Coronavirus in Baden-Württemberg

Vorerst keine weiteren Lockerungen? Kretschmann spricht Klartext

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Wie geht es im Kampf gegen das Coronavirus weiter? Dazu hat sich Winfried Kretschmann in einer Pressekonferenz geäußert.

  • Am Dienstag hat sich Winfried Kretschmann in einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage geäußert.
  • Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg warnte vor einer weiteren Infektionswelle des Coronavirus.
  • Zeitgleich stellt er die Öffnung von Gotteshäusern in Aussicht.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Winfried Kretschmann äußert sich in Presskonferenz 

Seit Wochen ist das Coronavirus das Thema Nummer eins in Deutschland. Nachdem Bund und Länder mit scharfen Maßnahmen wie dem Kontaktverbot, sowie der Abstandsreglung reagiert hatten, werden diese nun langsam schrittweise wieder gelockert.

Doch trotz allem werden auch immer wieder neue Schritte im Kampf gegen das Coronavirus unternommen, so gilt in Baden-Württemberg seit Montag eine Maskenpflicht. In dieser Woche werden die Maßnahmen erneut auf den Prüfstand gestellt. Am 28. April hat sich daher die Landesregierung von Baden-Württemberg beraten und im Anschluss informierte Ministerpräsident Winfried Kretschmann zusammen mit Sozialminister Manfred Lucha und Finanzministerin Edith Sitzmann in einer per Liveschaltung in einer Pressekonferenz über die Ergebnisse. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kabinett debattiert über Lockerungen

Im Fokus der Kabinettssitzung standen laut StN.de dabei wichtige Themen wie die finanziellen Maßnahmen, um die Folgen der Coronakrise zu mildern, sowie die Lockerungen der Besuchsverbote in Altersheimen, nachdem es vermehrt Hinweise auf die Vereinsamung alter Menschen als Folge der Isolation wegen des Coronavirus gegeben hatte.

Auch in Pflegeheimen sollen die Beschränkungen für Besuch gelockert werden. So soll künftig ein Besuch möglich sein, "wenn andernfalls körperliche und seelische Schäden durch eine soziale Isolation drohen". Allerdings muss die dem pflegebedürftigen Angehörigen nahestehende Person Schutzkleidung tragen, das geht aus einem Schreiben an die Einrichtungen im Südwesten hervor, das der dpa vorliegt. Eine weitere Möglichkeit wären räumlich abgetrennte Besuchsräume oder Baucontainer, in denen eine Abtrennung durch eine Plexiglasscheibe besteht.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kretschmann warnt vor zweiter Welle

Zudem warnte Kretschmann in der Pressekonferenz vor einer zweiten Infektionswelle des Coronavirus: "Wir haben uns gestern mit Virologen und Experten ausgetauscht. Wenn es zu einer zweiten Infektionswelle käme, wären die Maßnahmen noch drastischer als sie jetzt wären."

Bei einer zweiten Welle warnt Kretschmann vor härteren Maßnahmen.

Bis zum 6. Mai werde es daher nach Auffassung des baden-württembergischen Ministerpräsidenten keine weiteren Lockerungen geben. Eine Ausnahme könnten laut dem Grünen-Politiker hingegen die Gottesdienste sein. Kretschmann betonte außerdem, dass die Zahlen von heute den Zustand von vor zehn Tagen wieder geben würden, daher bleibt der Blick auf die Reproduktionszahl R wichtige. Diese müsse unter 1,0 bleiben.

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa

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