Die Kammer hat eine Forderung

Coronavirus: Psychotherapeuten schlagen Alarm: "Angstpatienten brauchen Behandlung"

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Das Coronavirus betrifft auch Psychotherapeuten. 
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Das Coronavirus in Baden-Württemberg betrifft nun auch Psychotherapeuten.

  • Das Coronavirus betrifft in irgendeiner Form immer mehr Menschen. 
  • Psychotherapeuten schlagen jetzt Alarm.
  • Therapie muss per Video und Telefon weitergehen. 

Jeden Tag fällt einem eine neue betroffene Berufsgruppe auf. Jetzt mahnen Psychotherapeuten, dass auch in Zeiten des Coronavirus, die Therapien bei vielen Patienten nicht abgebrochen werden dürfen. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Psychotherapien müssen weitergehen

Die Zahlen der Infizierten in Baden-Württemberg steigt noch immer an. Erst nach einer Weile wird sich zeigen, ob die Maßnahme der Regierung etwas bringen. Indess reagieren auch Psychotherapeuten auf die neue Situation. 

Sie wollen ihre Patienten während der Corona-Krise auch telefonisch betreuen können. "Nicht für alle passt die Videobehandlung, manche wünschen sich telefonische Therapie", sagte Martin Klett, Vizepräsident der Landespsychotherapeutenkammer, der Deutschen Presse-Agentur. 

Gerade ältere Menschen bevorzugten die traditionelle Methode der Kommunikation, die aber nur mit niedrigerer Vergütung und in geringerem Umfang als die Videotherapie vorgesehen sei. Einschränkungen für die Videotherapie seien wegen der Epidemie aufgehoben worden.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Patienten brauchen ihre Psychotherapie per Video und Telefon

Die Kammer fordere eine vorübergehende Gleichstellung der Telefon- mit der Videotherapie, betonte Klett. Insbesondere gefährdete ältere Leute kämen nicht mehr in die Praxen, um Ansteckung zu vermeiden. "Laufende Therapien dürfen während der Corona-Krise nicht ausgesetzt werden", appellierte Klett an die Krankenkassen. Momentan sei vor allem die Behandlung der zahlreichen Patienten mit Ängsten dringend geboten. In der Kammer sind 6.000 psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendpsychotherapeuten organisiert.

Eine weitere Berufsgruppe, die stark betroffen ist: Gastronomen in Heilbronn. Vielen droht bei ausbleibende Kundschaft die Insolvenz.

Viele Fragen beschäftigen die Menschen in dieser ungewöhnlichen Zeit. Wenn Mitarbeiter am Coronavirus erkranken, muss sich der Chef an Regeln halten. Aber was darf der Arbeitgeber weitersagen?

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