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Wie hoch ist das Risiko einer Coronavirus-Infektion? Online-Test gibt Auskunft

  • Violetta Sadri
    vonVioletta Sadri
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Eine Uni in Hessen hat einen Corona-Online-Test entwickelt. Dieser dient lediglich zur Selbsteinschätzung. Genaue Ergebnisse können nur mittels Abstrich erzielt werden.

  • Die Philipps-Universität Marburg in Hessen hat einen Corona-Online-Test zur Selbsteinschätzung entwickelt.
  • Der Test steht jedem online zur Verfügung. 

Baden-Württemberg: Coronavirus-Online-Test gibt Auskunft über Infektions-Risiko

Das neuartige Coronavirus hält die Welt seit Wochen in Atem. Ausgebrochen in China, in der Millionenstadt Wuhan, breitete es sich innerhalb kürzester Zeit rund um den Globus aus. Der Ausbruch und die rasante Ausbreitung des bis vor kurzem unbekannten Virus Sars-CoV-2 führte zu viel Unsicherheit und Angst in der Bevölkerung. 

Es veränderte den Alltag vieler Menschen weltweit. Angefangen von Hamsterkäufen, über Schließungen von Schulen und Geschäften bis hin zu Ausgangssperren und Kontaktverboten. Viele Unternehmen meldeten Kurzarbeit an, Mitarbeiter wurden aufgefordert im Homeoffice zu arbeiten

Coronavirus Baden-Württemberg: Testkapazitäten erschöpft - Online-Test zur Selbsteinschätzung 

Ein weiteres Problem im Zusammenhang mit dem Coronavirus: In vielen Kliniken wird die Schutzausrüstung knapp. Viele nähen sich den Mundschutz jetzt sogar selbst. Ministerpräsident Kretschmann rief Unternehmen dazu auf, die Produktion auf Medizinprodukte umzustellen. Auch die Testkapazitäten gehen langsam zur Neige, was beispielsweise in Hohenlohe dazu führt, dass eine Covid-19-Diagnose ohne einen Test möglich ist, wenn man typische Symptome aufweist. 

Die Testkapazitäten sind fast erschöpft. Labore sind überlastet.

Der Krankheitsverlauf des Coronavirus kann vielfältig sein. So kam es in der Vergangenheit auch vor, dass die Virus-Infektion bei manchen Menschen komplett ohne Symptome verlief. Bei anderen wiederum traten Fieber, Husten, Kurzatmigkeit und Gelenkschmerzen auf. Auch Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, sowie eine verstopfte Nase und Durchfall können, laut Robert-Koch-Institut (RKI), Anzeichen für eine Covid-19-Infektion sein. 

Baden-Württemberg: Auf Coronavirus testen lassen? Geht gar nicht so einfach!

Während an neuen Corona-Tests, Beatmungsgeräten und Impfstoffen geforscht wird, hat die Philipps-Universität Marburg in Hessen einen Corona-Online-Test ausgearbeitet. Denn: Auf das neuartige Coronavirus getestet zu werden, ist gar nicht so einfach. Eine Voraussetzung ist die Genehmigung des Hausarztes oder des Gesundheitsamts. Doch diese erteilen die Erlaubnis für einen Test meist nur Menschen, die zu einer  Risikogruppe zählen, Kontakt zu Coronavirus-Infizierten oder Verdachtsfällen hatten oder aus Risikogebieten kommen. 

Anhand des von der Philipps-Universität Marburg in Hessen erstellten Tests, kann man innerhalb weniger Minuten herausfinden, ob man eventuell an Covid-19 erkrankt ist. Der Online-Test, den man hier aufrufen kann, gibt auch Auskunft darüber, wie ein Verlauf womöglich aussehen könnte und ob man zu einer Risikogruppe gehört. 

Baden-Württemberg: Coronavirus-Online-Test stellt keine Diagnose - gibt nur eine Einschätzung

Dabei wird ganz klar darauf hingewiesen, dass der Online-Test keine ärztliche Diagnose(!), Beratung oder Behandlung ersetzen, sowie keine diagnostische Leistung erbringen könne. Auf der Website erklären die Betreiber: "Covid-Online ist eine Anwendung, die eine Diagnoseunterstützung ermöglicht. Wenn Sie sich aktuell schwer krank fühlen oder unsicher mit der Einschätzung der Applikation sind, suchen Sie bitte umgehend medizinische Hilfe auf."

Wer den Test durchführt, muss zunächst Größe, Alter und Gewicht angeben. Unter anderem wird auch nach verschiedenen Coronavirus-Symptomen und diversen chronischen Erkrankungen gefragt. Nach nur wenigen Minuten erhält man eine Einschätzung

Information: Wie schütze ich mich, beziehungsweise meine Mitmenschen vor einer Ansteckung?
Laut dem Robert-Koch-Institut schützt man sich vor dem Coronavirus, ähnlich wie vor einer Grippe (Influenza). Auch regelmäßiges und gründliches Händewaschen minimieren das Risiko einer Infektion - auf Händeschütteln sollte komplett verzichtet werden. Außerdem sollte ein Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern eingehalten werden. Erkrankte Personen sollten zum Schutz ihrer Mitmenschen die ungehinderte Freisetzung von Tröpfchen unterbinden. Zum Beispiel mit der Umsetzung der Hust- und Nies-Regeln.

Rubriklistenbild: © Screenshot: covid-online.de/ Philipps-Universität Marburg, Fotos: Pixabay, Collage: Sadri

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