Verdienstausfall in der Corona-Krise

Coronavirus in BaWü: Eltern sollen finanziell entschädigt werden - Mehr als 2.000 Euro sind möglich!

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Eltern in Baden-Württemberg, die in der Coronavirus-Krise einen Verdienstausfall haben, sollen finanzielle Hilfe erhalten. 

  • Viele Eltern müssen aktuell ihre Kinder betreuen, da Schulen und Kindergärten geschlossen haben.
  • Die Folge sind Verdienstausfälle, für die die Eltern jetzt entschädigt werden sollen.
  • Es gibt allerdings einige Voraussetzungen, die Eltern erfüllen müssen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Eltern kämpfen mit Verdienstausfällen

Auf einmal geht alles ganz schnell. Schulen und Kitas in Baden-Württemberg werden geschlossen, die Kinder müssen auf unbestimmte Zeit zu Hause bleiben. Wie lange? Das weiß keiner. Klar ist aktuell nur der Auslöser: DieCoronavirus-Pandemie, die sich weltweit immer weiter ausbreitet. Allein in Baden-Württemberg sind mehr als 5.000 Menschen infiziert, 31 Patienten sind bislang an den Folgen der Lungenerkrankung gestorben. (Stand: 24. März) 

Folgerichtig also, dass öffentliche Einrichtungen komplett dicht gemacht werden. Hintergrund: Viele Eltern sind mit der Situation überfordert, zumal die Großeltern in Zeiten von Corona keine Option mehr sind. Was also tun? Homeoffice und gleichzeitig Kinderbetreuung? Viele Eltern kommen hier an ihre Grenzen.

Kinderbetreuung: Ein Vollzeitjob, wenn die Kitas aufgrund von Corona geschlossen haben.

Coronavirus in Baden-Württemberg: F

Eine gute Nachricht kommt dafür jetzt aus Berlin: Eltern, die aufgrund von Kinderbetreuung nicht arbeiten können und folglich mit fehlenden Einnahmen zu kämpfen haben, sollen finanziell entschädigt werden. Konkret geht es um bis zu 2.016 Euro pro Monat, die Eltern unter bestimmten Voraussetzungen beziehen können. 

Demnach soll das Infektionsschutzgesetz um einen Paragrafen erweitert werden, der eine solch finanzielle Entschädigung im Pandemie-Fall vorsieht. Berechnet wird der exakte Betrag individuell. Und zwar aus demNettoeinkommen des Elternteils, das aufgrund der Kinderbetreuung nicht arbeiten kann. Für besorgte Eltern hat auch der Kinderschutzbund Heilbronn jetzt eine Hotline eingerichtet.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Finanzielle Entschädigungen für Eltern

Bis zu 67 Prozent des jeweiligen Nettoeinkommens sind möglich. Die Obergrenze liegt allerdings bei 2.016 Euro pro Einkommen. Zudem gilt eine zeitliche Befristung von maximal sechs Wochen. Danach müssen Eltern die finanziellen Einbußen selbst wieder ausgleichen, oder alternativ andere Sozialleistungen, wie zum Beispiel Arbeitslosengeld, in Anspruch nehmen. Zudem geltenfolgende Voraussetzungen:

  • Die betreffenden Kinder dürfen nicht älter als zwölf Jahre sein.
  • Es gibt keine andere, zumutbare Alternative zur häuslichen Betreuung durch einen Elternteil.
  • Eltern dürfen keine anderen Entschädigungen, wie zum Beispiel Kurzarbeitergeld, beziehen.
  • Die Verdienstausfälle können nicht durch andere Maßnahmen, wie Überstundenabbau, gedeckt werden.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Entschädigungen beantragen - So läuft es ab

Die monatliche Auszahlung erfolgt über den Arbeitgeber, der die Entschädigungsleistungen bei der zuständigen Landesbehörde beantragen muss. Heißt: Eltern werden durch bürokratische Maßnahmen nicht noch zusätzlich belastet. Ähnlich wie bei einem Gehalt wird der errechnete Betrag monatlich überwiesen.  

Und auch die Kleinunternehmen in Baden-Württemberg sollen finanziell vom Land unterstützt werden. Das geht aus einem Soforthilfe-Programm der baden-württembergischen Landesregierung hervor, über das echo24.de aktuell berichtet. Bei allen Fragen zum Thema Coronavirus-Pandemie stehen in vielen Kommunen zudem zusätzliche Info-Hotlines bereit, an die sich Betroffene wenden können. Auch in Heilbronn gibt es eine solche Info-Hotline zum Coronavirus, die unter der Telefonnummer 07131/4933333 erreichbar ist.

Rubriklistenbild: © Corinne Simon/Ciric/KNA

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