möglicherweise mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 anzustecken und den Erreger weiterzuverbreiten.

Angehörige dürfen Coronavirus-Infizierte nicht in Löwenstein Klinik besuchen

Besonders belastend für die Angehörigen der 47-jährigen Frau, die in der Klinik in Löwenstein, in der Coronavirus-Infizierte behandelt werden, wegen des Coronavirus im künstlichen Koma liegt: Aufgrund der Übertragungsgefahr dürfen sie die Pflegerin nicht besuchen. Die beiden Söhne sowie der Ehemann der 47-jährigen Frau befinden sich in Quarantäne.

Wie die Frauen gegenüber der Heilbronner Stimme berichten, können sie die ganze Situation rund um das Coronavirus selbst kaum fassen. Für sie sei es wie im Film, was gerade auf der Welt passiert. Für die Arzte, Krankenschwestern und Pfleger habe sie allerdings einzig und allein lobende Worte übrig. Diese leisten "hervorragende Arbeit" und halten die Angehörigen stets auf dem Laufenden. Die Schwägerin erklärt: "'Die Ärzte winken uns von oben zu und schicken uns ihr Lächeln.'"

Mittlerweile sind fast 3.000 Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg bekannt. Elf Menschen sind bislang in Baden-Württemberg an Corona gestorben.

Rubriklistenbild: © dpa/ Marijan Murat

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