In Rekordzeit

Kampf gegen Coronavirus: Mercedes entwickelt Beatmungsgerät in Rekordzeit

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In nur 100 Arbeitsstunden hat Mercedes in England ein Beatmungsgerät zur Massenproduktion entwickelt.

  • Im Kampf gegen das Coronavirus helfen die Formel-1-Teams in England der Regierung.
  • In nur 100 Arbeitsstunden hat Mercedes ein Beatmungsgerät entwickelt.
  • Die Ingenieure arbeiteten dabei mit der Universitätsklinik in London zusammen.

Formel 1 gegen Coronavirus: Mercedes entwickelt Beatmungsgerät in Rekordzeit

Normalerweise würde sich das Formel-1-Team von Mercedes-Benz derzeit in Vietnam auf den ersten Grand Prix der Formel 1 in der Hauptstadt Hanoi vorbereiten. Wegen des Coronavirus kann dieser ebenso wenig stattfinden wie die Rennen in Australien und Bahrain. Alle Rennen der Königsklasse sind bis in den Juli verlegt oder abgesagt. Doch auch das Rennen in Silverstone ist alles andere als sicher. 

Um Geld zu sparen und die Mitarbeiter zu schützen sind die Fabriken der Formel-1-Teams geschlossen. Bei McLaren verzichten sogar die beiden Piloten auf Gehalt. Allerdings nicht alle, denn Mercedes, Red Bull, Williams, Racing Point, sowie Renault und Haas beteiligen sich auf Wunsch der britischen Regierung am Kampf gegen das Coronavirus. 

Formel 1 im Kampf gegen Corona: Mercedes braucht nur 100 Arbeitsstunden

Wo sonst schnelle Autos gebaut werden, entstehen jetzt hochmoderne Beatmungsgeräte und das im Rekordtempo. Innerhalb von nur 100 Arbeitsstunden ist es den Ingenieuren von Mercedes High Performance Powertrains (HPP) - die sonst für die schnellen Motoren der Formel-1-Boliden der Stuttgarter verantwortlich sind - gelungen, zusammen mit Experten der Universitätsklinik London (UCL) ein CPAP-Gerät zu bauen, das ohne Ventilator auskommt.

Normalerweise benötigt dieser Prozess, laut auto, motor und sport, mehr als ein Jahr,  um ein solches Gerät zu entwickeln. Mercedes und das UCL brauchte nicht einmal 3 Wochen, bis zur Zulassung erster Testgeräte durch die britischen Behörden.

Formel 1 im Kampf gegen Corona: Mercedes kann 1.000 Geräte am Tag fertigen

"Die F1-Gemeinde hat mit dem gemeinsamen 'Projekt Pitlane' eine beeindruckende Antwort auf die Bitte um Unterstützung gegeben. Es wurde eine Reihe von Projekten angestoßen, um dort zu helfen, wo es nötig ist", erklärt Andy Cowell, der Chef von Mercedes HPP stolz. "Wir sind stolz darauf, dass wir unsere Ressourcen in den Dienst der UCL stellen durften, um das CPAP-Projektnach höchsten Standards und in schnellstmöglicher Zeit abschließen zu können."

So sieht das CPAP-Gerät von Mercedes und der UCL aus.

Zudem hat das Beatmungsgerät von Mercedes noch einen weiteren Vorteil gegenüber den herkömmlichen CPAP-Maschinen, die weltweit extrem nachgefragt sind. Es kann schnell in Massenproduktion hergestellt werden. Wie aol.de berichtet könnte Mercedes HPP nach der Testphase mit der Produktion von 1.000 Geräten am Tag beginnen. 

Rubriklistenbild: © James Tye / UCL

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