Die wichtigsten Fragen 

Schulen und Kindergärten werden geschlossen: Das müssen Eltern jetzt wissen

  • Violetta Sadri
    vonVioletta Sadri
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Die Landesregierung in Baden-Württemberg hat beschlossen alle Kindergärten und Schulen zu schließen. Das sollten Eltern wissen.

  • Es ist beschlossen: Kindergärten und Schulen in Baden-Württemberg werden geschlossen. 
  • Einige Eltern stehen nun vor einem großen Problem: Wer soll nun die Kinder betreuen, wenn die Eltern arbeiten?
  • Welche Rechte haben Eltern bei Schul- und Kindergartenschließungen?

Baden-Württemberg: Schulen und Kitas geschlossen - das müssen Eltern jetzt wissen

In Baden-Württemberg werden Schulen und Kindergärten wegen des Coronavirus ab kommenden Dienstag geschlossen. Doch was müssen Eltern und Schüler dazu wissen? echo24.de gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Was wenn Eltern nicht zur Arbeit können, wenn Kindergärten und Schulen geschlossen sind?
Wenn Kinder erkranken, steht es Eltern eine gewisse Zeit zu, zu Hause zu bleiben und das Kind zu versorgen. Pro Elternteil und Kind sind zehn Arbeitstage erlaubt. Alleinerziehende erhalten 20 Arbeitstage. 

Betreuung von Kinder wegen Schul- und Kita-Schließung: Kein Recht auf Homeoffice

Ist das Kind gesund, aber Kindergarten oder Schule haben geschlossen, darf ein Elternteil zu Hause bleiben, sofern es keine andere Betreuungsmöglichkeit gibt. Der Arbeitgeber sollte in diesem Fall schnellstmöglich darüber informiert werden. Im Gespräch mit dem Arbeitgeber finden sich dann einvernehmliche Lösungen wie zum Beispiel das Arbeiten aus dem Homeoffice, Abbau von Überstunden oder unbezahlter Urlaub. Einen Rechtsanspruch auf Homeoffice gibt es nicht, manche Arbeitgeber kommen jedoch ihren Arbeitnehmern in solchen Fällen entgegen, soweit es möglich ist. 

Einen Anspruch auf Lohnfortzahlung gibt es, wenn man nicht arbeitet, in der Regel nicht. Für einige Arbeitnehmer könnte es jedoch eine Ausnahme geben, wenn sie nicht verhältnismäßig lange ausfallen oder für das Fehlen nichts können. Da sollte man seinen Arbeitsvertrag checken, bei den meisten jedoch ist die Regelung ausdrücklich ausgeschlossen.

Baden-Württemberg: Schul- und Kita-Schließungen beschlossen - das sollten Eltern wissen

Sollten Kinder zu den Großeltern gebracht werden?Davon wird generell abgeraten, berichtet spiegel.de. Ein Virologe der Berliner Charité sagt, Kinder sollten bis September oder Oktober nicht mehr zu Opa und Oma in Betreuung gegeben werden. Der Grund: Es besteht das Risiko die Großeltern mit dem Coronavirus anzustecken. Ältere Menschen zählen zur Risikogruppe. In Baden-Württemberg wurden bisher zwei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet (Stand 13. März, 14 Uhr). Die Betroffenen waren 67 und 80 Jahre alt. 

Könnten Bundesländer oder Kommunen eine alternative Kinderbetreuung organisieren? Nein. Das Hamburger Bildungsministerium erklärt, dass die Prävention einer Pandemie Vorrang habe. Aus den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg heißt es, so etwas würde den Sinn einer Schulschließung konterkarieren. Dort mussten schon mehrere Schulen im Vorfeld wegen des Coronavirus geschlossen werden. 

Nach Schul- und Kita-Schließung in Baden-Württemberg: Notfallbetreuung für Kinder 

Teil des Kabinettsbeschlusses am Freitag, 13. März, des Landes Baden-Württemberg ist auch, Ausnahmen zur Notfallbetreuung jüngerer Kinder und von Kindern von Beschäftigten in kritischen Infrastrukturen (etwa Polizei, Feuerwehr, medizinisches und pflegerisches Personal, Hersteller von für die Versorgung notwendigen Medizinprodukten, Lebensmittelproduktion und -einzelhandel, Müllabfuhr sowie Energie- und Wasserversorgung) sicherzustellen. Dies gilt, wennbeide Elternteile in kritischen Infrastrukturen beschäftigt sind.

Nach den Sommerferien soll an den Schulen wieder regulär Unterricht in Baden-Württemberg stattfinden. Kultusministerin Susanne Eisenmann hat vorgestellt, wie das Schuljahr 2020/2021 ablaufen soll.

Auf Facebook diskutieren Eltern hitzig über das Thema Schulschließungen.

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