Rascher Corona-Test in Hohenlohe

Coronavirus: So funktioniert die Drive-in-Abstrichstelle im Hohenlohekreis

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Ab dem morgigen Montag ist die Abstrichstelle in Kupferzell-Belzhag in Betrieb.
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  • Isabell Kähny
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Auch der Hohenlohekreis rüstet aufgrund der steigenden Corona-Fälle auf.

  • Im Hohenlohekreis wird eine Drive-in-Abstrichstelle für Corona-Verdachtsfälle entstehen.
  • Das Technische Hilfswerk soll die Maßnahme umsetzen.
  • Morgen geht die Drive-in-Abstrichstelle in Kupferzell-Belzhag in Betrieb.

Im Hohenlohekreis steigt die Zahl der bestätigten Corona-Fälle. 

Update 15. März: In den kommenden Tagen rechnet der Hohenlohekreis mit einem weiteren Anstieg der bestätigten Coronavirus-Fälle im Hohenlohekreis sowie der Verdachtsfälle. Daher hat das Landratsamt in Zusammenarbeit mit dem THW Pfedelbach nun die Möglichkeit einer so genannten "Drive-in-Abstrichstelle" in Kupferzell-Belzhag geschaffen. Die Abstrichstelle wird von Ärzten der Kassenärztlichen Vereinigung gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk und dem Deutschen Roten Kreuz betrieben.  Ähnliche Stellen gibt es bereits in anderen Landkreisen.

Die neue Abstrichstelle zum Test von Coronavirus-Fällen im Hohenlohekreis geht ab Montag, 16. März, in Betrieb. Die Abstrichstelle beim Gesundheitsamt in Künzelsau wird ihren Betrieb dann einstellen. Auch gestern wurde erneut bekannt, dass die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen in Baden-Württemberg weiter steigt.

Coronavirus im Hohenlohekreis: Prüfung nicht ohne den Hausarzt 

Die abgenommenen Proben bei Verdachtsfällen auf Coronavirus im Hohenlohekreis werden per Kurier zum Labor gebracht. Sobald die Ergebnisse vorliegen, werden die Betroffenen durch ihren Hausarzt informiert. Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises weist darauf hin, dass ausschließlich nach vorheriger Überweisung ein Abstrich in der Drive-in-Abstrichstelle vorgenommen wird. "Es ist sinnlos, Abstriche zu nehmen von Personen, die keine Symptome haben, da es sich dann um falsche negative Testergebnisse handelt, was die Betroffenen in falscher Sicherheit wiegt", sagt die medizinische Leiterin des Gesundheitsamtes Dr. Antje Haack-Erdmann.

Daher gilt zu beachten: Abstriche von Corona-Verdachtsfällen im Hohenlohekreis werden in der neuen Drive-in-Abstrichstelle nur bei begründeten Verdachtsfällen vorgenommen, die sich telefonisch über den Hausarzt angemeldet und einen Termin erhalten haben.

Derweil sind die Behörden bemüht, die Ausbreitung des Coronavirus weiter einzudämmen. In Heilbronn und der Region wurden daher viele Veranstaltungen abgesagt und Einrichtungen, zumindest für die nächsten Wochen, geschlossen. 

Coronavirus: So funktioniert die Drive-in-Abstrichstelle im Hohenlohekreis

Und so soll die Coronavirus-Drive-in-Abstrichstelle im Hohenlohekreis funktionieren: Personen, die entweder direkten Kontakt mit einem mit dem Coronavirus infizierten Menschen  hatten oder die aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind und nun Krankheitssymptome aufweisen, melden sich beim Hausarzt. Wenn der Hausarzt einen Abstrich für erforderlich hält, faxt er einen Laborschein an die zentrale Abstrichstelle. Diese vergibt einen Termin und teilt diesen dem Hausarzt mit, welcher den Patienten über den Termin informiert.

Der Patient mit dem Coronavirus-Verdacht fährt dann mit seinem Auto an der neuen Drive-in-Abstrichstelle vor und öffnet das Fenster auf der Fahrerseite, ein Mitarbeiter im Schutzanzug nimmt den Abstrich aus der Mundhöhle. Das alles dauert nicht länger als ein paar Minuten. Die Person muss das Auto dazu nicht verlassen. Zum Termin muss unbedingt die Krankenkassenkarte und der Personalausweis oder Reisepass zur eindeutigen Feststellung der Person mitgenommen werden. Privatversicherte, die keine Krankenkassenkarte haben, müssen einen Personalausweis und soweit vorhanden einen Versicherungsnachweis ihrer Krankenkasse dabeihaben.

Coronavirus im Hohenlohekreis: Test-Kapazität soll gesteigert werden

Erstmeldung 14. März: Nach Angaben von swr.de solle die Kapazität der Zentralen Abstrichstelle in Künzelsau erhöht werden. Hierzu soll eine Drive-In-Abstrichstelle in Kupferzell-Belzhag entstehen. Eine Pressemitteilung des Landratsamts besagt, dass die notwendigen Maßnahmen hierzu vom Technischen Hilfswerk umgesetzt werden. Der Corona-Drive-In-Schalter solle seinen Betrieb aufnehmen, sobald die räumlichen Kapazitäten im Gesundheitsamt erschöpft seien. Das Landratsamt aber stellt klar, dass Abstriche nur bei begründeten Verdachtsfällen vorgenommen werden. Außerdem bedarf es einer telefonischen Anmeldung beim Hausarzt, die eine Terminvergabe für den Corona-Test mit sich bringt. 

Neues Corona-Testverfahren in Hohenlohe: Mit dem Auto zum Abstrich

Landrat Matthias Neth sagte: "Die Abstrichstelle hat in der Tat die Eigenschaft, dass die Menschen im Auto sitzen bleiben können und die Ärzte und das medizinische Personal im Auto den Abstrich nehmen." Aber klar sei auch, dass man nicht einfach so vorbeifahren könne, sondern dass man eine Indikation vom Hausarzt brauche, so der Hohenloher Landrat.

Solche Drive-In-Schalter für Corona-Tests gibt es bereits in Baden-Württemberg. Sie erfahren einen Mega-Andrang und haben schon mehrere positive Fälle aufgedeckt.

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