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Hotel-Sonderregel in BaWü: Für diese Touristen sind Übernachtungen tabu

  • Olaf Kubasik
    vonOlaf Kubasik
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Wegen der Coronavirus-Pandemie erlässt die Landesregierung von Baden-Württemberg eine Beherbergungsverbot für ganz bestimmte Touristen.

  • In Baden-Württemberg geht die Angst vor einer zweiten Coronavirus-Welle um.
  • Die Landesregierung erlässt deshalb für gewisse Touristen ein Beherbergungsverbot.
  • Wer dennoch in einem Hotel übernachten will, muss ein Attest vorlegen.

Coronavirus Baden-Württemberg: Für diese Touristen sind Hotels tabu

Sie müssen fortan draußen bleiben! Aufgrund der immer noch andauernden Coronavirus-Pandemie hat die Landesregierung von Baden-Württemberg heute verkündet, dass gewisse Touristen nicht mehr "in Beherbergungsbetrieben wie Hotels oder Campingplätzen" übernachten dürfen. Gesundheitsminister Manne Lucha begründet den Beschluss: "Die Zunahme des Reiseverkehrs darf nicht zu einem rasanten Anstieg der Infektionszahlen führen."

Das gilt für Touristen, die aus einem Stadt- oder Landkreis mit hohem Infektionsgeschehen nach Baden-Württemberg einreisen wollen. Betroffen sind Kreise, in denen in den letzten sieben Tagen vor der Anreise die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner höher als 50 ist. Manne Lucha erklärt mit Verweis auf Ski-Urlauber, die im März die erste Coronavirus-Welle in Baden-Württemberg ausgelöst haben:  "Das müssen wir mit Blick auf den Herbst unbedingt verhindern. Die Erfolge im Kampf gegen die Pandemie sind äußerst fragil und dürfen jetzt im Sommer nicht aufs Spiel gesetzt werden.“

Coronavirus: Baden-Württemberg mit Hotel-Sonderregel für Touristen

Doch es gibt auch eine Sonderregel für Touristen, wenn sie aus einem betroffenen Gebiet nach Baden-Württemberg reisen möchten. Bei Vorlage eines ärztlichen Attest, das einen negativen Test auf das Coronavirus bescheinigt, gilt das Beherbergungsverbot nicht. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, wie Wirtschaftsministerin  Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut weiß: "Das heute verkündete Beherbergungsverbot ist ein notwendiger Schritt. Wir werden die Entwicklung weiter sorgfältig beobachten und situationsangepasst reagieren.“ Was ab 1. Juli in Baden-Württemberg erlaubt und verboten ist, steht in der neuen Corona-Verordnung.

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Die Zahl der Neuinfizierten in #BadenWürttemberg liegt stabil im unteren zweistelligen Bereich. Daher können wir auch in Baden-Württemberg weitere Lockerungsschritte machen. Aber das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Gefahr nicht vorbei ist. Das Virus nimmt weiter jede Gelegenheit wahr, sich auszubreiten, das haben uns zahlreiche Beispiele in den vergangenen Tagen gezeigt, wo es bei Feiern und Gottesdiensten immer wieder zu großen Ausbrüchen gekommen ist. Das bedeutet, dass wir mit den Lockerungen dem Virus zahlreiche Möglichkeiten geben. Umso wichtiger ist, dass Sie weiter #Abstandsregeln, #Maskenpflicht und #Hygiene einhalten sowie die Regeln und Auflagen etwa für #Feiern und #Veranstaltungen oder in der #Gastronomie beachten – kurzum überall dort wo viele Menschen zusammenkommen. Diesen großartigen Etappensieg, den wir alle zusammen errungen haben, dürfen wir nicht aufs Spiel setzen. Alle Informationen finden Sie auf Baden-Württemberg.de #2getherbw #coronavirusDE #coronaBW #Lockerungen #kretschmann #winfriedkretschmann

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Die Sorge in Baden-Württemberg ist begründet. Da andere Bundesländer wie Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern oder Bayern für Reisende aus Landkreisen mit hohem Infektionsgeschehen nicht mehr in Betracht kommen, wäre ein Ausweichen auf Baden-Württemberg zu befürchten gewesen. Zumal laut Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut, die Infektions-Hotspots mit Covid-19 aktuell zeigten, "dass die Entwicklung fragil bleibt". Der Berliner Virologe Christian Drosten hatte erst vor kurzem Maßnahmen gegen eine zweite Welle gefordert.

Das Beherbergungsverbot in Baden-Württemberg gilt für gewisse Touristen auch auf Campingplätzen.

Rubriklistenbild: © Pixabay (Symbolbild)

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